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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(639-1052) 
 
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Dass es etwas gibt, was wir als "Geist" bezeichnen, macht die Existenz des "Ichs" ebenfalls zur Tatsache. "Geist" und "Materie"  799. Aber das Lebenserleben enthüllt noch eine Realität, die es ebenfalls zur Tatsache macht, dass mehr als nur die "Bewegung" selbst existiert. Diese Realität beruht auf dem Umstand, dass es etwas gibt, was wir als "Geist" bezeichnen. Da "Geist" in Wirklichkeit auch "Materie" oder "Bewegung" ist und damit zu "X3" gehört, weshalb wird diese "Materie" dann als "Geist" bezeichnet? Ja, hier müssen wir wieder auf die Empfindung des Lebenserlebens selbst zurückkommen. Das wird ja als ein "Außerhalb" und ein "Innerhalb" empfunden. Wenn wir sinnlich wahrnehmen oder auf die Details des Lebens sehen, sei es unsere Umgebung, die Natur, die Menschen, die Tiere, die Pflanzen oder Mineralien, oder seien es Details in unserem eigenen Organismus, dann fassen wir sie und die Materie, aus der sie bestehen, als etwas auf, das außerhalb existiert. Wir sehen sie als mehr oder weniger greifbare Realitäten. Wenn wir aber, nachdem wir sie gesehen haben, unsere Augen schließen oder sie auf andere Weise nicht mehr wahrnehmen, wissen wir ja, dass sie in unserem Inneren einen "Eindruck" hinterlassen haben. Wir können uns dort, wo wir Dinge in ausreichendem Ausmaß wahrgenommen oder gesehen haben, daran "erinnern", wie sie aussehen. D.h. also, dass wir, außer dass wir das Vorhandensein der Dinge im Raum als greifbare Erscheinungen festgestellt haben, eine "Kopie" dieser Erscheinungen erworben haben, so dass wir sie nicht mehr als greifbare Realitäten vor unseren Sinnen vor uns zu haben brauchen, um sie zu "sehen". Aber diese "Sicht" ist nicht, wie die erste, ein "äußeres Erleben", eine "äußere Sicht". Sie ist ein "inneres Erleben". Dieses Erleben ist wie eine "innere Sicht". Auf diese Weise hinterlässt ein jegliches äußeres Ding, auf das unsere Sinne reagieren, eine mehr oder weniger vollkommene "innere Kopie". Von diesen "Kopien" erhält das Lebewesen allmählich eine ganze Sammlung, ja so viele, dass sie ein vollkommenes "Spiegelbild" der ganzen äußeren materiellen Welt ausmachen, mit der seine Sinne in Berührung kommen. Dieses innere "Spiegelbild" oder diese inneren "Kopien" stellen jene Realität dar, die wir "Geist" nennen. Man versteht also hier, dass das Lebenserleben des Lebewesens nur als Empfindung von "Materie" und "Geist" existieren kann, d.h. wiederum: einer "äußeren" und einer "inneren" Welt.
      Aber dies wird in höchstem Maße zum Beweis dafür, dass genau in unserem Inneren ein "Etwas" existiert, für das also die Dinge zu einer "äußeren" und einer "inneren" Welt werden. Gäbe es dieses "Etwas" nicht, für wen und auf welche Weise sollten die Dinge dann zur Empfindung von "äußeren" und "inneren" Erscheinungen werden? Unser eigenes Empfinden des Lebens höchstpersönlich bestätigt hier also auf unerschütterliche Weise unser eigenes höchstes "Selbst" oder "Ich" als das "erlebende Etwas", für das das Erleben zur Ansicht einer "äußeren" und einer "inneren" Welt wird.


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