Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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| Das animalische Wesen muss ebenso wie gewisse vegetabilische Wesen im "Herbst" "seine Laubkrone verlieren", kann aber durch seine "Wurzel" und seinen "blattlosen Stamm" den "Winter" überleben und das Kommen eines neuen "Frühjahres" erleben. Der "tote Gottessohn" ersteht in einem neuen physischen Körper auf, durch den Gottes Geist durch die Ewigkeit weiter funkelt |
648. Wir haben hier also ein paar Beispiele dafür gesehen, dass die erdenmenschliche Natur Seiten hat, die sich nicht ändern lassen, weder durch "Verführung" noch durch "Erziehung".
Dass es viel mehr über diese Dinge zu sagen gibt, ist eine Selbstverständlichkeit, genauso wie es im täglichen Dasein ein ganzes Eldorado von weiteren nachweisbaren Realitäten gibt, die nicht in einem Erdenleben-Kreislauf zu Hause sind, sondern hier ausschließlich als Stufe in einem höheren Kreislauf auftreten.
Aber diese Realitäten gehören zu späteren Analysen im "Livets Bog".
Hier haben wir diese Erscheinungen nur berührt, um aufzuzeigen, dass der Erdenleben-Kreislauf viele Realitäten enthüllt, die solche Dimensionen umfassen, dass ihre Entstehung zeitliche Distanzen erfordert, die weit über das hinausgehen, was ein einzelner "Erdenleben-Kreislauf" repräsentiert.
Diese Realitäten, die zeigen, dass sie nicht innerhalb eines einzigen Erdenleben-Kreislaufs begonnen und fertiggestellt werden, stehen also als unumstößliche Beweise dafür, dass das physische Lebewesen den "Herbst" seines Erdenlebens (das Alter) überleben, in die Zone eines neuen "Winters" (Kindheit) eintreten und von hier aus einen neuen Erdenleben-Kreislauf beginnen muss, in welchem die betreffenden Realitäten einen weiteren Abschnitt ihrer Entwicklung in Richtung Fertigstellung zurücklegen müssen.
Das physische animalische Lebewesen muss also im "Herbst" seines Erdenleben-Kreislaufs einen ganzen Teil der Realitäten verlieren, die den einzelnen Erdenleben-Kreisläufen angehören, d.h. Realitäten, deren Kreisläufe sich über keine größeren Distanzen erstrecken, als dass sie nicht in einem einzelnen Erdenleben zu Ende gebracht werden können. Das, was in den neuen Kreislauf mit hinübergeht, ist nur das, was nicht innerhalb der Distanz eines einzelnen Erdenlebens zu seinem Abschluss gelangen oder die Vollendung seines Kreislaufs erreichen konnte. Genauso wie die Buchen oder viele andere Bäume im Herbst ihr Laub verlieren – weil der Kreislauf des Laubs zu Ende gebracht ist, während sie Wurzeln und Stamm dagegen mit in einen neuen Kreislauf hinübernehmen und in einem neuen Frühjahr wieder die Pracht einer gewaltigen Laubkrone bekommen –, genauso muss auch das animalische Wesen im "Herbst" seines Erdenleben-Kreislaufs seine "Laubkrone" verlieren – d.h. seinen physischen Körper, weil dieser seinen Kreislauf zu Ende gebracht hat – und kann nur "Wurzeln" und "Stamm", d.h. das Schicksalselement und seine Bewusstseinsstufe, mit hinüber in einen neuen Erdenleben-Kreislauf nehmen, weil diese beiden Erscheinungen Kreisläufe repräsentieren, deren Vorhandensein vor und nach der Entstehung und Existenz des physischen Körpers genauso absolut notwendig sind, wie Wurzeln und Stamm des Laubbaumes vor und nach der Entstehung einer Laubkrone notwendig sind, damit diese überhaupt existieren und in jedem Frühjahr erneuert werden kann. Das animalische Wesen hat also, wie das vegetabilische Wesen auch, seinen "blattlosen Stamm" und seinen "Winterzustand", die für den entwickelten Forscher in gewisser Weise auf der physischen Ebene beobachtet werden können. Das, was wir "Alter" nennen, ist also nur das Welken und Fallen der "Buchenkrone" in den Herbststürmen und beginnenden Nachtfrösten des Winters, überführt in den Kreislauf des animalischen Stadiums des Pflanzenwesens. Das, was wir "Tod" nennen, sind nur die Eiskristalle des Reifnebels und das Schneegestöber des Winters, die die blattlosen Zweige in der Ruhe der Winternacht festlich erhellen. Aber unter der friedlichen weißen Decke, innen im Wurzelwerk und Stamm des Baumes arbeiten sich Säfte und Stoffe vor, der Schöpfung eines "neuen Frühjahrs" entgegen. Das Schicksalselement und die Talentkerne gehen absolut sicher auf die Entfaltung der Schaffensflut eines neuen physischen Lebens zu. Und siehe, eines schönen Tages werden die blattlosen Zweige des stillen Stammes von der strahlenden Pracht einer neuen Laubkrone überschattet und der Kuckuck ruft wieder in der Ferne, die Frühjahrssonne glitzert im stillen Waldsee und die Lerche singt hoch am Himmel über grünen Feldern. Auf Gottes ewiges Gebot hin "Es werde Licht" tritt der "tote" Gottessohn in der Auferstehung eines neuen physischen Erdenlebens hervor. "Winter", "Tod", "Ruhe" sind überstanden. Das Leben kehrt zurück. Der Kreislauf geht weiter. Durch den neuen physischen Körper des auferstandenen Gottessohnes funkelt Gottes Geist weiter durch Zeit und Raum, über Welten, Sonnen und Sternhaufen. |
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