Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Siehe das Symbol Nr. 10 im neuen Fenster. |
| Die eigentliche Symbolerklärung. Die Winter-, Frühjahrs-, Sommer- und Herbstzone des Spiralkreislaufs. Die vier Jahreszeiten sind in allen Kreisläufen vorhanden |
642. Auf dem Symbol findet der Leser diese sechs Zonen der Spirale, jede einzelne mit der speziellen Farbe der Grundenergie dargestellt, die in der Zone kulminiert.
Wir finden hier auf dem Symbol – das von links nach rechts zu sehen ist – also das Pflanzenreich, das Tierreich, das Menschenreich, das Weisheitsreich, die göttliche Welt und das Seligkeitsreich wieder.
Diese Zonen oder Abschnitte bilden die Hauptabschnitte der Spirale.
Wie das Bild zeigt, sind die genannten Abschnitte nur oben und unten mit der Grundenergiefarbe ausgefüllt, während zwischen diesen beiden kolorierten Bereichen einige andere Figuren gezeigt werden. Wir sehen also ein schwarzes Feld, das im Tierreich kulminiert, anschließend bis zur geringsten Entfaltung in der göttlichen Welt abnimmt, wonach es dann wiederum zunimmt, um in einem neuen Schwere- oder Tierreich zu kulminieren usw. Diese schwarze Figur steht für die Finsternis der Spirale und bildet damit den Kontrast zum Licht der Spirale, mit dessen Hilfe die Lebewesen imstande bleiben, das Leben zu erleben. Als Ausdruck für dieses Licht der Spirale sehen wir auf dem Symbol eine weiße Figur, deren Kulmination oder höchste Entfaltung in der göttlichen Welt liegt, wonach sie abnimmt und ihre geringste Entfaltung im Tierreich erreicht. Danach nimmt sie wieder zu und erreicht ihre Kulmination in einem neuen Intuitionsreich oder Abschnitt der göttlichen Welt und so fort. Wenn ein Wesen eine Kulmination der Finsternis und eine Kulmination des Lichts erlebt hat, hat es die sechs Grundabschnitte oder Reiche einer Spirale passiert. Wenn wir das Instinkt- oder Pflanzenreich als Nummer 1 in der Spirale bezeichnet haben, dann deshalb, weil das physische Tagesbewusstsein in Form des "Ahnungsvermögens" hier seinen allerersten zarten Anfang nimmt. Das schwarze und das weiße Feld auf dem Bild stehen wie gesagt für die beiden Kontraste der Spirale, die sich als "Einwicklung" bzw. "Entwicklung" auswirken und die im Bewusstsein als "Primitivität" bzw. "Intellektualität" kulminieren. Dieses schwarze und dieses weiße Feld zeigen uns, dass Licht und Finsternis in jeder der sechs Zonen der Spirale vorkommen und dass diese beiden Kontraste alle sechs Zonen hindurch ihre rhythmische Entfaltung haben und abwechselnd das führende Prinzip der Spirale im Lebenserleben des Lebewesens sind. Dieses Lebenserleben wird, wie die Leser wissen, von den beiden Kontrasten vollständig geprägt. Befinden sich die Wesen im Tierreich, so ist der Finsterniskontrast das kulminierende Lebenserleben. Befinden sie sich demgegenüber in der göttlichen Welt, so ist der Lichtkontrast der kulminierende Faktor im Erleben des Lebens. Nach der Kulmination der Finsternis, d.h. in den Zonen des Menschenreichs und des Weisheitsreichs, ist das Begehren oder der Hunger nach dem Lichtdasein der herrschende Faktor, während nach der Kulmination des Lichts, d.h. in den Zonen des Seligkeitsreichs und des Pflanzenreichs, der Hunger nach dem Finsterniszustand zum herrschenden Faktor wird. Das gesamte Lebenserleben der Lebewesen durch die sich fortsetzende Kette von Spiralen hindurch wird auf diese Weise als eine sich ewig fortsetzende rhythmische Bewegung geformt. Das ist wie ein ewig andauerndes Atmen. Wir haben diese Rhythmen denn auch "kosmisches Atmen" genannt (siehe Stücke 610 und 614). In der Kulmination der Finsternis links, d.h. im Tierreich, sehen wir auf dem Symbol zwei strahlenförmige Figuren. Die untere Figur ist gelb, die obere grün. Dies soll zum Ausdruck