Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Die "relative" Erkenntnisbasis der Erdenmenschen als Grundlage für alle Nichtübereinstimmung in der Welt und der daraus folgende Unfriede und Kriegszustand |
501. Wir wissen nun durch das bisher Gesagte, daß, wenn ein gewöhnlicher Erdenmensch ein Ding als "dunkel" erkennt, dies nicht bedeutet, daß das Ding wirklich dunkel ist, sondern vielmehr, daß das Ding von ihm aus gesehen auf eine tiefer liegende Stufe der "Lichtskala" gehört.
Hätte das Ding seinen Platz auf einer für das Wesen höherliegenden Stufe in dieser Skala, dann hätte das Wesen dieses Ding als "hell" empfunden.
Da sich die Erdenmenschen auf höchst unterschiedlichen Stufen der "Lichtskala" befinden, sind für sie auch die darüber- und darunterliegenden Stufen höchst unterschiedlich. Die Stufen, die für die einen höher liegen, können also für andere tiefer liegen. Folglich muß auch der "Stoff", der von einigen als "Licht" wahrgenommen wird, von anderen als "Finsternis" empfunden werden und umgekehrt. Und diese primitive Erkenntnisbasis liegt allem zugrunde, was unter den Begriff "Nichtübereinstimmung" fällt. Der gewöhnliche Erdenmensch hat kein weitergehendes wahres Wissen über die Natur der "Stoff-" oder "Lichtstufen". Er meint daher in vielen Situationen, daß andere Menschen auf dieselbe Weise denken, beurteilen und handeln sollten, wie er selbst. Da dies allen darunterliegenden Wesen unmöglich ist, da sie nicht auf der Stufe oder dem Aussichtspunkt des erstgenannten Wesens stehen und daher auch nicht dieselbe Aussicht haben können wie dieses, sind wir hier bei der ersten Ursache des Krieges oder beim Fundament allen Leidens oder aller finsteren Schicksalsbildung angekommen. |
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