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(289-638) 
 
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Das kosmische Panorama im physischen Horizont des Erdenmenschen. Die Gegenwart der Ewigkeit im "Jetzt"  486. Wenn aber jede dieser Erscheinungen, die wir "Stoff" oder "Materie" nennen, eine Lebenszone, ein Element für Lebewesen ist, dann bedeutet das also, daß wir allein mit unseren physischen Sinnen über ungeheure Variationen von Lebenszonen oder Daseinsebenen blicken. Der Stoff – Wasser, Milch, Wein, Brot, Fleisch, Blut, Holz, Eisen, Stahl, Erz, Kohle, Diamanten oder andere edle Steine, kurz gesagt alles, was wir überhaupt unter dem Begriff Stoff oder Materie kennen – enthält in sich Lebensraum oder ist Lebensraum, d.h. ein Manifestationsraum, für Lebewesen. Was sehen wir in Wirklichkeit an einem Sommertag draußen in der freien Natur nicht alles an verschiedenen "Stoffen"? Allein in der Blumenflut der Wiese finden sich Myriaden verschiedener Manifestationsräume für Lebewesen. Jede kleine Blume, ja jede kleine besondere Farbregion in der Blume ist ein Lebensraum, ist eine Welt für sich, ist eine den Lebewesen von der Gottheit geschenkte Wohnstätte.
      Und gilt nicht dasselbe für die menschlichen Wohnungen oder Häuser? Ist nicht jede Farbe an Türen und Fenstern, Wänden und Möbeln, auf dem Dach und an den Fundamenten, an Zäunen und Treppen, sowie an jedem Kalkputz, an jeder Steinart auf dieselbe Weise eine Welt für sich, ein Lebensraum oder ein Tummelplatz für Lebewesen?
      Was denkt man über wogende Kornfelder, grüne Wiesen, die sich windenden Pfade und weißen Landstraßen, die dunkle Humuserde, den blauen Lehm und den gelben Sand? Stellen diese Erscheinungen nicht alle verschiedene Stoffarten dar? Man bedenke, welche Ozeane an verschiedenen Welten von Lebensraum für Lebewesen.
      Aber nicht nur in der freien Natur enthüllt sich dem kosmischen Forscher das Mysterium des Universums. Schon bevor er aus seinem Wohnzimmer geht, überschreitet sein eigenes Stoffquantum Myriaden von Lebensräumen oder Elementen für Lebewesen. Von seinem Teppich, seinem Schreibtisch, seinen Gemälden und ihren Rahmen, von Sofa und Sesseln, seinen Bücherschränken und Nippsachen, von den Licht- und Schattenregionen seiner Photographien, von seinen Vorhängen und Gardinen, ja von seiner eigenen Kleidung und ihren verschiedenen Farben und Stoffen wirft jede einzelne Stoffart ihre Strahlen in seine blauen oder braunen Augen, deren Stoff ihrerseits Lebensraum für Lebewesen ist, und teilen ihm die Erkenntnis von der Existenz von Myriaden von neuen Welten oder Daseinsebenen mit.
      Haben Sie, lieber Leser, jemals zuvor daran gedacht, daß wir, wo wir auch gehen, über göttliche Aufenthaltsorte, über Wohnungen für lebende Mitwesen im Leben wandern? Wenn nicht, dann verweilen Sie hier einen Augenblick. Denn hier hat sich der Himmel geöffnet und Ihre Aussicht ist enorm. Sie schauen geradewegs in die Ewigkeit. Sie sehen einen gewaltig weiten Horizont. Seine Grenzen sind nirgends zu finden, weder in der Zeit noch im Raum. Vor Ihrem Blick liegt ein himmlisches Panorama mit Ozeanen von Daseinsebenen, geordnet in perspektivischer Vollkommenheit. Dort, mitten im "Jetzt", liegen ausgedehnte Zonen, vergangene Spiralen, die Sie schon längst durchlaufen haben, weshalb sie sich in dem fernen kosmischen Horizont in den weißen Nebeln der Mikrowelten, die hinter Ihnen liegen, verlieren. Und dort liegen ungeheure Riesenzonen in gewaltigen Spiralen vor Ihnen, über die Sie Ihr himmlischer Weg führen wird. Vor Ihrem jetzigen Blick liegen Millionen von zurückliegenden Inkarnationen und Millionen von zukünftigen Leben. Im Licht der Perspektive treten sie mit größerer oder geringerer Klarheit, mit größerer oder geringerer Schärfe hervor, der Makro- oder Mikrowelt mehr oder weniger angehörend, je nachdem, ob sie sich nah oder fern von Ihrem eigenen göttlichen Platz oder Aussichtspunkt am kosmischen Horizont befinden.
      Dieses ganze schöne, alle Phantasiewelten überragende Ewigkeitspanorama wurde hiermit durch Ihren kleinen physischen Horizont sichtbar, ja es war in Ihrem Wohnzimmer zugegen, auf Ihrem Hof, Ihren Feldern, Wiesen und Wäldern oder durch alle möglichen anderen Dinge, die Sie eventuell Ihr eigen nennen. Ja, selbst wenn Sie ein Bettler wären, würden Ihre verschlissenen Lumpen kosmische Welten beinhalten, die Myriaden von Wesen die Möglichkeit bieten, das Leben zu erleben. So ungeheuer weit und durchdringend ist das göttliche Schöpfungswerk, die Manifestation des ewigen Vaters für seinen Sohn, daß kein Haar, kein Nagel, ja kein Staubkörnchen existieren kann, ohne ein Stück Weltall mit Universen, mit Sonnen und Galaxien zu sein, ja sogar in großem Ausmaß mit schönen lichten animalischen Welten wie auch mit finsteren und unfruchtbaren Mondwelten. Alles Große findet sich auch im Kleinen, ebenso wie auch das Kleine im Großen vorhanden sein muß. Und ein Tag wird für den Betrachter wie tausend Jahre und tausend Jahre werden wie ein Tag und zugleich liegen alle Entfernungen innerhalb der göttlichen Umarmung, und das Wort des Nazareners wird zur lebendigen Wirklichkeit, wenn er sagt: "Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen".


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