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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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(289-638) 
 
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"Gefühls-" und "Intelligenzklima" allein können keine "intellektuelle" Sphäre bilden, sondern müssen die Heimat von "Heulen und Zähneklappern" sein  632. Wir haben hier also zwei große Gedankenklimate gesehen, die ihren Urhebern unmöglich direkt "Intellektualität" geben können. Sowohl das "Intelligenzklima" als auch das "Gefühlsklima" geben ihren Urhebern ein künstliches und unfertiges Bewußtsein oder ein illusorisches Geistesleben. Durch diese beiden Gedankensphären einen Überblick über das Leben oder die Struktur des Weltalls und sein ewiges kosmisches Hervortreten zu bekommen, ist also absolut ausgeschlossen. Aber das bedeutet natürlich nicht, daß diese Klimate nichts Gutes haben. Im Gegenteil, sie sind jede für sich die absolut angemessene Geistes- oder Bewußtseinsnahrung für solche Wesen, die in die Zone des "tötenden Prinzips" der Spirale hineinpassen. Sie können die Befriedigung all der materiellen Begehren bewirken, die die Wesen in dieser Zone haben, wie sie ihnen auch all die Erfahrungen geben können, die notwendig sind, um die Wesen dazu zu bringen, sich nach höheren Sphären mit schönerem Licht und größerer Liebe zu sehnen.
      Und da diese beiden großen Gedankenklimate die mentale Sphäre der Erdenmenschen überschatten und beherrschen, ist es nicht verwunderlich, daß diese Sphäre noch nicht als "intellektuelle" Sphäre betrachtet werden kann, sondern vielmehr eine Zone sein muß, die eben einen Ozean von Aberglauben und Materialismus repräsentiert, eine Himmelssphäre, in der man – wegen der fehlenden Fähigkeit, im Kosmos "Lebensäußerungsfazite" zu sehen – an den Tod statt an das Leben glaubt oder den Tod verehrt, die eine finstere und triste Nachtzone ist, in der die Reaktionen auf die Fehler vielfältig sein müssen, in der die daraus folgenden Enttäuschungen, Schmerzen und Leiden dominieren und diese Sphäre zur Heimat von "Heulen und Zähneklappern" machen müssen.


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