bringen, dass einige der Wesen in dieser Anfangszone des Erdenmenschen in besonderem Grad gefühlsbetont sind, während andere intelligenzbetont sind. Rechts davon, am Anfang des nächsten Reiches, sehen wir, wie sich die beiden Figuren gegenseitig überschatten. Dieses überschattete Feld wird also zu einer Mischung der Farben für Gefühl und Intelligenz und soll zum Ausdruck bringen, dass sich das Bewusstsein der Wesen hier in einem harmonischen Gleichgewicht zwischen Gefühl und Intelligenz befindet, wodurch die Intuition Eingang in das Bewusstsein findet und das kosmische Bewusstsein entsteht. Diese drei kolorierten Felder stehen somit für die beschriebenen drei Gedankenklimate: "Intelligenzklima" (grün), "Gefühlsklima" (gelb) und "Intellektualklima" (gelbgrün) (siehe Stücke 627, 630 und 637). Das kosmische Bewusstsein haben wir auf dem Symbol wiederum durch die unterste Figur dargestellt. Dessen Domäne tritt zwischen den beiden punktierten Linien auf, die quer zur Figur verlaufen. Wie man sieht, ist das kosmische Bewusstsein in allen Zonen der Spirale außer im Tierreich vorhanden. Dort liegt es völlig außerhalb des Tagesbewusstseins des Wesens. Und daher ist das Wesen in seinem tierisch-physischen Zustand "kosmisch bewusstlos". Hier ist es am weitesten von der Gottheit entfernt, entfernt von seinem eigenen Wissen über seine Unsterblichkeit und seine hohe Identität als Gottes Sohn. Daher wird diese Zone zur wahren Heimat der Finsternis, d.h. der Unwissenheit und der Leiden, ja, sie ist die wahre Nacht der Spirale oder des "kosmischen 24-Stunden-Tages". Aber nach der Nacht kommt dank des Spiralkreislaufs der sonnenhelle Tag. Wir sehen also auf dem Symbol,dass das kosmische Bewusstsein, in Form der genannten Figur dargestellt, von dieser finsteren Nachtzone des Lebens ausgehend bis zu einer Kulmination zunimmt, die zu den allerhöchsten Zinnen jeglichen Bewusstseinslebens wird. Diese Zinnen sind der Gottheit eigener Aussichtspunkt. Jede Wahrnehmung oder Schöpfung ist hier die Kulmination des Lebens selbst. Wie die Figur zeigt, findet diese Kulmination in der "göttlichen Welt" statt, um dann wieder – durch die Sättigung der Wesen vom Licht und den dadurch entstandenen Hunger nach dem Gegensatz – in Richtung einer in Form eines neuen Abschnitts im Tierreich vorhandenen "kosmischen Nacht" abzunehmen. Der Spiralkreislauf teilt also die Ewigkeit in eine Art "kosmischen 24-Stunden-Tag" ein. Diese "24-Stunden-Tage" haben wir hier im "Livets Bog" als "24-Stunden-Tage der Spirale" bezeichnet (siehe Stücke 37 und 45). Wie aus den genannten Stücken oder Abschnitten hervorgeht, können diese "24-Stunden-Tage der Spirale" ebenfalls zu Recht in "kosmische Stunden", "Minuten" und "Sekunden" eingeteilt werden. Und genauso wie die rein physischen 24-Stunden-Tage Glieder in größeren Kreisläufen sind, die wir Jahr nennen, genauso treten die "24-Stunden-Tage der Spirale" als Glieder in größeren Kreisläufen auf, die wir "Jahr" nennen können. Diese "Spiraljahre" haben im Prinzip auch ihre "Jahreszeiten". Auf dem Symbol wird das mittels der mit farbigen Schrägstreifen gezeichneten Figur symbolisiert. Mit zwei waagerechten Strichen ist diese Figur in drei durchgehende waagerechte Felder unterteilt. Mit Hilfe der senkrechten Striche ist die Figur in mehrere verschieden kolorierte Abschnitte unterteilt. Wir sehen also einen dieser Abschnitte als grau-weiß gestreiftes Feld. Das erstreckt sich von der Linie mit dem schwarzen Kreis bis zur Linie mit dem schwarz-weißen Kreis. Dies bezeichnet die Jahreszeit, die wir "Winter" nennen. Das nächste Feld, d.h. das, das sich von der schwarz-weißen bis zur weißen Kreisfigur erstreckt und mit den grün-weißen Schrägstreifen koloriert ist, symbolisiert die Jahreszeit "Frühjahr". Von