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(639-1052) 
 
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Das Auftreten eines "Wunders" ist genauso natürlich wie jede andere Form von Schöpfung. "Schutzgeister" oder "Engel". Warum ein Gebet an die Gottheit nicht immer eine "wundersame" Erhörung bewirkt. Gebete, die erhört wurden  757. Wie wir hier gesehen haben, bedeutet dieses Entziehen nicht, dass die Erscheinung ein "Etwas" ist, das plötzlich durch eine Zauberformel aus dem "Nichts" entsprungen ist, sondern es ist vielmehr eine Schöpfung, die mit Hilfe des Einsatzes psychischer Kräfte in einer Situation möglich wurde, in der die physischen Kräfte nicht ausreichten. Das Auftreten eines "Wunders" ist also eine genauso natürliche Sache wie jede andere Form von Schöpfung, es könnte aber nicht ausgelöst werden, wenn die oben genannten psychischen Wesen jenseits der physischen Ebene nicht existierten. Die überphysischen Wesen – die im Übrigen auch von Christus erwähnt wurden, als er sagte "Sind all diese dienenden Geister nicht ausgesandt, um denjenigen zu helfen, die die Seligkeit erben werden" – stellen wie gesagt die Sinneswerkzeuge der Gottheit in Situationen dar, in denen die Sinnesbegabung der physischen Wesen schwindet. Diese Wesen sind es auch, die als "Engel" bezeichnet und zuweilen durch menschenähnliche Wesen mit Flügeln symbolisiert werden. Diese Flügel symbolisieren eben ihre überirdische Natur als Wesen, die sich zwischen ihrer Heimat, dem "Himmel", d.h. der oben genannten psychischen oder geistigen Sphäre, und der physischen oder irdischen Sphäre "bewegen" können.
      Dank dieser unsichtbaren Heerschar von Wesen, die also in Wirklichkeit die physischen Sphären umgeben, kann kein Lebewesen von der Verbindung mit der Gottheit abgeschnitten werden. Diese Wesen stellen ja die Sinneswerkzeuge der Gottheit in all den Situationen dar, in denen wir kein Verständnis bei unseren physischen Mitwesen oder dort finden können, wo diese keine rechtmäßigen Sinneswerkzeuge der Gottheit uns gegenüber sein können. Die genannten psychischen Wesen sind also in besonderem Ausmaß die Sinneswerkzeuge, durch die die Gottheit unsere intime zurückgezogene Hinwendung oder unser intimes Gebet an sie versteht. Dass diese zurückgezogenen Hinwendungen oder Gebete nicht immer umgehend eine "wundersame" Erhörung bewirken, ist natürlich klar. Wie wir früher schon angesprochen haben, übertönen oder neutralisieren wir oft diese unsere intimen zurückgezogenen Hinwendungen an die Gottheit durch eine allzu drastisch lärmende und leidbringende Natur unserem Nächsten gegenüber und machen die ersehnte Erhörung damit sehr schwierig. Aber in all den Situationen, in denen unsere intime Hinwendung an die Vorsehung nicht durch unsere Antipathie, Entrüstung oder Wut anderen Wesen gegenüber gestört wird oder mit unserer im Augenblick besonders hervortretenden Schicksalsbestimmung kollidiert, wird jedes normale Gebet von der Gottheit erhört werden, d.h. von den genannten psychischen Wesen wahrgenommen werden. Und uns wird in all den Situationen geholfen, in denen uns nicht auf physischem Weg geholfen werden kann, wir bekommen Unterstützung und Führung.
      In Wirklichkeit ist es deshalb richtig, wenn es heißt "Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet". Alle natürlichen oder normalen Gebete werden erhört, aber nicht immer so, wie der Betende es selbst will, sondern vielmehr wie Gott es will, was wiederum heißt: auf jene Weise, die auf die Dauer zum größten Segen für den Betenden selbst wird, völlig unabhängig davon, was er nun selbst im Augenblick über diese Erhörung denken oder glauben mag.


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