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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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(639-1052) 
 
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Solange die Wesen nur mit dem Unterbewusstsein wahrnehmen, bleiben ihre Auffassungen "relativ"  816. Die Relativitäten "kosmisch" wahrzunehmen, bedeutet also wieder dasselbe, wie in seinem "Überbewusstsein" bewusst zu sein. Wie sich die Leser erinnern werden, haben wir schon aufgezeigt, dass das Lebewesen ein "Unterbewusstsein" und ein "Überbewusstsein" hat. Das "Unterbewusstsein" besteht aus dem "Tagesbewusstsein" und "Nachtbewusstsein" und wird wiederum von den sechs verschiedenen Bewusstseinsorganismen oder Körpern des Individuums getragen. Es ist die erste Instanz der Sinneserlebnisse. Und in dieser ersten Instanz sind alle Erlebnisse "relativ". Hier nehmen die Wesen nämlich nur die Reaktionen der "Bewegungen" in der "äußeren Welt" wahr. Sie beurteilen und erfassen diese Reaktionen als absolut und leben damit in einer Illusion. Sie sehen nur "Anfänge" und "Enden", "Kulminationen" und "Degenerationen" und betrachten diese als die alleserschöpfenden Analysen ihres eigenen "Ichs" oder "Selbst". Deshalb sehen oder verstehen sie sich selbst lediglich als identisch mit bloßer Bewegung, Materie oder bloßem Stoff. Sie betrachten das Leben, erkennen aber nur den "Tod". Die Analysen ihrer Erkenntnis sind nur Maß und Gewicht von Materie oder Ansichten von Geschwindigkeiten, Dichtigkeitsgraden, Zeit und Raum. Sie sehen nur das "Dirigierte", das "Willengebundene", das "Erschaffene", aber verneinen einen "Schöpfer" oder sie halten die genannten Erscheinungen für den "Schöpfer". Es ist also kein Wunder, dass dieser "Schöpfer" ihrer Auffassung nach nur als eine "sterbliche" Erscheinung angesehen werden kann. Aber dieser "sterbliche Schöpfer" ist glücklicherweise nur eine "relative" Sichtweise. Deshalb hat dies überhaupt nichts mit der absoluten Wirklichkeit zu tun.


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