der weißen Kreisfigur weiter zur weiß-schwarzen Kreisfigur sehen wir den Abschnitt, der mit der ganzen Farbskala koloriert ist. Dieser Abschnitt symbolisiert die Jahreszeit "Sommer", während der mit rotbraun-weißen Schrägstreifen kolorierte Abschnitt, der sich von der weiß-schwarzen bis zur schwarzen Kreisfigur erstreckt, die Jahreszeit "Herbst" bezeichnet. Diese vier Jahreszeiten sind in Wirklichkeit nur vier prinzipielle Zustände, die wieder in irgendeinem Kreislauf verlaufen. Ein Kreislauf ist ja dasselbe wie ein Energiegebiet, in dem zwei ebenbürtige Gegensätze wechselweise jeweils zu gleichwertiger Entfaltung, Kulmination und gegenseitiger Beherrschung gelangen. Folglich entsteht für jeden dieser Gegensätze ein Abschnitt im Kreislauf, in dem er kulminiert, und ebenso ein Abschnitt, in dem er eine geringste Entfaltung aufweist. Dies wird auf dem Symbol durch die weiße und die schwarze Kreisfigur gezeigt. Es sind diese beiden Kulminationen, die wir im Kreislauf des physischen Jahres "Sonnenwende" nennen. Es kommen also zwei Kontraste in jedem Kreislauf vor und folglich auch zwei "Sonnenwenden". Im Kreislauf des physischen Jahres, in dem die beiden Kontraste "Sommer" und "Winter" (oder näher bezeichnet Wärme und Kälte) ausmachen, nennen wir die entsprechenden "Sonnenwenden" "Sommersonnenwende" bzw. "Wintersonnenwende". Aber diese beiden Kontraste müssen, wie aus dem Symbol hervorgeht, an einem Punkt in der Mitte zwischen diesen beiden äußersten Punkten notwendigerweise einander ebenbürtig sein. Und diesen Punkt oder dieses Stadium nennen wir im Kreislauf des physischen Jahres "Tagundnachtgleiche". Dort, wo der Winter oder der dunkle Kontrast so weit abgenommen und der Sommer oder der lichte Kontrast so weit zugenommen hat, dass beide ebenbürtig oder gleichgewichtig geworden sind, bezeichnen wir dieses Stadium mit dem Begriff "Frühjahrs-Tagundnachtgleiche". Dort, wo das Umgekehrte der Fall ist, wo also der lichte Kontrast oder der Sommer so weit abgenommen und der dunkle Kontrast oder der Winter so weit zugenommen hat, dass sie den Gleichgewichts- oder Ebenbürtigkeitspunkt passieren, nennen wir dies "Herbst-Tagundnachtgleiche". Beide "Tagundnachtgleichen" werden auf dem Symbol durch die beiden schwarz-weißen Kreisfiguren markiert. Wie aus dem Symbol hervorgeht, besteht die Spirale mit ihren sechs Grundenergien in Wirklichkeit aus einem großen "Winter" und "Sommer" und bringt damit ein Prinzip zum Ausdruck, das analog dem physischen Jahr ist. Dasselbe wiederholt sich in den gewöhnlichen 24 Stunden des Tages. Hier haben wir ebenfalls den Kreislauf mit seinem "Sommer-" und "Winterprinzip", mit "Frühjahr" und "Herbst", genauso wie wir das auch im Kreislauf unseres eigenen physischen Erdenlebens antreffen. Wie das Symbol zum Ausdruck bringt, tritt die "Wintersonnenwende" des Spiralkreislaufs in der eigentlichen Kulmination des Tierreichs auf, während sich seine "Frühjahrs-Tagundnachtgleiche" auf der Grenze zwischen dem "wahren Menschenreich" und dem "Weisheitsreich" befindet. Das heißt also, dass sich die Winterzone des Spiralkreislaufs vom Tierreich durch das "wahre Menschenreich" bis zur Grenze zum "Weisheitsreich" erstreckt. Da sich der Erdenmensch noch im Tierreich befindet, liegt also seine Heimat in der Winterzone der Spirale oder in der Kulmination der Finsternis. Es ist nicht verwunderlich, dass das Leben hier mit seinen Kriegen, Verstümmelungen und unglücklichen Schicksalen als "Hölle" oder Todesregionen bezeichnet wurde. Das leuchtende Aufblühen des wirklichen Lebens kann hier nicht stattfinden. Hier existieren nur unfruchtbare und öde, verkrüppelte Lebensbedingungen des Winters. Die Wesen hier leben im Verhältnis zum wirklichen Leben in der Eiswüste der Polarnacht. Dass die Zonen