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(639-1052) 
 
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Warum die gewöhnlichen Moralwächter oder Prediger in der Regel die Letzten sind, die das große Gebot "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" verstehen  851. Seine sexuellen Kräfte, sein innerstes höchstes Wesen schlecht und recht zur Handelsware zu machen, ist also nicht der Weg zu Gesundheit und Glück und noch weniger zu "kosmischem Bewusstsein". Aber was ist mit den Wesen, die die "Kunden" in einer solchen Sphäre sind? Sind sie nicht daran beteiligt, die anderen in den Abgrund zu stürzen? Ja, bis zu einem gewissen Grad ist das richtig. Gäbe es keine "Kunden", kämen die Prostituierten nicht in die Situation, ihre sexuellen Anlagen in einem solchen Maße zu missbrauchen, wie es jetzt der Fall ist. Aber trotzdem sollte man deshalb nicht glauben, dass die betreffenden Wesen dann zur vollkommenen ehelichen Sphäre gehörten. Wie wir schon erwähnt haben, sind all die Wesen, die sich auf sexuelle Verhältnisse mit Wesen ihres eigenen Geschlechts einlassen, bereits in ihrem Bewusstsein sexuell degeneriert. Wesen, die noch blühend in natürlichen sexuellen Beziehungen mit Wesen des anderen Geschlechts leben, können bei irgendeiner Art sexueller Erscheinungen in Verbindung mit ihrem eigenen Geschlecht niemals mitmachen, da ein innerer Abscheu und Ekel, der geradezu an Hass, Wut und Verfolgung gegenüber diesen Erscheinungen und ihren Urhebern grenzt, jeden sexuellen Kontakt mit ihrem eigenen Geschlecht unmöglich macht. Diese starke Antipathie kommt besonders durch die meisten Moralprediger oder durch andere Moralwächter zum Ausdruck, da diese Wesen in der Regel noch in überwiegendem Maße in der ehelichen Zone glücklich sind und da sie noch nie innerhalb dieser Spirale geahnt oder verstanden haben, dass es andere und weit höhere sexuelle Sphären gibt als die der reinen Säugetiere. Dass sie von Rednerpulten und Kanzeln auf der ganzen Welt aus den Satz "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" größeren oder kleineren Versammlungen zurufen und dies jahrhundertelang getan haben und trotzdem die Letzten sind, die die tiefste göttliche Konsequenz und Bedeutung dieses Satzes begreifen, versteht man nun besser. Dass diese vollkommene, selbstlose und reine Liebe im Individuum nicht aus "nichts" entspringen kann, sondern genauso wie jede andere Bewusstseinsfunktion ganz spezielle Organe und Anlagen erfordert, liegt noch völlig außerhalb ihres Horizontbereiches.


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