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(639-1052) 
 
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Es gibt nichts im Erfahrungsmaterial des Erdenmenschen, das beweist, dass etwas sich selbst erschaffen kann  689. Wie wir hier gesehen haben, konnte das Lebewesen nicht umhin, eine Bezeichnung für eine Realität zu finden, die trotz aller Verleugnung dennoch existiert. Dass es die Existenz dieser Realität verleugnet, liegt ja nur daran, dass sie sich nicht wie materielle Erscheinungen messen und wiegen lässt und deshalb der Wahrnehmung nicht direkt zugänglich werden kann. Dass es trotzdem in seinem alltäglichen Sprachgebrauch nicht hat vermeiden können, sie mit den Ausdrücken "ich" oder "wir" zu bezeichnen, liegt ja daran, dass sie einen so allesdominierenden täglichen Faktor im Erleben des Lebens darstellt, dass sie faktisch C-Wissen ist, obwohl sie sich natürlich erst instinktiv äußert und beim uneingeweihten Wesen noch nicht zu klarem Tagesbewusstsein geworden ist. Dass dieses "C-Wissen" allmählich zu einem klaren Tagesbewusstsein beim Wesen werden wird, ist absolut unvermeidlich. Der Erdenmensch hat nämlich niemals in seiner täglich wachsenden Erfahrungskette irgendeine Bestätigung dafür gefunden, dass sich eine Sache selbst erschaffen kann. Vielmehr findet sich in dieser seiner Erfahrungskette eine Bestätigung für das Gegenteil. Und je mehr diese Erfahrungen in die für den Menschen hundertprozentig durchschaubaren Bereiche gehören, desto beeindruckender zeigt es sich, dass ein "erschaffenes Ding" ein hundertprozentiger Beweis für die Existenz eines "Schöpfers" ist. Was glaubt man beispielsweise bezüglich einer Maschine, einem Bauwerk, einer Bekleidung oder ähnlichem? Gibt es einen normalen Kulturmenschen, der nicht akzeptieren würde, dass solche Erscheinungen hundertprozentige Beweise für die Existenz ihrer jeweiligen Schöpfer sind? Was ist es, was bewirkt, dass solche Erscheinungen als hundertprozentige Beweise für die Existenz der betreffenden Schöpfer akzeptabel werden? Sind sie logischer oder planmäßiger in ihrer Konstruktion oder Technik als solche Erscheinungen oder "erschaffenen Dinge", deren hundertprozentige Beweiskraft man nicht akzeptieren will oder kann, beispielsweise der fleischliche Organismus eines Wesens? Gibt es ein von Menschen hervorgebrachtes technisches, physisches Schöpferwerk, das planmäßiger oder zweckmäßiger aufgebaut ist als eben ein solcher Organismus? Nein, man hat noch nie gesehen, dass die Schöpfung von Organismen der Lebewesen – als Ausdruck von intellektuellem Wissen und Können – durch die von Menschen hervorgebrachten Erscheinungen übertrumpft worden wäre. Aber warum sollte man die menschlichen Hervorbringungen als hundertprozentige Beweise für die Existenz eines Schöpfers akzeptieren, wenn man andere erschaffene Erscheinungen, die mindestens ebenso logisch und zweckmäßig sind, nicht als Beweise akzeptiert?


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