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(639-1052) 
 
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Die Ich-Empfindung existiert beim Tier nur als "Eigentumsempfindung". Die Ich-Empfindung und die Spirale  812. Es ist richtig, dass das Tier das Individualitäts- oder Ich-Prinzip nicht bewusst empfindet, aber es handelt in allerhöchstem Maße in Kontakt mit ihm. Es hat doch ein gewisses Maß an "Eigentumsgefühl". Es empfindet seinen Partner, seine Jungen, sein Nest oder seine Höhle als etwas, das eins mit ihm selbst ist, als etwas, das es auf die eine oder andere Weise mit all seinen Fähigkeiten und Kräften ebenso wie seinen eigenen fleischlichen Organismus zu verteidigen bereit ist. Es hat dieses sein "Eigentumsempfinden" bloß noch nicht in so umfassender sprachlicher Registrierung ausdefiniert wie der Mensch und kann es sich deshalb nicht wie dieser bewusst machen, es kann diese Empfindung nicht in einem solchen Ausmaß an Nuancen ausdrücken, wie die Nuancen, über die wir verfügen und über die wir uns täglich freuen können. Aber obwohl das Tier sich der Ich-Empfindung also nur in Form von Eigentumsgefühl bewusst ist und sich darüber hinaus dieses Gefühls nicht sprachlich bewusst ist, stellt sein Leben und Hervortreten doch eine vollkommen offenbare Manifestation der Keime jener allesdominierenden wachen tagesbewussten Ich-Empfindung dar, die beim Menschen zur Geltung kommt. Diese ist also das Eigentumsgefühl des Tieres in einem fortgeschritteneren oder entwickelteren Zustand. Dass also die Ich-Empfindung nicht bei allen Wesen gleich stark hervortritt, bedeutet nicht, dass diese Empfindung an sich einen absoluten Anfang hatte und nun seiner Kulmination entgegeneilt, um danach eine vollständige Vernichtung oder ein absolutes Ende zu erfahren, sondern liegt ausschließlich an der rhythmischen Bewegungsart, die wir hier im "Livets Bog" als "Spirale" kennengelernt haben, die ausschließlich im "Perspektivprinzip" ruht oder eine Folge der kontrastmäßigen Erscheinungen ist, auf denen jegliche Wahrnehmung beruht. Dieses Prinzip wird, wie schon erwähnt, später im "Livets Bog" beleuchtet werden.


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