Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(639-1052) 
 
Erweiterte Suche
   

 

Die Ehe innerhalb des heutigen erdenmenschlichen Entwicklungsstadiums. Die "Flitterwochen" sind nur ein Blick zurück in das "verlorene Paradies" des Erdenmenschen. Dessen Weg führt unerschütterlich zu einem neuen Paradies auf bisher ungeahnten mentalen Höhen oder leuchtenden Zinnen  834. Es ist also kein Mann und keine Frau innerhalb des heutigen erdenmenschlichen Entwicklungsstadiums dafür geboren, sich einem Wesen des anderen Geschlechts total oder vollkommen hingeben zu können. Es ist richtig, dass die Wesen heiraten und glauben, sich dem jeweils anderen vollkommen hingegeben zu haben, und daher auch meinen, einander vollkommen zu besitzen, aber das ist nicht stichhaltig. Die Dauer dieses Besitzrausches (oder vollkommenen Glücks in der Ehe) ist bereits so kurz, dass sie in überhaupt keinem logischen Verhältnis zu jenem Zeitraum steht, für den er bestimmt ist, nämlich die gesamte physische Lebenszeit des derzeitigen Erdenlebens der Ehepartner. Dass man versucht, dieser Widrigkeit in der Ehe mit Hilfe von Behörde und Trauschein entgegenzuwirken, kann die Dauer dieses Besitzrausches nicht absichern, obwohl solche Maßnahmen natürlich als solide Abstützung der Ehe nach dem Ende des Rausches zu bezeichnen sind. Dieser Zeitraum eines paradiesischen Glücksrausches in der Ehe wird durch den Begriff "Flitterwochen" gekennzeichnet. Wenn diese Periode während des physischen Erdenlebens der Ehepartner anhielte, wären niemals juristische oder rechtliche Maßnahmen in Bezug auf die Ehe notwendig geworden. Zwei Wesen, von denen jeder für den jeweils anderen das totale Glück bedeutet und zugleich jeder den jeweils anderen vollkommen besitzt, können unmöglich eine Abstützung ihres Glücks durch andere benötigen.
      Dieser Glückszustand ist aber nur in einem "Paradies" möglich, in dem man nicht vom "Baum der Erkenntnis" isst. Da dieses Essen vom "Baum der Erkenntnis" inzwischen in Gestalt der bereits erwähnten "neuen Interessensphäre" in jedem der beiden Geschlechter eine stetig zunehmende Lebensbedingung für den Erdenmenschen ist, ist es nicht verwunderlich, dass dessen Anlagen zur Erfüllung der Gesetze dieses "Paradieses" mit immer mehr Krücken in Form von juristischen Bestimmungen gestützt werden müssen oder nur noch in jenem ehelichen Rollstuhl gefahren werden können, den wir mit dem Begriff "Trauschein" bezeichnen. Dass dieses Wesen in jedem "Frühling" seiner Erdenleben – in Gestalt der "Flitterwochen" – einen kleinen, kurzen Blick zurück in das "verlorene Paradies" erleben darf, kann nicht die unerschütterliche Tatsache aufheben, dass ihn nun das große Gebot der Allmacht – mit zunehmender Geschwindigkeit – zu einem neuen strahlenden Paradies auf bisher ungeahnten, gewaltigen mentalen Höhen oder leuchtenden Zinnen trägt.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.