Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Da unsere Hervorbringung dasselbe ist wie "Etwas, das nicht ist, in Etwas, das nicht ist, zu verwandeln", ist sie eine Illusion | 546. Nun wird man vielleicht einwenden, daß man doch sehr gut eine Illusion in eine andere Illusion verwandeln kann. Ja, das ist ganz richtig. Aber gerade diese Schöpfung haben wir eben analysiert. Aus dieser Schöpfung besteht unser Erleben. Aber eine Illusion in eine andere Illusion zu verwandeln, bedeutet ja, "Etwas, das nicht ist" in "Etwas, das nicht ist" zu verwandeln – was geschieht da? Stehen wir hier nicht vor genau dem, was wir bereits erwähnt haben, nämlich "Etwas" in "Etwas" zu verwandeln, also vor der Hervorbringung einer Illusion? Beide Schöpfungsformen sind gleich unwirklich. Hier wird man vielleicht protestieren und sagen, daß man doch sehr gut "Etwas" schaffen kann, was vorher nicht existiert hat. Ja, man wird vielleicht sogar behaupten, daß die gesamte Entwicklung hierauf beruht und daß die Tatsache, daß man überhaupt etwas "lernen" kann, dasselbe ist, wie "Etwas" zu schaffen, was vorher nicht existierte. Hierauf muß die Antwort lauten, daß dies ganz richtig ist – physisch gesehen. Aber diese "Anschauung" bringt kein "kosmisches Klarsehen" zum Ausdruck, ist keine "kosmische Analyse", d.h. es ist keine Analyse, die in Kontakt mit der Analyse der Ewigkeit oder des "Absoluten" ist. |
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