Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(289-638) 
 
Erweiterte Suche
   

 

Das "Urbegehren" ist der erste zarte Keim des Lebens oder des Daseins. Eine absolute Schöpfungsfähigkeit (kosmisch gesehen) kann im Weltall nicht existieren. Unsere Schöpfung ist nur eine "Verwandlung von Etwas zu Etwas". Es kann kein "neues Etwas" entstehen  545. Wir wollen nun zum "Urbegehren" zurückkehren. Wie wir schon ausgeführt haben, ist es das Bindeglied zwischen "X1" und "X2". Wir haben gesagt, daß es sich in "X1" hineinverliert und der erste Schleier zwischen dem Forscher und dem Urheber des Lebens ist. Das "Urbegehren" ist der allererste schwache Anfang zur Schaffung eines Bildes des "absoluten Etwas" von sich selbst. Es ist das erste "erschaffene" Ding und wird auf diese Weise zur ersten Illusion. Es ist der allererste zarte Keim des Lebens oder der Bewegung. Und sein Auftreten hier in unseren Analysen hat also eine neue Realität enthüllt: ein "Etwas, mit dem das Etwas Nr. 1 schöpferisch tätig sein oder erleben kann". Wir haben dieses "Etwas" in erster Instanz Wahrnehmungs- oder Schöpfungsvermögen genannt. Da aber die Erlebnisse, wie wir eben gesehen haben, nur in Form von Illusionen wirklich sind, wird die Analyse dieses neu entdeckten "Etwas" als "Wahrnehmungs-" oder "Schöpfungsvermögen" durch diesen Ausdruck nicht ganz korrekt abgedeckt. Eine Fähigkeit, die "Etwas" hervorbringt, das an sich nicht existiert, ist keine realistische "Schöpfungsfähigkeit", eine solche kann im Weltall nicht existieren. Damit eine solche wirklich existieren könnte, müßte sie "Etwas" aus "Nichts" hervorbringen können, d.h. sie müßte ein "Nichts" in ein "Etwas" verwandeln können. Da dies eine physische und geistige Unmöglichkeit ist, kann die Realität, die wir jetzt "Wahrnehmungs-" oder "Schöpfungsfähigkeit" nennen, nur eine Fähigkeit sein, "Etwas" zu "Etwas" umzuschaffen, was in seiner höchsten Instanz besagt: dasselbe zu demselben umzuschaffen.
      Es ist richtig, daß wir dies nicht so auffassen, sondern daß wir jede Form von Schöpfung als identisch mit "Veränderung" bezeichnen. Da aber jede Form von Veränderung mit Begrenzung identisch ist und in Maß, Gewicht, Farbe, Volumen oder ähnlichem ausgedrückt werden kann und da jede dieser Erscheinungen in der Realität illusorisch ist, da sie das "Unbegrenzte" oder die "Unendlichkeit" in sich enthält, wird es hier zu einer offensichtlichen Tatsache, daß unsere "Schöpfung" in absolutem, kosmischem Sinne eine Verwandlung eines "Etwas" zu einem "Etwas" war. Da das absolut existierende "Etwas" das All erfüllt, ist das All alles, was überhaupt existiert, und jede Form der Existenz von etwas anderem ist damit gleich "Nichts", d.h. eine Illusion. Wenn wir unsere Schöpfung als identisch mit "Veränderung" auffassen, bedeutet das also, daß wir unsere Schöpfung als eine "Veränderung" von "Etwas" auffassen. Aber eine "Veränderung" von "Etwas" kann in absolutem Sinn nur eine Verwandlung dieses "Etwas" zu einem "Nichts" sein, was absolut unmöglich ist. Wenn wir trotzdem unsere Schöpfung als eine "Verwandlung" eines "Etwas" zu einem anderen "Etwas" auffassen, wird dieses andere "Etwas" gleich "Nichts" sein, d.h. eine Illusion, da das erste "Etwas" das All erfüllt, alles ist, was existiert, und nur das Existierende sein kann. Es kann kein neues "Etwas" entstehen. Wo sollte es herkommen? "Etwas" kann nicht aus "Nichts" kommen und "Nichts" kann nicht zu "Etwas" werden. Alles, was existiert, hat immer existiert.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.