Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| "Subjekt" und "Prädikat" in der Zahlensprache | 1013. Wie gesagt muss es ein Subjekt und ein Prädikat geben, um einen Satz zu bilden oder einen Sinn auszudrücken, z.B. "ich denke". Ein Satz kann also nicht aus weniger als zwei Wörtern aufgebaut werden. Dasselbe gilt für die Zahlensprache. Auch dort müssen wenigstens zwei Zahlen vorhanden sein, um einen vollkommenen Sinn auszudrücken. Der kleinste Satz, den wir mit Zahlen schreiben können, sieht daher so aus: "0 1". Hier ist die Null das "Subjekt", während die Eins das "Prädikat" ist. Es ist richtig, dass man in der Alltagssprache die Null weglässt und nur die Eins schreibt, aber dadurch wird der Zahlensatz in Wirklichkeit sinnlos. Das ist dasselbe, als ob man das Wort "ich" in dem Satz "ich schreibe" weglässt. Da das Wort "schreibe" eine Schöpfung ausdrückt, wissen wir, dass ein "Schöpfer" existieren muss, und stellen deshalb einen Ausdruck für diesen "Schöpfer" vor das Wort "schreibe". Wenn wir diesen "Schöpfer" nicht kennen, müssen wir, wie bereits aufgezeigt, das X vor das Wort "schreibe" stellen. Da die Zahl eins die Aufgabe hat, den Kontrast oder Gegensatz zur Unendlichkeit auszudrücken, ist die Zahl an sich, ohne die Verbindung mit dem Ausdruck für diese Unendlichkeit, sinnlos. Wenn nur das "Begrenzte" oder "Endliche" existierte, wäre es nicht notwendig, dieses "Begrenzte" hervorzuheben. Da aber die "Unendlichkeit" eine ebenso wesentliche Tatsache ist wie das "Begrenzte", muss es auch eine Bezeichnung geben, mit der man diese Tatsache ausdrücken kann. Und diese Bezeichnung ist innerhalb der Zahlensprache eben ausschließlich die Zahl "Null". |
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