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(289-638) 
 
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Die "Ältesten" der Erdenzone. Die "Welterlöser" sind das "Salz" der Erdenmentalität  636. Wenn dagegen das Wesen nichts in Richtung Krebs oder einer ähnlichen Krankheit erlebt hat, hat es nichts, mit dessen Hilfe es die derzeitige Krankheit eines anderen Wesens in seinem eigenen Bewußtsein lebendig machen kann, und es kann sie daher auch nicht realistisch erfassen oder verstehen. Es wird daher einem solchen Kranken gegenüber als "kalt" oder "gefühllos" erscheinen. Mit anderen Worten, es hat keine Fähigkeit, "Mitleid" zu fühlen. Daß es diese Fähigkeit nicht hat, bedeutet also, daß es außerstande ist, die Leiden anderer Wesen in seinem eigenen Bewußtsein zu spüren oder wahrzunehmen.
      Wir sehen hier also, welch großes Plus es für das Lebewesen ist, Leiden durchgemacht zu haben. Je mehr Leiden das Wesen in früheren Leben erlebt hat, desto größer ist das Erinnerungsquantum, das es (wenn auch unbewußt) mobilisieren kann oder dessen es sich bei jeder Begegnung mit anderen Wesen bedienen kann, die Leiden erleben, oder mit anderen Worten, desto größeres Verständnis hat es für das, was es sieht oder dessen es Zeuge wird. Und je größer das Maß an wirklichem Verständnis für die Leiden ist, derer es Zeuge wird, desto größeres Mitgefühl entsteht im Bewußtsein dieses Wesens gegenüber den Mitwesen, die sich in diesem Leid befinden.
      Aber nicht allein im Bereich des Leidens werden die Erinnerungen als Plus für das Wahrnehmungsvermögen auf zukünftige Leben überführt. Dasselbe Prinzip gilt natürlich auch in allen anderen Erlebnisbereichen und erschafft auch hier Verständnis. Und durch das realistische Verständnis schwindet alle Indignation oder Bitterkeit dahin. Das Wesen wird "tolerant". In demselben Maße, in dem ein Wesen durch seine Erdenleben hindurch auf allen vorkommenden erdenmenschlichen Gebieten oder durch alle Erscheinungen in der Zone des tötenden Prinzips Erlebnisse gesammelt hat, in demselben Maße sammelt es in seinem Bewußtsein Erinnerungsmaterial an. Und je mehr Material das Wesen auf diese Weise in seinem Bewußtsein gesammelt hat, desto mehr Material kann es als Hilfe zum Lebendigmachen oder zum Verstehen dieser Bereiche mobilisieren, wenn es in kommenden neuen Erdenleben mit diesen konfrontiert wird. Und je mehr das Wesen auf diese Weise in seinem Bewußtsein als Hilfe für sein Verstehen der verschiedenen Erscheinungen mobilisieren kann, die es im täglichen Leben antrifft, desto vollkommener wird sein Verhalten diesen gegenüber. Während es in früheren Erdenleben in seinem eigenen Leid verzweifelt und hilflos und den Leiden anderer Wesen gegenüber völlig gefühllos war, bleibt es nun seinen eigenen Leiden gegenüber ganz gelassen und wird gegenüber den Widerwärtigkeiten, die andere erleben, mitfühlend. Während es früher beim Erleben des zu seinem eigenen Auftreten konträren Verhaltens anderer Wesen aufgrund von Unwissenheit (fehlendem Erinnerungsmaterial auf den betreffenden Gebieten) völlig verständnislos war und daher irritiert wurde, zornig und voller Haß gegen diese Wesen war, wird es nun (aufgrund des später erworbenen, aber inzwischen unbewußten Erfahrungsmaterials aus diesen Bereichen) den betreffenden Wesen gegenüber vollauf und wirklich verständnisvoll. Und hiermit fällt die ganze Grundlage für Entrüstung und Zorn weg. Das Wesen wird still, aber hilfreich und beratend, wo es kann. Und das alte Wort, der "Kluge schweigt immer still", bekommt hier eine weise logische Begründung. Es ist ein solches Wesen, das die "linke Wange hinhält, wenn es auf die rechte geschlagen wurde". Es ist ihm klar, daß jedes Wesen, das Unvollkommenheit manifestiert, nicht weiß, was es tut, und daß jede Indignation und Intoleranz einem solchen Wesen gegenüber daher ungerecht und somit sowohl unberechtigt als auch töricht ist.
      Man versteht hier die enorme Bedeutung, die die Erlebnisse der Vergangenheit in der Gestaltung des jetzigen Lebens des Wesens haben, und wie diese Gestaltung für die kommenden neuen Erdenleben des Wesens wiederum Bedeutung bekommt. Und es ist leicht zu erkennen, daß Wesen mit übermäßigem Erinnerungsmaterial aus Leidensbereichen früherer Erdenleben in ihrem Bewußtsein und Auftreten ihres jetzigen Erdenlebens ganz anders geartet sein müssen als solche Wesen, die erst relativ wenig Erinnerungsmaterial aus früheren Leben haben. Und diese erstgenannten Wesen sind denn hier auch als die "Ältesten" der Erdenzone zu bezeichnen, obwohl diese ihre Identität natürlich ganz unabhängig von ihrem jetzigen physischen Alter ist. Die höchsten dieser erfahrungsreichen Wesen nennen wir "Weise", wahre "Propheten" und "Welterlöser". Diese letztgenannten Wesen sind das "Salz" der Erdenmentalität und befreien die Menschheit aus Verdammnis oder Verderben, nachdem diese nach und nach die Leidenszone ausgelebt hat und nach der Lösung des Lebensmysteriums, nach Frieden und Harmonie ruft. Es sind die "Welterlöser", die die Menschen zu der höchsten Kultur hinführen, die sich mehr und mehr auf Geist und Intellektualität gründet.


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