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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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(289-638) 
 
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Eine neue Erkenntnisbasis. Jeglicher "Stoff" oder jegliche "Materie" ist das "göttliche Etwas", gesehen durch das "Perspektivprinzip". Durch die Analyse des "Stoffes" begegnen wir der Gottheit.  504. Durch die "kosmische Chemie" hier im "Livets Bog" sind wir in der Kenntnis der Wirklichkeit so weit gekommen, daß wir beginnen konnten, eine für den Erdenmenschen ganz neue Erkenntnisbasis auftauchen zu sehen, einen "festen Punkt", von dem aus die Analysen der Dinge ebenfalls zu "festen Punkten" werden und nicht, wie von der alten Erkenntnisbasis aus, zu "zeitlichen" Punkten oder zu geborstenen Illusionen.
      Die "kosmische Chemie" zeigt uns, daß jeglicher "Stoff" "Licht" ist und daß dieses Licht der Wahrnehmung durch das "Perspektivprinzip" zugänglich wird, indem das Ich das Licht durch dieses Prinzip in Skalaform erlebt, d.h. daß Ich erlebt das Licht, wie es in verschiedenen, nacheinander folgenden, in Stärke, Kraft oder Glanz steigenden Stufen hervortritt. Da die schwächeren "Lichtgrade" als "Finsternis" aufgefaßt werden, hat das Ich also durch das "Perspektivprinzip" die Fähigkeit, das "Licht" selbst zu erleben, jedoch in zwei verschiedenen Erscheinungen, nämlich als "Licht" und als "Finsternis". Diese beiden Erscheinungen sind, wie schon erwähnt, ein und dasselbe Ding. Durch das "Perspektivprinzip" wird die Fähigkeit aufrechterhalten, dieses Ding zu erleben. Ohne dieses Prinzip wäre es für die Wahrnehmung völlig unzugänglich. Es könnten keine Kontraste existieren und damit wäre keine Grundlage für Wahrnehmung vorhanden. Durch das "Perspektivprinzip" ist das Ich also imstande, "Etwas" zu erleben, was durch die Wahrnehmung zu "Licht" und "Finsternis" wird, zu "Stoff" und "Materie", zur "Schöpfung" und zum "Erleben" des Lebens, mit anderen Worten, zu der Realität, die das Ich zu einem "Lebewesen" macht.
      Was ist nun dieses "Etwas"? Dieses "Etwas" ist das allumfassende höchste Element im Leben, das wir schon früher im "Livets Bog" als das "göttliche Etwas" oder "X1" beschrieben haben. Wir sind hier in unserer Analyse des "Stoffes" oder der "Materie" zu der allerletzten Instanz gekommen, die eine jede "kosmische Analyse" behandeln kann. Wir sind hier bei der "ursachenlosen Ursache". Das ist das einzige existierende "Etwas", zu dem keine vorhergehende Ursache existiert. Es ist die Ursache aller Ursachen. Aber "jenseits" des "Perspektivprinzips" ist es ohne Kontrast und daher nicht wahrnehmbar, hat keine Analyse außer der einen, daß es ein absolutes "Etwas ist, das ist". Alles, was man ihm sonst noch zuordnen würde, wäre völlig illusorisch. Wenn wir von ihm sagen, es sei "tot" oder "lebendig", "schön" oder "unschön", "liebevoll" oder "lieblos", "groß" oder "klein", sind wir nicht mehr jenseits des "Perspektivprinzips", sondern wir betrachten dieses "Etwas" statt dessen in allerhöchstem Grad durch dieses Prinzip. Das "göttliche Etwas" ist dann schon als Grade jener "Lichtskala" sichtbar geworden, die wir "Stoff" oder "Materie" nennen. Diese Sichtbarkeit kennen wir schon als "X3", wie auch das "Perspektivprinzip" hier "X2" oder die Schöpfungsfähigkeit repräsentiert. Da diese drei "X" in diesem Fall das Lebewesen bilden, das wir die Gottheit nennen, werden wir hier durch die "kosmische Chemie" in unserer Analyse des "Stoffes" oder der "Materie" einer neuen Begegnung mit der Gottheit gegenübergestellt. Der ganze gewaltige "Lichtozean", den wir "Stoff" oder "Materie" nennen, ist in Wirklichkeit das "göttliche Etwas". Gleichgültig, ob wir in das Licht der Sonne oder in die Finsternis der Nacht blicken, gleichgültig, ob wir die gewaltigen Sonnen- und Sternenhaufen des Makrokosmos betrachten oder ob wir uns durch unsere "kosmischen Sinne" in die verschwindende Kleinheit des Mikrokosmos tragen lassen, gleichgültig, ob Gestalten, Formen, Farben vor unserem Blick sichtbar werden, oder ob Gedanken, Gefühle, Freuden und Sorgen in unserer Empfindung des Lebens hervortreten, es ist das "X1", das allerhöchste Element des Daseins, das allumfassende Ich der Gottheit, dem wir gegenüberstehen, von uns selbst nur durch die "färbende Brille" des "Perspektivprinzips" getrennt. Die Gottheit ist in der Brandung des Meeres, im Murmeln des Waldbaches, im Summen der Bienen und in den Farben der Schmetterlinge genauso mächtig gegenwärtig wie in unserem eigenen Blutkreislauf, im "Stoff" unseres Organismus, im Aussehen unseres Körpers und in unserer eigenen Wesensart. Auch hier ist das Ich der Gottheit die tiefste Substanz unseres "Stoffes". Auch hier ist es in Wirklichkeit die Nähe der Gottheit, in der wir uns sonnen. Ob wir Gott sehen oder nicht sehen, ist nur ein "Perspektivverhältnis", d.h. eine "Sinneseinstellung".


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