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(639-1052) 
 
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Das Ich hat bereits vor seinem derzeitigen Organismus existiert. Die Wissenschaft ist dogmatisch an Maß- und Gewichtsfazite gebunden  705. Da wir so weit gekommen sind, dass wir nun unser eigenes Ich als den tiefsten Urheber oder die ewige Ursache unserer Existenz oder unseres Hervortretens erkannt haben, wird es zur Tatsache, dass dieses Ich immer schon vor jeder seiner Schöpfungen und Erlebnisse existiert haben muss. Es können nicht diese Schöpfungen und Erlebnisse sein, die vor dem Ich existiert haben. Denn wenn das Ich nicht schon vor seinen Erlebnissen existiert hätte, gäbe es ja niemanden, der etwas erleben oder hervorbringen könnte. Wenn es aber somit eine Tatsache ist, dass das Ich schon vor seinen Erlebnissen und Manifestationen existiert, wird hierdurch zur Tatsache, dass es auch schon vor seinem derzeitigen Organismus und physischen Dasein existiert haben muss. Das Ich existiert also als deren "ursachenlose Ursache". Es ist richtig, dass die materialistische Wissenschaft unsere Eltern noch als die tiefsten Urheber unserer Existenz ansieht, aber das liegt nur an dem Umstand, dass diese Wissenschaft nur in Maß- und Gewichtsfaziten denken kann. Das bedeutet wiederum, dass sie nur erschaffene Dinge analysieren kann. Aber die Analysen erschaffener Dinge können niemals und in keinem Fall etwas anderes als "Wirkungsgrade" sein, d.h. Fazite wie Alter, Dichtigkeitsgrade, Bewegungsgrade, Wärme- und Kältegrade, Raumverhältnisse usw., also insgesamt Fazite, die nur das eine oder andere Kombinationsverhältnis zwischen Energien oder Stoffen zum Ausdruck bringen. Solche Fazite zu finden, darin sind die Urheber der heutigen modernen Wissenschaft geradezu Experten, ja diese Fähigkeit ist in ihrem Bewusstsein zu einem so dominierenden "C-Wissen" geworden, dass sie es als absolut selbstverständlich betrachten, dass nur solche Fazite existieren können. Sie sind durch diese ihre dogmatische Einstellung noch an die endlose Kette von Ursache und Wirkung gebunden, von der kein einziger Forscher frei werden kann, bevor er nicht bis zur Trivialität dieses sein mentales Auf-der-Stelle-Treten entdeckt hat und von ganzem Herzen nach einer anderen Art von Fazit hungert und dürstet – einer Art von Fazit, die wirklich die Lösung jener Tatsache aufzeigen kann, welche die anderen Fazite ewig unberührt lassen werden, nämlich: das Leben selbst.


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