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(289-638) 
 
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Die zwei "Etwas", die "Schöpfungsfähigkeit" und das "Erschaffene", als identisch mit "Etwas Nr. 1". Eine Bestätigung des alten Wortes "In ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir"  540. Aber obwohl alles, was sichtbar oder wahrnehmbar ist, nicht das ist, was es zu sein scheint, sondern seiner tiefsten Analyse nach identisch mit "Etwas Nr. 1" ist, bleibt doch die Tatsache, daß die "Illusionen" existieren. "Etwas Nr. 1" hat die Fähigkeit, – nicht absolute Realitäten, sondern – "Illusionen" hervorzubringen oder zu schaffen.
      Warum kann die Schöpfung durch das "göttliche Etwas" somit ausschließlich nur "Illusionen" sein oder werden? Ja, die Antwort ist einfacher, als man vielleicht zunächst annehmen möchte. Der genannte "Schöpfer" hat nämlich überhaupt kein anderes Material, womit er erschaffen kann, als – sich selbst, sein eigenes Wesen. Er müßte deshalb, um absolute Realitäten zu schaffen, sein eigenes absolutes Wesen (Etwas Nr. 1) auslöschen. Da aber "Etwas" unmöglich zu "Nichts" werden kann, läßt sich das nicht machen. Wenn "Etwas Nr. 1" nichtsdestoweniger "Etwas Nr. 3" erzeugt, dann muß das eine der beiden "Etwas" illusorisch sein. Da "Etwas Nr. 1" der Analyse nach vor dem "Etwas Nr. 3" existieren muß, ist es dieses "Etwas", das wirklich ist, und "Etwas Nr. 3" ist unwirklich. Wenn dies nicht so wäre, wäre es für "Etwas Nr. 1" unmöglich, Herr über "Etwas Nr. 3" zu werden. Und ohne diese Herrschaft wäre seine Existenz als "Lebewesen" unmöglich. Wenn "Etwas Nr. 3" genauso realistisch wäre wie "Etwas Nr. 1", würden diese beiden Realitäten ein unerschütterliches Gleichgewicht bilden, das ewig ein toter Punkt wäre, worauf ein ewiger Tod und damit ein ewiges "Nichts" dort herrschen würde, wo sich jetzt das Weltall offenbart. Wenn "Etwas Nr. 3" hundertprozentig ebenbürtig mit "Etwas Nr. 1" wäre, dann wäre das Kontrastprinzip und damit die Wahrnehmung eine Unmöglichkeit. Denn dieses Prinzip ist in seinem allerersten Ursprung identisch mit der Unterlegenheit, die "Etwas Nr. 3" kennzeichnet. Daß "Etwas Nr. 3" wirklich dem "Etwas Nr. 1" unterlegen ist, wird dadurch zur Tatsache, daß es mit "Bewegung" identisch ist und durch die daraus folgende unvermeidbare Wirkung, die wir "Veränderlichkeit" nennen. Bewegung ist in allen existierenden Formen und Zuständen die Wirkung einer Ursache und wird daher unvermeidbar identisch mit einem "Etwas, das einem anderen Etwas unterlegen ist". Da dieses andere "Etwas" nur das "Etwas Nr. 1" sein kann, wird somit dieses letztere "Etwas" der Herr und der Urheber der Dinge. Diese seine hohe Identität beruht also ausschließlich auf dem Umstand, daß "Etwas Nr. 3" aus Illusionen besteht.
