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(639-1052) 
 
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Die "relative Sichtweise" und die "absolute Sichtweise". Das "kosmische Klarsehen"  819. Wir sind damit Zeuge des Unterschiedes zwischen der "relativen" Sichtweise und der "absoluten Sichtweise" geworden. Während die "relative" Sichtweise, wie schon erwähnt, die Erkenntnis von der Reaktion auf die Berührung von Bewegungen mit Bewegungen ist, ist die "absolute" Sichtweise die Erkenntnis von der Berührung des "X" oder "Ichs" mit der Bewegung. Während die erste Erkenntnis – die Reaktion auf die Berührung von Bewegungen mit Bewegungen – an sich nur die Erkenntnis von Bewegung ohne Urheber ist, da die Reaktion auf die Berührung von Bewegungen mit Bewegungen an sich nur eine neue Bewegung sein kann, kann die Erkenntnis von der Reaktion der Berührung des Ichs mit der Bewegung nur zur Erkenntnis von "Ich" und "Das" werden, die zusammen die Offenbarung nicht nur des "Erschaffenen", sondern auch des "Schöpfers" ausmachen. Die Reaktion auf die Berührung des Ichs oder "X" mit der Bewegung kann also im Gegensatz zur "relativen" Erkenntnis – die die Bewegung nur im Verhältnis zu einer anderen Bewegung bezeichnet und damit die Erkenntnis zu einem bloßen Maß- und Gewichtsfazit oder zu einem leblosen Ding macht – nur als Ganzheitserkenntnis existieren, die die Bewegung im Verhältnis zum absoluten "festen Punkt" oder Ich ausmacht und dadurch als "Lebensäußerung" hervortritt. Bewegungen, d.h. alle erschaffenen Dinge, als bloße Materie, als bloßen Stoff, als bloße Kraft zu sehen, ist also eine "relative" Sichtweise. Bewegungen als "Lebensäußerungen", d.h. als Produkte des Willens, der Intelligenz und damit als Offenbarungen eines dahinter existierenden "Etwas, das ist" oder des namenlosen "X" zu sehen, ist die "absolute" Sichtweise. Und wir haben hier jene Sichtweise vor uns, die wir "kosmisches Klarsehen" nennen. Dieses Klarsehen zu haben, ist also dasselbe, wie die Dinge zu sehen, wie sie ewig sind, nämlich als "Lebensäußerungen". Irgendeine Bewegungsart zu sehen, gleichgültig, ob sie uns gegenüber als Materie, Stoff oder Kraft oder ob sie als Ausdruck von Willen und damit von Leben und Bewusstsein hervortritt, bedeutet – nicht "relativ", sondern – "absolut" zu sehen.


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