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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(289-638) 
 
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"Stoff" und "Licht" sind identisch. Die Farbe des "Stoffes" ist dasselbe wie sein überliefertes "himmlisches Licht". Alle Farben, auch "weiß" und "schwarz", sind ein und dasselbe von verschiedenen "kosmischen Perspektivverhältnissen" aus gesehen  495. Aber das Licht dieses "Himmelsraumes" ist immer noch bewahrt. Es waren ja die Lichtpartikel, die auf die Sinne wirkten. In Wirklichkeit ist es nur das Licht, das wahrgenommen wird. Stoff ist nur konzentriertes "Licht". Da aber "Licht" dasselbe ist wie das, was wir "Farbe" nennen, ist die Farbe eines jeden Stoffes dasselbe wie sein überliefertes, ganz spezielles "himmlisches Licht". Wir sind also Zeuge dessen, daß Stoff auch Farbe hat. Da diese in sieben Grundarten auftritt, gibt es somit sieben Grundarten für Licht. Da diese Grundarten in Wirklichkeit ein und dasselbe sind, nur aus unterschiedlichem Abstand von der Stufe des Ichs aus gesehen, ist es auch hier das Perspektivprinzip, das ihrer verschiedenen Einwirkung auf die Sinne zugrunde liegt. Wenn dieses Ding sich den Sinnen in sieben verschiedenen Farbtönen zeigt, bedeutet das, daß wir es in sieben verschiedenen kosmischen Abstandsverhältnissen zur Stufe des Ichs sehen. Was von der Stufe des Ichs am entferntesten liegt, hat natürlich die geringste Einwirkung auf die Sinne des Ichs, während das, was am nächsten liegt, die größte Einwirkung auf die Sinne des Ichs hat. Dasselbe macht sich geltend, wenn wir auf einem langen geradeaus führenden Weg stehen. In unserer unmittelbaren Nähe wirkt der Weg am stärksten auf unsere Sinne, während seine Einwirkung stark abnimmt, je weiter er an die Peripherie des Horizonts gelangt. Dies zeigt sich dadurch, daß er dort am breitesten zu sein scheint, wo wir stehen, während er uns am äußersten Rand des Horizonts am schmalsten zu sein scheint. Seine Einwirkung auf die physischen Sinne des Betrachters zeigt sich hier deutlich in Form einer Skala.
      Daß der Weg an der Peripherie unseres Horizonts genauso breit ist wie in seinem Zentrum und daß die horizontale "Verkleinerung" aufgrund des Perspektivprinzips eine Illusion ist, das weiß jeder normale Kulturmensch. Dieses Wissen ist in Wirklichkeit eine Art erste Form von "kosmischem Wissen". Der Kulturmensch weiß dagegen nicht, daß jede Form von Wahrnehmung auf demselben Prinzip beruht, also auch die Wahrnehmung des Lichts. Das Licht, das an unserem kosmischen Horizont am weitesten entfernt ist, wirkt natürlich hier auch am schwächsten auf die Sinne ein und kommt uns daher weniger stark vor als das, was in unserer unmittelbaren Nähe liegt und das uns daher auch viel stärker zu sein scheint als das erstgenannte Licht. Dies läßt sich anhand der physischen Wahrnehmung durch die Farbskala erkennen. Das Licht in dieser Farbskala, das kosmisch gesehen am weitesten von uns weg ist, erzeugt eine Reaktion in unseren Sinnen, die wir als "rote Farbe" bezeichnen. Etwas näher wirkt das Licht entsprechend etwas stärker und erzeugt diejenige Reaktion in den Sinnen, die wir "orange" nennen. Danach kommen in dieser Reihenfolge die Lichtreaktionen, die wir "gelbe Farbe", "grüne Farbe", "blaue Farbe", "indigo" und "violette Farbe" nennen.
      Hiernach kommen noch zwei Farben, nämlich "schwarz" und "weiß", aber kosmisch gesehen ist die "schwarze" Farbe nur mit allen Farben, aus einer bestimmten Perspektive gesehen, identisch. Dasselbe gilt auch für die "weiße" Farbe. Keine "schwarze" oder "weiße" Farbe kann existieren, ohne eine Kombination von allen anderen Farben zusammen zu sein. Die "schwarze" und die "weiße" Farbe sind daher in Wirklichkeit ein und dasselbe. Wenn sie nichtsdestoweniger den Sinnen als zwei diametrale Gegensätze erscheinen, dann beruht das, wie wir im Folgenden sehen werden, wiederum auf dem Perspektivprinzip.


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