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(639-1052) 
 
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Der Grund dafür, dass man sexuelle Befriedigung sucht, muss der sein, dass man sie braucht, und nicht, dass man Geld braucht  847. Wir haben hier einen kleinen Einblick bekommen, wohin der unwissende Umgang mit der im eigenen Inneren vorhandenen sexuellen Kraft führt. Diese seine eigene höchste innere Kraft zur Handelsware zu machen, kann also einen ziemlich gefährlichen Verlauf nehmen. Und warum sollte es auch nicht ebenso gefährlich sein, leichtsinnig mit diesem innersten Feuer des Lebens umzugehen, wie es gefährlich ist, mit irgendwelchen anderen seiner eigenen lebenswichtigen Faktoren leichtsinnig umzugehen oder sie zu einer Handelsware zu machen? Wenn man sich vorstellt, dass jemand, der sich prostituiert, seine sexuelle Geschäftstätigkeit auf seine Fähigkeit zu essen übertragen würde, glaubt man dann nicht, dass das schließlich schiefgehen würde? Wenn ein Mann z.B. Geld verdienen könnte, indem er isst, und sich dazu verleiten ließe, vollkommen unabhängig von Appetit oder Hunger zu essen und das Essen damit direkt zu einem Handwerk zu machen, glaubt man dann nicht, dass seine Konstitution leiden würde? Nein, man muss essen, weil man Nahrung braucht, und nicht, weil man Geld braucht. Genauso ist es auch in allerhöchstem Maße mit dem sexuellen Leben. Der Grund für die Befriedigung dieses sexuellen Lebens muss ausschließlich der sein, dass man es zur Aufrechterhaltung seines normalen und gesunden Wohlbefindens braucht, sowohl im physischen wie auch im mentalen Bereich, und nicht, weil man Geld braucht. Was nützt es, wenn man seinen Bedarf an Geld befriedigen kann, wenn man damit etwas von seiner Gesundheit verkauft? Natürlicher Hunger ist dafür da, gesättigt zu werden. Und die Sättigung ist dafür da, die Gesundheit zu bewahren oder zu erhalten, und nicht, um sie zu eliminieren. Deshalb ist das sexuelle Leben einer der großen Bereiche, wo das Individuum in besonderem Maße "wachen und beten muss, damit es nicht in Versuchung gerät. Denn der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach".


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