Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(639-1052) 
 
Erweiterte Suche
   

 

Unser Erleben des Lebens kann nur auf einem Fundament von Ruinen vor sich gehen. Die materielle Wissenschaft und die "Blätter" am "Baum des Lebens"  770. Was ist es nun, was das Lebewesen abbaut und aufbaut, um die Verwandlung hervorzubringen, die wiederum dessen eigenes Erleben des Lebens bedeutet? Ja, für die Erschaffung jener Form von Erleben des Lebens, die wir Erdenmensch nennen, zeigt sich rein physisch betrachtet, dass eine scheinbare Unendlichkeit von Abbauprozessen stattfinden muss, damit diese Lebensform aufrechterhalten werden kann. Sind nicht all die Nahrung, die wir einnehmen, und viele der Getränke, die wir genießen, Dinge, die wir von ihrem Platz in der Natur abbauen? Stellt nicht ein großer Teil unseres Verhältnisses zu anderen Lebewesen, unsere Mitmenschen inbegriffen, denselben Abbauprozess dar? Was denken wir über unser Hervortreten in all den Situationen, in denen es Wut, Hass und Jähzorn und die daraus folgenden Kriege, Gewalthandlungen, Verstümmelungen und Zerstörungen zum Ausdruck bringt, oder andere Situationen, in denen unser Hervortreten List, Unwahrheit oder Betrügerei zum Ausdruck bringt, was ja niemals etwas anderes sein kann als eine verschleierte Zersetzung der Erfüllung der Wünsche und Sehnsüchte, die das Opfer hat? Ist unsere tägliche Berührung mit den Elementen der Natur nicht eine Zersetzung, damit wir aufbauen können? Was sind Erkältung, Krankheit, Trauer und Melancholie anderes als eine Zersetzung des normalen Wohlbefindens? Und weshalb gibt es solche Zersetzungen? Gibt es sie nicht deshalb, weil das Lebewesen in solchen Situationen zu unterlegen gewesen ist, um den Zersetzungsprozess der Natur überwinden zu können? Seine Fähigkeit zu zersetzen, d.h. die Natur in dem Umfang zu überwinden, wie es für den Aufbau seiner eigenen Existenz, seinem eigenen Wohlbefinden und seiner eigenen Gesundheit notwendig war, ist also in diesem Fall zu gering gewesen. Wir sehen, dass die Schaffung des Lebenserlebens unaufhörlich eine gewisse Menge an Zersetzung erfordert, damit dessen Aufbau stattfinden kann. Dieses Erleben kann nur auf dem Fundament von Ruinen existieren. Die ganze Flut an Abbau- und Aufbauprozessen zu erläutern, durch die das rein physische Erleben des Lebens bedingt wird, ist nicht unsere Aufgabe. Das ist eine Aufgabe, die der rein materiellen Wissenschaft vorbehalten ist. Das gehört mehr zur "physischen Chemie". Eine solche Erläuterung all dieser materiellen Details wäre in Wirklichkeit dasselbe wie eine Erläuterung über die Blätter an einem Baum. Die "Blätter" wären in diesem Fall also die Domäne der materiellen Wissenschaft. Aber ein Wissen über das einzelne Blatt ergibt kein gesichertes Wissen über den Stamm, die Äste und die Konturen dieses Baumes. Das sind die drei Hauptfaktoren am "Baum des Lebens", die wir hier gerne beleuchten möchten.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.