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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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(289-638) 
 
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Weshalb das Lebewesen Entsetzen vor dem Tod nährt. Das Wesen findet nur in der Hoffnung auf ein ewig fortdauerndes Dasein Frieden  601. Das physische Hervortreten des Lebewesens beruht somit ganz auf einem Zusammenspiel zwischen seiner eigenen "strahlenförmigen" Materie und der der Mikrowesen. Solange dieses Zusammenspiel andauert, ist es sowohl physisch als auch seelisch mit seinen Mikrowesen vereinigt, ja, es tritt, vom physischen Gesichtspunkt aus gesehen, faktisch als eins mit ihnen auf. Und da der gewöhnliche Erdenmensch kein "kosmisches Bewußtsein" hat und dadurch mit dem richtigen Zusammenhang nicht vertraut ist, lebt er in großem Ausmaß in dem Aberglauben, mit seinem physischen Organismus identisch zu sein, und glaubt, selbst jenen Gesetzen unterworfen zu sein, die für diese Erscheinung gelten. Da der Organismus eine erschaffene, zeitliche Erscheinung ist, betrachtet das unwissende Wesen das Schicksal dieses Organismus als sein eigenes. Es glaubt von sich selbst, eine "zeitliche" oder "erschaffene" Erscheinung zu sein. Es meint, ein "sterbliches" Wesen zu sein, und passiert hier die Kulmination seines Daseins, wo es am weitesten von der Erkenntnis der wirklichen Wahrheit entfernt ist. Die Lebensweisheit kulminiert hier in seinem Bewußtsein als "Mystik". Es ist daher nicht verwunderlich, daß die Wesen in diesem Stadium ein wahres Entsetzen vor dem Tod nähren und sich mit aller Kraft an ihren physischen Organismus und ihr physisches Dasein klammern. Daß ein solches Wesen bei dem Gedanken an die Aussicht auf eine solche Ungeheuerlichkeit, wie es das wirkliche Aufhören des Lebens wäre, keinen Frieden finden kann, wird durch den Umstand zur Tatsache, daß es – trotz allem – dennoch in einer unauslöschlichen Hoffnung auf ein fortdauerndes Dasein nach dem "Tode" lebt. Und es ist diese Hoffnung, die der Existenz aller religiösen Bewegungen, Zusammenschlüsse, Sekten und Glaubensgemeinschaften zugrunde liegt, da diese ausschließlich darauf beruhen, die Ideale oder Sehnsüchte zu stimulieren und zu verwirklichen, die diese Hoffnung ausdrücken.


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