dieses höchsten wirklichen Lebens verschwenderisch sein müssen, kann nicht bestritten werden, wenn man sieht, dass das "wahre Menschenreich" selbst –welches seine Heimat auf wunderbaren, schönen, höheren und von mehreren Sonnen verschiedener Farben gleichzeitig beleuchteten Planeten oder Welten hat, wo man z.B. seit Jahrtausenden niemals einen Schuss oder einen tödlichen Anschlag gegen ein Lebewesen ausgelöst hat und während eines ebenso langen Zeitraums auch niemals Fleisch oder grobe animalische Nahrung gegessen hat, ja nicht einmal den Genuss grober vegetarischer Nahrung wie z.B. Wurzeln, Blätter oder Stiele kennt, wo man statt dessen durch die Ernte der Erde reichlich mit dem herrlichsten Fruchtfleisch und den edelsten Säften beschenkt wird und wo zugleich das "tötende Prinzip" auf fast jede Weise von den Gebieten der Kontinente entfernt wurde, deren Bewohner dafür als Genies eine Atmosphäre von Kunst, Liebe und Freude erschaffen –, dass also dieses Menschenreich nur als schwache beginnende Frühjahrstendenz des wirklichen Lebens zu betrachten ist. Wie muss das Leben dann erst in den noch höher liegenden göttlichen Sphären sein? Von der "Frühjahrs-Tagundnachtgleiche" und weiter zur "Sommersonnenwende" haben wir das "Frühjahr" des Spiralkreislaufs. Das Frühjahr besteht aus dem "Weisheitsreich" und der ersten Hälfte der "göttlichen Welt". Die kosmischen Lebensformen, die sich hier entfalten, liegen in großer Fülle ebenso hoch über den Lebensformen, die wir gerade berührt haben, wie das physische Frühjahr über der frostig kalten Einöde des Winters liegt. Hier haben die schweren physischen Daseinsformen schon begonnen, zu ihrem Ende zu kommen, und die Inkarnationen oder Wiedergeburten der Wesen gehen jetzt nur noch in Gedankenmaterien vor sich. Die Körper der Wesen beginnen hier, nur noch Stimmungen und Gefühle zu sein. Die "direkte" Kommunikation zwischen den Wesen beginnt hier, allgemeingültig zu werden und die primitive und beschwerliche "indirekte" Kommunikationsmethode durch "Sprache", "Rede" und "Schreiben", von der die Wesen bis dahin abhängig waren, abzulösen. Hier werden die kleinsten Wünsche der Wesen materiell in einer solchen Strahlenflut und Kraft sichtbar, wie diese Wesen künstlerische Genialität, Denkfähigkeit und Phantasie zur Verfügung haben, um ihre Wünsche auszugestalten. Es ist aber nicht allein die geniale Schöpferkraft in rein künstlerischem, gefühlsmäßigem Kolorit, die sich hier stark entwickelt; wir sind hier zugleich auch in der Heimatzone der Intelligenz, in der daher alle Formen intelligenzmäßiger Manifestationen kulminieren. In den leuchtenden und strahlenden Materien sehen wir das hervorbrechende Leben dieser kosmischen Frühjahrszone wie eine strahlende Offenbarung dessen, was durch das allerhöchste intelligenzmäßige Können der Wesen manifestiert werden kann. Das, was die Ebene in besonderem Grade dominiert, sind die Analysen des Weltalls, aber nicht zu Papier gebracht oder in Form von Büchern, die auf Bücherborden oder Regalen in Bibliotheksräumen stehen, sondern vielmehr als plastisch hervortretende, kolorierte Wirklichkeitsfiguren, aufrechterhalten in göttlichen Materien auf den Willen ihres Urhebers oder das Gebot seines Wunsches hin. Auf dieselbe Weise sieht man Modelle kommender Erfindungen in physischen Welten in lebendiger Funktion hervortreten. Ja, wir stehen vor einem Ozean von Modellen technischer und mechanischer Apparate, Maschinen, Beförderungsmittel, Baukomplexe, Fabrikanlagen, Hafenanlagen usw. Des Weiteren werden Dinge wie Kleider, Schuhe, Hüte, Möbel, Schmuck u.a. repräsentiert. Und das ist sogar nur der niedrigste Grad der Intelligenzoffenbarung dieser Zone. In den höheren Graden sieht man Modelle nicht nur kommender Kulturen und Gesellschaften