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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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(639-1052) 
 
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Da es eine Tatsache ist, dass die Wirkungen des Ichs existieren, wird es auch zur Tatsache, dass das Ich existiert, da keine Wirkung ohne Ursache existieren kann  798. "Ich" und "Das" beinhalten also zwei Grundrealitäten in der Lebensempfindung selbst, die niemals ausgelöscht oder wegdiskutiert werden können. Ihnen können viele Erklärungen oder Interpretationen zugeordnet werden. Diese Interpretationen können mehr oder weniger richtig sein, aber sie können niemals existieren, ohne an sich Beweise dafür zu sein, dass dort "Etwas" vorhanden ist, dem man eine Bezeichnung geben muss, "Etwas", was man erklären muss, "Etwas", was man bestätigen muss. Wenn es überhaupt keine Realität hinter den genannten Interpretationen oder Bezeichnungen gäbe, existierte die "Ursache", deren "Wirkungen" die genannten Interpretationen sind, ja nicht. Aber eine Ursache, die nicht existiert, kann unmöglich sichtbare Wirkungen erschaffen. Da es aber eine Tatsache ist, dass die Wirkungen existieren, sogar, wie schon erwähnt, zu einem Zeitpunkt, zu dem sie kein Produkt der menschlichen Phantasie oder des Aberglaubens sein konnten, macht es diese ihre Existenz zu einer unumstößlichen Tatsache, dass die "Ursache" – d.h. in diesem Fall das "Ich" oder das willendirigierende "Etwas" in allen Lebewesen – existiert. Demzufolge und insbesondere durch die außerordentlich dominierende Stellung in der Lebensempfindung, die dieses "Etwas" einnimmt, wird es hiermit auch zur Tatsache, dass die Interpretationen oder Bezeichnungen, die die Wesen diesem "Etwas" zuordnen, wie schon gesagt, ihren ersten Ursprung eben nur in einer rein sprachlichen oder kommunikationsmäßigen Notwendigkeit haben konnten, noch bevor poetische oder dichterische Tendenzen im Bewusstsein der Wesen vorlagen.
      Wir sehen also hier, dass die Empfindung vom Erleben des Lebens durch das Wesen es zur Tatsache macht oder enthüllt, dass mehr existiert als gerade das, was wir "Materie" nennen, und dass diese "Materie" mehr ist als eine bloße "Bewegung" oder "Vibration". Es ist also eine Tatsache, dass das Leben erlebt und empfunden wird und dass ihm Bezeichnungen gegeben werden, die "Intelligenz" und "Willen" enthüllen. Wenn dies aber eine Tatsache ist, dann ist es auch eine Tatsache, dass es ein "Etwas" gibt, das als eigentlicher Urheber und als Zentrum in diesem Erleben existieren kann ebenso wie in der Rückmanifestation oder Wiedererzählung dieses Erlebens und der speziellen Bearbeitung dieser Wiedererzählung.


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