      Da aber Illusionen existieren, ist "Etwas Nr. 3", das ja die Welt der Illusionen ist, somit eine Art von Wirklichkeit, allerdings nicht in Form, Gestalt, Volumen oder kurz gesagt nicht in etwas, was den Sinnen zugänglich ist, da ein solches "Etwas" nur als eine "begrenzte Unendlichkeit" existieren kann und damit die Begrenzung als Illusion enthüllt. Das einzige Absolute oder Wirkliche, was der Welt der Illusionen zugesprochen werden kann, wird also nicht in irgendeiner Form von wahrgenommenen Einzelheiten ausgedrückt werden können. Und die kosmische Analyse dieser Welt ist daher unerschütterlich die, daß sie ein "Etwas, das ist" darstellt. Da aber diese Analyse mit der Analyse von "Etwas Nr. 1" genau identisch ist, sehen wir also hier als Tatsache, daß "Etwas Nr. 1" und "Etwas Nr. 3" identisch sind. Sie bilden also eine Einheit mit zwei Analysen. Aber die Identität dieser beiden Analysen als Tatsache macht, wie schon gesagt, das Vorhandensein eines "dritten Etwas" zur Tatsache, nämlich desjenigen "Etwas", das dem zugrunde liegt, daß "Etwas Nr. 1" die Analyse "Etwas Nr. 3" bekommt. So wird es zur Tatsache, daß "Etwas Nr. 1" sich selbst als "Etwas Nr. 3" erlebt. Diese hiermit enthüllte Erlebensfähigkeit haben wir schon als "Schöpfungsfähigkeit" oder als "X2" kennengelernt.
      Diese Schöpfungsfähigkeit kann jedoch kein "erschaffenes Ding" sein, denn dann müßte ihr Urheber (X1) ein dem Entstehen dieser Schöpfungsfähigkeit vorausgehendes Dasein gehabt haben, in dem er keine Schöpfungsfähigkeit hatte. Und wenn er keine Schöpfungsfähigkeit hatte, konnte er unmöglich eine solche Fähigkeit erschaffen. Diese Fähigkeit wird hier also ebenfalls als Tatsache, als eine ewige Realität sichtbar. Wenn sie aber eine ewige Realität ist, hat sie ja keinen Anfang und kein Ende und ist damit eine Offenbarung der Unendlichkeit oder des Unbegrenzten. Ihr Sichtbarwerden als "Schöpfungsfähigkeit" ist somit eine Illusion. Aber die Existenz dieser Illusion ist absolute Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit hat daher kosmisch gesehen rechtmäßigerweise überhaupt keine andere Analyse als eben ein "Etwas, das ist", d.h. genau dieselbe Analyse, mit der "Etwas Nr. 1" hervortritt. Und wir haben hier aufs Neue bestätigt bekommen, daß das einzig Absolute, was existiert, "Etwas Nr. 1" oder das "göttliche Etwas" ist. Die beiden anderen Formen für "Etwas" treten zwar als die "Schöpfungsfähigkeit" und das "Erschaffene" hervor, aber es sind eben diese beiden Formen des Hervortretens, die illusorisch sind, da ihre Identität, gleichzeitig "Etwas Nr. 1" zu sein, nicht ausgelöscht werden kann. Sie sind ihrer höchsten oder letzten und damit einzigen absoluten Analyse nach ein "Etwas, das ist", und die drei "Etwas" werden damit unbestreitbar diese eine und ihrer höchsten Analyse nach namenlose Realität. Der Ausdruck "Etwas, das ist" umfaßt somit die allerhöchste oder erste Analyse des Weltalls. Das ist das erste realistische oder absolute Fazit des kosmischen Forschers. Sie umfaßt sowohl die höchste Analyse seiner eigenen Identität als auch die des Weltalls. Und mit dem richtigen Erleben dieser Analyse und mit dem sich daraus ergebenden vollkommenen Verstehen dieser ersten Analyse des Lebens ist das Fundament für sein eigenes Unsterblichkeitserleben erschaffen, und das Sehen seiner eigenen absolut ewigen Existenz hat begonnen, sich einen Weg zu seinem wachen Tagesbewußtsein zu bahnen.
      Jedes existierende Lebewesen wie auch jedes existierende Ding ist somit seiner allerhöchsten Analyse nach ein namenloses "Etwas, das ist". Und in keiner anderen als dieser Analyse wird es klarer gesehen oder stärker bestätigt, daß die Gottheit in allem und jedem gegenwärtig ist. Und das alte Wort: "In ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir" findet hier seine unerschütterliche Bestätigung.


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