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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(289-638) 
 
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Ein "Etwas, das ist" ist die unerschütterliche Grundanalyse des Daseins. "Etwas Nr. 1" ist das absolut Wirkliche. Alle anderen Dinge im Dasein sind nur ein "Bild" von diesem "Etwas"  543. Wie wir hier gesehen haben, war überhaupt nichts von dem, was der physischen Wahrnehmung zugänglich ist, oder von dem, was die Menschen im allgemeinen als realistisch auffassen, in absolutem Sinne wirklich. Größe, Farbe, Bewegung, alles war in seinem den Sinnen direkt zugänglichen Hervortreten illusorisch, da es sich bei näherer Analyse in diesem einen "Etwas, das ist" völlig auflöste. Diese Analyse ist das einzige, was nicht veränderlich ist. Sie ist das einzige, was nicht davon abhängig ist, von wo aus man sieht oder betrachtet. Überall steht diese Analyse als ewig – in ihrem Fundament unerschütterlich. Sie ist das unerschütterliche Fundament oder die Grundanalyse des Weltalls. Alle anderen existierenden Analysen, derer wir Zeuge wurden, waren nur Namen für die gegenseitigen Verhältnisse zwischen Aussichtspunkten. Wir sahen, daß die Einzelheiten des Fernhorizonts im Verhältnis zum Nahhorizont mikroskopisch klein waren und das den Sinnen zugängliche Aussehen der Dinge nur eine Frage dessen war, von wo aus sie gesehen wurden. Wir sahen, daß alle Formen der wahrgenommenen Dinge einen Aussichtspunkt hatten, von dem aus sie wirklich oder absolut zu sein schienen, aber gleichzeitig auch einen Aussichtspunkt hatten, von dem aus gesehen sie vollständig unwirklich wurden. Das einzige, was hinter diesen beiden Sichtweisen übrig blieb, war eine unerschütterliche Dokumentation von einem "Etwas, das ist". Dieses "Etwas" konnte unmöglich aus dem Leben oder Dasein entfernt werden. Es enthüllte sich als erstes als das "erlebende oder schaffende – Etwas, das ist". Als wir das "Erschaffene" enthüllten, zeigte sich auch dies seiner letzten Analyse nach als ein "Etwas, das ist". Dasselbe galt für das existierende "Schöpfungsvermögen". Auch das erwies sich in seiner höchsten Instanz als ein "Etwas, das ist". So kamen wir hier in unserer Forschung dreimal zu der Schlußanalyse eines "Etwas, das ist". Aber hier müssen wir uns daran erinnern, daß wir nicht drei verschiedene "Etwas, die sind" antrafen, sondern daß wir vielmehr in Wirklichkeit nur ein und dasselbe "Etwas" durch drei verschiedene Analysen erlebten.
      Daß es nicht drei realistische "Etwas, die sind" gibt, haben die beiden letzten der drei Analysen dadurch bestätigt, daß sie jede für sich in ein und derselben Analyse eines "Etwas, das ist" ausmündeten. Wenn sie dies nicht getan hätten und das "Schöpfungsvermögen" und das "Erschaffene" deshalb absolut realistisch gewesen wären, hätten, kosmisch gesehen, drei verschiedene "Etwas" existiert. Aber in diesem Fall hätte überhaupt keine Form von Leben existiert. Das Leben tritt ja eben kraft des illusorischen Hervortretens der beiden letzten "Etwas" (des Schöpfungsvermögens und des Erschaffenen) im Verhältnis zu dem ersten "Etwas" oder zu "Etwas Nr. 1" hervor. Sie sind nur das "Etwas Nr. 1" – durch eine "gefärbte Brille" gesehen. "Etwas Nr. 1" ist also die realistische, klare und ungefärbte Wirklichkeit hinter der farbgebenden "Brille" der Wahrnehmungs-, Schöpfungs- oder Erlebensfähigkeit. Dieses eine hinter allen Illusionen existierende "Etwas" ist das absolut Wirkliche. Alles sonst Existierende ist nur ein "Bild" von diesem "Etwas".


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