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Mit der Analyse der Talententwicklung wird die vollkommene Logik oder Planmäßigkeit aller Organfunktionen als realistische Dokumentation dessen enthüllt, dass unser Ich schon vor seinem jetzigen Dasein ein unüberschaubares Dasein gehabt hat, ohne welches das jetzige unmöglich wäre  738. Wie wir hier gesehen haben, ist ein Talent lediglich dasselbe wie "Wissen" in seinem kulminierenden oder höchsten Stadium. Jede Form von bewusstseinsmäßiger oder organischer Automatfunktion ist also "C-Wissen". Der Organismus des Lebewesens repräsentiert also einen ganzen Ozean an Formen von "C-Wissen", von denen jede jeweils ein vorausgegangenes Stadium als "B-Wissen" und "A-Wissen" gehabt hat, und damit enthüllt er außerdem die Mentalität seines Inhabers als eine Erscheinung, die wesentlich älter ist als der rein äußerliche physische Organismus. Da die inneren Funktionen dieses Organismus hauptsächlich Automatfunktionen – wie Blutkreislauf, Verdauung, Drüsenfunktionen, Gewebsfunktionen etc. – und damit "C-Wissen" sind, d.h. Willensfunktionen, die in einem solchen Umfang zur Routine geworden sind, dass sie zu selbständigen Automatfunktionen geworden sind, und da diese Willensfunktionen nur als bewusstes Wissen oder bewusste Erfahrung begonnen haben können, eröffnet sich hier durch den derzeitigen Organismus des Wesens ein Ewigkeitspanorama von Rang, das jede Mystik verschwinden lässt, da dieses Panorama an sich eine vollkommen intellektuelle Enthüllung ist, die die so vollkommene Logik oder Planmäßigkeit der Funktionen dieses Organismus selbstverständlich oder einfach macht. Wenn also alles, was wir an organischen Automatfunktionen sowohl innerhalb als auch außerhalb unseres eigenen Organismus sehen, "C-Wissen" ist, d.h. tagesbewusstes Gehirnwissen in seinem geprüftesten und erfahrensten und damit fortgeschrittensten Stadium, ist es nicht verwunderlich, dass all diese Funktionen gleichzeitig die Kulmination der Logik zum Ausdruck bringen, denn es sind ja nur die für das Wesen glücklichsten Erfahrungen, die am meisten wiederholt werden, und folglich sind es auch nur diese, die schließlich durchkommen und zur Automatfunktion, zu "C-Wissen" oder selbständiger unbewusster Organfunktion werden.
      Dass alle normalen organischen Funktionen so vollkommen sind, wie es der Fall ist, ganz gleich, wo wir sie auch sehen – ob es die Eiskristalle in einer Schneeflocke oder die Eisblumen auf unseren Fensterscheiben im Winter sind, ob es das Laub ist, das im Frühling hervorbricht, die Blütenknospe, die sich entfaltet, das Korn, das auf dem Feld hervorsprießt, die großen grünen Wälder, die aus kleinen Samenkörnern entstehen, ob es die Larve ist, die zu einem prächtigen bunten Schmetterling wird, oder das Ei, das zu einem lebendigen funktionierenden Organismus wird, die Samenzelle, die im Mutterleib zu einem menschlichen Körper wird usw. –, ist hier leicht verständlich, da all das die Manifestation lebendigen Wissens in seinem fortgeschrittensten und geprüftesten Stadium ist. Dieser ganze Ozean an Automatfunktionen, in dem wir leben, atmen und wahrnehmen, ist "C-Wissen". All diese Automatfunktionen stellen die Erfahrungen dar, die am besten zugunsten des Lebens selbst gewirkt und dadurch gesiegt haben, die ständig wiederholt wurden, zu "C-Wissen" und damit zu einem lebendigen fortwährenden Ausdruck für Denken und Willen wurden, die eine kulminierende Offenbarung intellektueller Bewusstseinsentfaltung in ihrer höchsten Routine wurden. Ja, in den Automatfunktionen unseres eigenen Organismus liegt also vor uns offenbart, was wir früher in einer unüberschaubaren Vergangenheit erfahren, gedacht und gewollt haben, in ihnen offenbart sich, dass unser normaler Organismus heute auf der Kulmination jener bewussten Erfahrungen und Erlebnisse ruht, die wir zugunsten unserer Existenz für wertvoll und bestens geeignet hielten und die wir deshalb bewusst oder willensmäßig immer wieder wiedererlebt haben, bis sie zu den Automatfunktionen wurden, die heute die tragenden selbständigen Organfunktionen in unserem Organismus darstellen.
      Eine realistischere Dokumentation dessen, dass unser Ich ein unüberschaubares Dasein oder eine unüberschaubare mentale Funktion vor seinem jetzigen Dasein gehabt hat und dass die Existenz seines derzeitigen physischen Lebens ohne dieses unüberschaubare Dasein unmöglich wäre, existiert nicht.


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