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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(289-638) 
 
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Alles, was wahrgenommen wird, ist das "göttliche Etwas". Die "absolute Wirklichkeit" und die "hervorgebrachte Wirklichkeit". Die drei "X" zeigen sich wiederum als Tatsache  534. Aber in dieser rhythmischen Bewegung begegnen wir zum ersten Mal dem "Perspektivprinzip", da hier von einem Erleben von Größen- oder Kontrastverhältnissen die Rede ist. In der Realität existiert im Weltall nur das "göttliche Etwas". Es ist dieses ewige "Etwas", das "sich selbst sieht" in Form von allen existierenden Kontrasten, die wieder ihrer tiefsten Analyse nach nur Ausdruck für "perspektivische Verhältnisse" und damit illusorisch sind. Das bedeutet wieder, daß alles, was wahrgenommen oder erlebt wird, in Wirklichkeit das "göttliche Etwas" ist. Wir fassen es jedoch nicht in dieser seiner kontrastlosen oder "immateriellen", deshalb aber nicht minder absoluten, Existenz auf oder nehmen es nicht so wahr, weil diese Existenz ganz einfach der Wahrnehmung nicht zugänglich ist. Sie liegt eben vor der Wahrnehmung. Und daher sind wir gezwungen, seine Analyse als ein bloßes "Etwas, das ist" zu bezeichnen.
      Da es vor der Wahrnehmung existiert und da diese nicht existieren kann, ohne identisch mit einer Eigenschaft dieses "Etwas" zu sein, ist dieses "Etwas" ja der Ursprung der Wahrnehmungsfähigkeit. Durch diese Fähigkeit ist dieses "Etwas" imstande zu "sehen", zu "hören", zu "riechen", zu "schmecken", zu "fühlen" oder zu "empfinden".
      Was ist es aber, was dieses "Etwas" zu "empfinden" oder "wahrzunehmen" imstande ist? Es existiert ja nur das genannte "Etwas". Es erfüllt alles. Die Wahrnehmungsfähigkeit wird damit als ein "Etwas" sichtbar, mit dem das "Etwas Nr. 1" sich selbst erleben kann. Aber ein "Erleben" dieses "Etwas" ist nicht dasselbe wie dieses "Etwas" selbst. Das Erleben kann seiner tiefsten Analyse nach niemals etwas anderes als eine "Kopie" der Wirklichkeit sein. Es wird zwischen Erleben und Wirklichkeit immer unumstößlich den Unterschied geben, daß das Erleben etwas Hervorgebrachtes ist, während die Wirklichkeit ewig ist. Das erwähnte "Etwas Nr. 1" kann daher niemals durch die Wahrnehmungsfähigkeit dahin gelangen, die Wirklichkeit (sich selbst) zu erleben, sondern vielmehr nur eine "Kopie" der Wirklichkeit, d.h., daß es niemals dahin gelangen kann, sich selbst direkt durch die Wahrnehmungsfähigkeit zu erleben, sondern es "sieht" oder "nimmt" nur eine hervorgebrachte "Kopie" von sich selbst "wahr".
      Für den entwickelten Forscher wird es hiermit zur Tatsache, daß die Wirklichkeit mit zwei Analysen auftritt, nämlich mit der "absoluten Wirklichkeit" und mit dem "Sehen dieser Wirklichkeit", d.h. die "wahrgenommene und damit die hervorgebrachte oder erschaffene Wirklichkeit" . Aber hiermit zeigt sich diesem Forscher auch ein drittes "Etwas" als Tatsache, nämlich die "Wahrnehmungsfähigkeit", die wieder dasselbe ist wie die "Schöpfungsfähigkeit". Die höchste Analyse der absoluten Wirklichkeit tritt also als drei verschiedene "Etwas" auf, nämlich "Etwas Nr. 1" (die unerschütterliche Wirklichkeit selbst), "Etwas Nr. 2" (die Wahrnehmungs- oder Schöpfungsfähigkeit) und "Etwas Nr. 3" (das "Sehen oder Erleben der Wirklichkeit). So stehen wir hier wieder vor den drei unumgänglichen "X". Diese Analyse ist umso wirklicher, als sie allmählich unumstößlich für jedes Lebewesen wird, das das Stadium des freien Denkens oder der Entwicklung der Logik erreicht hat. Jeder unvoreingenommene Mensch kann nicht umhin, daß er selbst ein "Etwas" ist, das erlebt, denkt und handelt oder sich manifestiert. Er ist unumstößlich ein "Etwas", das "wahrnimmt" oder "schöpferisch tätig ist". Er kann also nicht bestreiten, "X1" oder "Etwas Nr. 1" zu sein. Da die Wahrnehmungs- oder Schöpfungsfähigkeit in jedem Lebewesen auch eine Tatsache ist, wird "X2" oder "Etwas Nr. 2" ebenfalls zur Tatsache. Da aber jedes Lebewesen auch eine Manifestation oder Hervorbringung in Form seines Organismus ist, wird seine Identität als "X3" oder als "Etwas Nr. 3" auf die gleiche Weise zur unumstößlichen Tatsache. Daß diese drei "Etwas" eine Einheit bilden und daß sie ohne diese ihre Identität unmöglich "Lebewesen" sein könnten, erweist sich auch hier als völlig unbestreitbar.


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