Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Das wechselnde Kolorit des Ichs als etwas Identisches mit "Ursache und Wirkung" | 768. Das Ich und das Überbewusstsein im Lebewesen bilden also zusammen "Etwas", das seine unsichtbare Existenz durch eine sichtbare Erscheinung offenbaren kann. Diese sichtbare Erscheinung wird also "erschaffen", d.h., dass sie einen Anfang hat und damit keine ewige, sondern eine zeitliche Erscheinung ist. Wenn sie aber nur eine zeitliche Erscheinung ist, kann sie nicht die ewige Existenz ihres Urhebers oder des Ichs und des Überbewusstseins umfassen. Wenn eine solche Sichtbarkeit eine erschaffene Erscheinung ist, hat es eine Zeit gegeben, in der sie nicht da war und daher auch kein sichtbarer Ausdruck für die damalige Existenz des Ichs sein konnte. Da es mit seiner Schöpfungsfähigkeit aber ewig existiert hat, ist es in dieser Ewigkeit imstande gewesen, zu erschaffen oder seine Existenz sichtbar zu machen. Das bedeutet also, dass das Ich seine Existenz vor seiner derzeitigen Sichtbarkeit durch eine andere Sichtbarkeit, die davor existierte, enthüllt hat. Da uns das alltägliche Leben zeigt, dass jede solche erschaffene Sichtbarkeit ausschließlich nur als Wirkungen einer vorhergegangenen Sichtbarkeit, d.h. eines "erschaffenen" Dinges, entstehen oder existieren kann, und dieses "erschaffene" Ding selbst ebenfalls unumgänglich zur Ursache von Nachwirkungen werden muss, die wieder eine neue, ablösende Sichtbarkeit oder Äußerung der Existenz des Ichs sind, sehen wir hier als Tatsache, dass die Sichtbarkeit des Ichs ein ewig wechselnder Faktor ist. Es ist dieser wechselnde Faktor, den wir im täglichen Dasein "Ursache und Wirkung" nennen. |
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