Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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| Eine Ergänzung zur Lösung des Lebensmysteriums, die diese noch mehr göttlich leuchtend und wärmend macht. Die Existenz jedes Lebewesens ist ein Gespräch mit der Gottheit. Das Verhältnis ist wie zwischen "Vater" und "Sohn" | 761. Da aber die Gottheit somit keine Erscheinung ist, die es nur in einer intimen Zurückgezogenheit gibt, sondern die auch als real lebende Wirklichkeit in Fleisch und Blut auftritt, und da unsere Hinwendung an sie deshalb nicht bloß in der Zurückgezogenheit vor sich gehen kann, sondern auch durch unser Sein unserem Nächsten gegenüber in Erscheinung treten muss, haben wir hier eine Ergänzung zur Lösung des Lebensmysteriums bekommen, die diese Lösung noch mehr göttlich leuchtend und wärmend macht. Es kann doch nur göttlich sein, dass wir nicht nur ewige Wesen sind, der absolute Urheber unseres eigenen Schicksals sind, sondern dass wir auch ewig mit dem Urheber des Universums verbunden sind oder hinter unserer ewigen Existenz einen ewigen Vater haben, an den wir uns ganz persönlich wenden können und von dem wir eine lebendige Antwort bekommen. Wir können also in absolutem Sinne nicht von diesem Vater oder dieser Gottheit getrennt leben. Da aber kein Lebewesen von der Gottheit getrennt leben kann, nicht wahrnehmen kann, nicht erleben kann, ohne die direkte Hinwendung der Gottheit zu erfahren, und sich auf keinerlei Weise manifestieren kann oder der Auslöser für selbst den geringsten, mikroskopisch kleinen Seufzer sein kann, ohne dass dies mit einer direkten Reflexion auf diese Hinwendung identisch ist, kann also kein Lebewesen existieren, ohne dass diese Existenz aus einem lebendigen wirklichen Gespräch zwischen der Gottheit und einem Gottessohn besteht. Dass dieser Gottessohn Stadien oder Perioden durchlebt, in denen er sich dieser Kommunikation nicht bewusst ist, verändert nicht das Prinzip, sondern enthüllt es vielmehr als das unerschütterliche himmlische Modell für die irdische Elternschaft. Auch hier sehen wir ja, dass das Kind ein Stadium durchlebt, in dem ihm der besondere Schutz und die Fürsorge der Eltern nicht bewusst sind. Aber das hebt ja nicht die Verwandtschaft zwischen den Eltern und dem Kind auf. Und die Verwandtschaft des Gottessohnes mit dem ewigen Vater steht und fällt genauso wenig mit dem speziellen Wissen des Gottessohnes auf diesem Gebiet. |
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