von Wesen, sondern man sieht auch geradezu Modelle kommender neuer Arten von Wesen, neue Tier- und Menschentypen von bisher ungeahnten Erscheinungen, neue Pflanzenformen, alles zusammen Realitäten, die später in Funktion genommen werden und in Fleisch und Blut in physischen Welten lebendig gemacht werden. Ja, hier wimmelt es von Funktionen und Geschäftigkeit, aber alles ist Genialität, alles ist lebendig, alles ist vollkommen. Wir befinden uns hier im "Konstruktionsbüro" oder in der "Modellwerkstatt" der Gottheit. Hier finden sich die ersten Samen oder Keime aller kommender Offenbarungen, Keime, die später hervorwachsen und kommende Planeten und Welten fruchtbar machen und bevölkern werden, die das Leben in ungeahnten Zeiträumen in die Zukunft, in die Ewigkeit hinein verschönern und verherrlichen werden. Wir befinden uns hier im absolut höchsten "Frühjahr" des Lebens. Von der "Sommersonnenwende" weiter zur "Tagundnachtgleiche" sehen wir auf dem Symbol einen Abschnitt, der mit allen Grundfarben der Farbskala koloriert ist. Dieser Abschnitt soll die Jahreszeit symbolisieren, die wir "Sommer" nennen. Im Spiralkreislauf erstreckt sich dieser Abschnitt von der eigentlichen Kulmination der "göttlichen Welt" in das "Seligkeitsreich" hinein bis zur Grenze zwischen diesem und dem "Instinkt-" oder "Pflanzenreich", das ja die erste Zone der neuen Spirale oder eines neuen Kreislaufs ist. Dass das Sommerprinzip hier im höchsten Kreislauf zu einer Manifestation oder Entfaltung kommt, die alles übertrifft, was sich in physischer Materie überhaupt denken, erfassen oder wahrnehmen lässt, ist eine Selbstverständlichkeit. Aber so viel lässt sich doch festhalten, nämlich dass wir uns in der eigentlichen Kulmination des Erlebens des Lebens befinden. Das bedeutet wiederum, dass die Vollkommenheit, die Harmonie, die Schöpfung und das Erleben, die hier zur Entfaltung kommen, auf absolut keine Weise übertrumpft werden können. Wir befinden uns hier auf den allerhöchsten Zinnen des Lebens selbst. Hier gibt es kein "Darüber". Wir befinden uns im allerhöchsten Terrain. Alles, was nicht zu dieser Zone gehört, kann seinen Platz also nur im "Darunter" haben. Wir sind in einer Sphäre von so hohem bewusstseinsmäßigem Rang, dass wir uns an der Grenze dessen befinden, was überhaupt an Vollkommenheit, Harmonie, Genialität und Schöpferkraft gewünscht werden kann. In der Mentalität der Wesen hier können somit absolut keine Wünsche entstehen, die höher liegen. Jeder Wunsch muss daher, wenn er der Sphäre nicht angehört, von einer niedrigeren Natur sein, muss etwas sein, das nur auf einer primitiveren Ebene erfüllt werden kann. Es ist daher hier im Sommer der Spirale ebenso unmöglich, in Mentalität und Erleben höher zu kommen, wie es unmöglich ist, im Kreislauf des physischen Jahres zu einer höheren Kulmination oder einem höheren Aufblühen des Lebens zu kommen, als zu der Kulmination, die genau im Sommer dieses Kreislaufs stattfindet. Kein Leben kann höher kommen als bis zur Sommerentfaltung. Genau wie die physische Sommerentfaltung getragen wird von einem harmonischen Zusammenspiel zwischen Sonnenwärme und Winterkälte, genauso wird auch der Sommer der kosmischen Spirale von einem harmonischen Zusammenspiel zwischen den beiden großen Kontrasten von Licht und Finsternis im eigentlichen Bewusstseinsleben oder in der Mentalität getragen. Dieses Zusammenspiel ist der kulminierende physische Blumenflor und die Farbenpracht des Sommers, die in intellektuelles Können überführt sind. Die Atmosphäre dieser Wesen ist die Mystik der Silhouette von Bäumen, Hausdächern, Türmen und Kirchturmspitzen gegen den klaren Himmel der hellen Sommernacht. Die Offenbarung ihrer Wesen ist der sonnenhelle Meeresblick der Sommertage an weißen