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(289-638) 
 
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Die finsteren Gedankenklimate der Erdenmenschen beruhen auf verkehrten perspektivischen Verhältnissen. Die "kosmische Chemie" deckt die Berührung des Ichs mit sämtlichen existierenden Energien oder "Stoffen" ab  506. Daß dieses Verhältnis von der irdischen Allgemeinheit noch nicht entdeckt worden ist, werden die nachfolgenden Analysen der Gedankenklimate, die die normale Bewußtseinssphäre dieser Allgemeinheit bilden, zur Tatsache machen. Diese sind nämlich eine überreiche Demonstration von fehlgeschlagenen Hoffnungen, von Enttäuschungen, Sorgen, Melancholie, Mißverständnissen und Aberglauben. Jedes dieser Gedankenklimate ist eine Beweisführung dafür, daß der betreffende Urheber etwas ganz anderes als eben Gott "sieht" oder zu "sehen" bekam, ja, im schlimmsten Fall sogar das Gegenteil von Gott, nämlich das "Böse", den "Teufel", die "Hölle" oder die "Finsternis". Alle diese Erlebnisse sind in Wirklichkeit fehlerhafte Blickwinkel und sind daher mit dem Erleben von verkehrten "perspektivischen" Verhältnissen identisch. Aber im physischen Dasein nennen wir diese Verhältnisse nicht "perspektivisch", da wir hier die "Stoffe" nicht am "kosmischen Horizont" sehen, sondern sie als mehr oder weniger feste, flüssige und gasförmige Stoffe mit höchst unterschiedlichen gegenseitigen Reaktionsvermögen erleben. Hier kommt das Verhältnis des Wesens zu den Energien mehr als Chemie zum Vorschein, d.h. als "Stoffmischungsverhältnis". Und in diesem Zusammenhang haben wir hier im "Livets Bog" das "Mischungsverhältnis" der Energien oder der Stoffe als "Chemie" im "kosmischen" Bereich bezeichnet, in dem sie, wie wir im Voranstehenden gesehen haben, als "Licht" auftreten.
      Der Begriff "kosmische Chemie" deckt also die gesamte Berührung des Ichs mit den Grundenergien ab, deckt seine gesamte Denk- oder Bewußtseinsfunktion ab, angefangen vom Jonglieren mit der physischen Energie, was wir "Chemie" zu nennen gewohnt sind, bis hin zur allerhöchsten mentalen Entfaltung oder Beherrschung der Energien, was wir "kosmisches Bewußtsein" nennen.
      Da "kosmisches Bewußtsein" Ausdruck für das allerhöchste Jonglieren des Wesens mit den Energien ist, da dieses Jonglieren die allerhöchste Denk- oder Bewußtseinsfunktion ausmacht und da diese wiederum dasselbe ist wie das "Gott-Sehen", ist diese "Chemie" dasselbe wie der absolute Weg zu Gott. Diese kosmische Chemie ist also in ihrem vollkommensten Zustand eine Wissenschaft, eine Vorschrift oder Anweisung für die richtige Kombination der "Stoffe" oder "Materien", die benutzt werden müssen, um die richtige "Mischung" zu erhalten, welche das "kosmische Sehen" oder die Vereinigung mit der Gottheit ausmacht. "Kosmische Chemie" ist daher keine neue Erscheinung, selbst wenn sie vielleicht zum ersten Mal unter dem Begriff "Chemie" behandelt wird.


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