Stränden. Sie ist die frische reine Luft des anbrechenden Sommertages mit dem Spiel der Tauperlen, die auf Blumen, Blättern und Zweigen glitzern. Sie ist das Spiel der flimmernden Sonnenwärme mit den Konturen des Horizontes zur Mittagszeit eines heißen Sommertages. Sie ist der glühende Abendhimmel der goldenen Sommersonne draußen über dem Meer. Und sie ist der Glanz des silbernen Mondes über der See zur Mitternachtsstunde einer stillen Sommernacht. Alles, was am Sommer liebkosend, leuchtend, wärmend und stärkend ist, symbolisiert oder ist dem Prinzip nach damit identisch, wie die "göttliche Welt" das Lebewesen umarmt. Ihr Licht ist mentale Kulmination. Diese Kulmination ist Liebe. Liebe ist somit die goldene Sommersonne der Mentalität. Der physische Sommer ist ein strahlender Widerschein des Glanzes dieses überirdischen Reiches. Er ist die Kulmination des Eindringens von Gottes Atmosphäre in die physische Ebene. Der Sommer ist "Gottes Geist, der über dem Wasser schwebt". Er ist Gottes Nähe in der Natur, in der Mentalität und in der Schöpfung. Aber nach einer Kulmination oder höchsten Entfaltung kommt eine Entspannung. Nach einer so ausgedehnten Erfüllung aller höheren Wünsche und Begehren ist eine dementsprechende Sättigung unumgänglich. Die starke äußere Entfaltung beginnt jetzt abzunehmen, beginnt zu "welken". Der "Herbst" des Spiralkreislaufs beginnt, sich zu zeigen. Auf dem Symbol wird diese Zone durch den Abschnitt mit den rotbraun-weißen Schrägstreifen gekennzeichnet und erstreckt sich von der "Herbst-Tagundnachtgleiche" bis zur "Wintersonnenwende". Das bedeutet, dass er sich, wie das Symbol zeigt, vom Beginn des "Instinktreiches" bis zur Kulmination des "Schwerereiches" erstreckt. Diese Kulmination ist dasselbe wie die "Wintersonnenwende". Die tragenden Bewusstseinsfaktoren in dieser Zone bestehen hier, genau wie in den vorangegangenen kosmischen "Jahreszeiten", in großem Ausmaß aus der Grundenergie der vorhergehenden Zone, was in diesem Fall die "Gedächtnisenergie" ist. Mit dem Eintreten der großen Sättigung beginnt das Wesen, das Interesse an der gleichzeitig bestehenden äußeren Welt zu verlieren, und es sucht den Kontrast zu ihr. Aber einen solchen Kontrast kann das Wesen, rein äußerlich gesehen, absolut nicht finden, solange es sich in der "göttlichen Welt" befindet. Der einzige Ausweg, den es daher hat, um einen solchen Kontrast finden und erleben zu können, besteht in seiner "Gedächtnisfähigkeit". Durch sie kann es eine Verbindung zu den Erinnerungen aus seinem früheren Erleben der tierischen Zone des Spiralkreislaufs herstellen. Wie wir aus früheren Beschreibungen im "Livets Bog" wissen, sind diese Erinnerungserlebnisse keine äußerlich existierende tötende Wirklichkeit, sondern sie treten hier in einem schönen, gereinigten Zustand auf, nach dem wir sie als "Goldkopien" bezeichnet haben. Da sie aber Details aus einem früheren Teil des Spiralkreislaufs sind und daher hier in der "göttlichen Welt" nur als Erinnerungen oder "Goldkopien" existieren können, stellen sie somit in der genannten Welt ein "inneres Erleben" dar. Da aber das Wesen, je mehr es von der Harmonie und Vollkommenheit der "göttlichen Welt" gesättigt ist, sich immer mehr nach dem Kontrast zu diesem seinem "äußeren Erleben" sehnt, muss es also in entsprechend steigendem Grad innen in seiner Erinnerungswelt suchen. Aber je mehr es sich nach innen auf diese seine "innere Welt" konzentriert, desto stiller und inaktiver wird seine äußerlich sichtbare Manifestation oder sein Hervortreten. Und es ist dieses abnehmende Interesse an der "äußeren Welt", das sich aus diesem äußeren Blickwinkel gesehen zwangsläufig wie "sterbend" ausnimmt. Diese Drehung der Mentalität von der "äußeren" zur "inneren Welt" ist das, was wir als "welken" bezeichnen. Und genau diese Drehung erleben wir bei jeder Ernte draußen in der Natur. Sie findet nämlich in großem Ausmaß im Pflanzenreich statt. Wenn wir sehen, dass Laub und Blätter im Herbst welken, dann bedeutet das in Wirklichkeit, dass die betreffenden Bäume oder Pflanzen das Bewusstsein von der äußeren physischen Welt nach innen zu ihrer "inneren Welt" hin drehen. Wir bekommen hier ein existierendes höheres, geistiges oder kosmisches Prinzip in einer rein physisch sichtbaren Form wiederholt. Das, was wir "Herbst" nennen, ist somit ein Stadium im Kreislauf oder ein kosmisches Prinzip, das sich wie die anderen "Jahreszeiten" in allen existierenden Formen von Erleben des Lebens wiederholt. Dieses "nach innen gewandte" Dasein, in dem das Wesen immer mehr innerhalb seiner eigenen Erinnerungen lebt, ist auch ein üppiges, leuchtendes Dasein, obwohl es sich nach außen hin als eine "Welt" der Stille oder des "Todes" zeigt. Wie wir oben erwähnt haben, treten diese Erinnerungen in "Goldkopien" hervor, was also bedeutet, dass diese früheren Erlebnisse – die im Verhältnis zum jetzigen Stadium des Wesens im Kreislauf alle primitiv sind – nun in einem strahlenden Licht als die notwendigen Glieder im Kreislauf, die sie sind, gesehen werden und die dessen vollkommene Existenz und damit die Möglichkeit zu allem Erleben des Lebens absolut bedingen. Eine solche Ansicht der früheren Erlebnisse unterscheidet sich somit von der ursprünglichen dadurch, dass – während diese ursprüngliche rein physisch oder illusorisch war und Ereignisse als "unglücklich", als "ungerecht", als "Strafe" wütender Götter oder einer wütenden Vorsehung, als "Tod" oder Auslöschung des Lebens, als "Hölle" oder ähnliches bezeichnete – die "goldkopierte" Ansicht dasselbe ist, wie die Dinge mit kosmischem Klarsehen als in einem verstärkten Genuss hervortretend zu sehen, da das Wesen vom Kontrast der "goldkopierten" Ansicht übermäßig gesättigt ist. Die "Goldkopien" sind somit die vorläufige Zufriedenstellung eines beginnenden Hungers nach dem Gegensatz zur verschwenderischen Vollkommenheit der göttlichen Welt, von der das betreffende Wesen gesättigt ist. Das Wesen betrachtet die "Goldkopien", wie ein hungerndes Wesen sein Leibgericht betrachtet. Eine "Goldkopie" ist das, dass ein hungerndes Wesen mit kosmischem Klarsehen eine Erinnerung sieht, die eine Manifestationsart zum Ausdruck bringt, welche allein den am stärksten hervortretenden mentalen Hunger des genannten Wesens zufrieden stellen kann. Dass eine solche Ansicht verlockender oder willkommener wirkt als eine Ansicht der Dinge, von der dieses Wesen vorher schon bis zum Übermaß gesättigt war, ist eine Selbstverständlichkeit. Da das Wesen nach seiner kulminierenden Sättigung von der verschwenderisch strahlenden Genialität in Schönheit, Kunst und Vollkommenheit der "göttlichen Welt" seinen Blick auf seine eigene frühere, äußere, physische Welt richtet, die hier in diesem Teil des Spiralkreislaufs, in dem sich das Wesen jetzt befindet, nur als seine Erinnerungswelt, d.h. eine "innere Welt", existieren kann, tritt diese "innere Welt", aufgrund des Hungers des Wesens, hier in einem verschwenderisch verstärkten Genuss hervor. Diesen verstärkten Genuss am Lebenserleben nennen wir "Seligkeit". "Seligkeit" ist also dasselbe wie das Erleben von "Goldkopien". Und der Teil des Spiralkreislaufs, in dem das tägliche Dasein des Wesens von diesem Erleben getragen wird, kennen wir hier im "Livets Bog" als "Seligkeitsreich". Aber das Wesen kann nicht auf Dauer Zufriedenheit in der Erinnerungswelt finden. Das, was einmal erlebt wurde, ist dann schnell ausgelebt. Aber dieses Ausleben erschafft Leben und Entwicklung in den Talentkernen, die das Wesen aus der vorigen Spirale hat, in welcher die Erlebnisse, die nun "Goldkopien" sind, entstanden sind, d.h. also aus dem Pflanzen- und Tierreich dieser Spirale. Und mit diesem Leben oder Wachstum in den Talentkernen beginnen die Bewusstseinsenergien des Wesens nach außen zu strahlen. Die Wirkungen seines Hungers und Begehrens beginnen, in der "äußeren Welt" in Erscheinung zu treten, die nach und nach während des nach innen gewandten Bewusstseinszustandes des Individuums zu einer "welkenden", "öden" und "sterbenden Zone" geworden ist. Wie auf dem Symbol gezeigt, sind es diese sichtbaren Wirkungen, die im genannten kosmischen Kreislauf das "Instinktreich" und die erste Hälfte des "Schwerereiches" ausmachen, die wiederum dasselbe sind wie "Pflanzenreich" bzw. "Tierreich". Diese Formen von Bewusstseinsmanifestation sind, im Verhältnis zu den Manifestationen der "göttlichen Welt", nur mit den Erscheinungen des "Mineralreiches" im Kreislauf des Jahres zu vergleichen. Die hervortretendsten genialen Formen von tötender Aktivität des "Tierreiches" und damit des Erdenmenschen sind im Verhältnis zu jenen Formen von Manifestation oder Schöpfung von Leben, die in der "göttlichen Welt" vorkommen, nur als das Wachstum des Bergkristalls oder die Bildung von Eisblumen an unseren Fenstern anzusehen. Der nächste Abschnitt ist daher im kosmischen Kreislauf als erste schwache Anfangstendenz des Herbstes in Form von Knospen und Vorbereitungen auf das neue Frühjahr später im Kreislauf zu betrachten. Aber solange die Manifestationen der "göttlichen Welt" in der Mentalität des Wesens noch nicht ganz verwelkt sind, hat es noch etwas vom Licht und Farbenglanz dieser Welt um sich. Es sind die letzten Reste oder sterbenden Spuren dieser "göttlichen Welt", die der Zone das Gepräge des "Herbstes" im kosmischen Kreislauf geben, auf dieselbe Weise, wie die welkenden Blumen, das welkende Laub und die Spätsommerblumen das Kolorit des Herbstes im Kreislauf des physischen Jahres sind. Aber wenn die Spuren aus dieser vormals so strahlenden Welt nicht mehr das Bewusstsein des Wesens dominieren, bleibt nichts anderes im Bewusstsein des Wesens zurück als die o.g. beginnenden, sehr schwachen Keime und elementaren "Frühjahrsvorbereitungen". Und der Herbst existiert nicht mehr. Aber da diese zarte Welt der Keime erst eine sehr geringe äußere Schöpfungs- und Manifestationskraft hat, haben wir hier den unfruchtbaren und öden Abschnitt in der Spirale, den wir "Winter" nennen. "Winter" ist also ein Abschnitt im Kreislauf, in dem der allererste elementare Anfang zu äußerer Manifestation das Dasein beherrscht. Im Kreislauf des physischen Jahres ist diese Elementarmanifestation am besten in Form von Kälte-, Eis- und Schneemanifestationen bekannt, die wiederum den fortgeschrittenen Ausdrucksformen des Mineralreiches entsprechen. Im kosmischen Kreislauf ist diese Kälteregion dasselbe wie die Zone der Erdenmenschen und das "wahre Menschenreich". Die Aktivität, die von diesen Zonen ausgelöst wird, ist also im kosmischen Kreislauf nichts anderes als jene Aktivität, die zwischen Sonnenwende und Frühjahrs-Tagundnachtgleiche im Kreislauf des physischen Jahres stattfindet; d.h. die Aktivität, die sich von Frost und Kälte bis zu den ersten sprießenden Schneeglöckchen oder anderen frühen Frühjahrsblumen, die durch den Schnee ragen, erstreckt. Wir sind hier also wieder zurück im "Winterabschnitt" des Spiralkreislaufs. Wir haben damit die vier Jahreszeiten gesehen, wie sie sich im kosmischen Spiralkreislauf zeigen. Wir sind Zeuge dessen geworden, dass ein einzelner Kreislauf insgesamt in Wirklichkeit aus denselben vier Prinzipien besteht wie das physische Jahr, weshalb wir es hier im "Livets Bog" auch als "Spiraljahr" bezeichnet haben. |
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