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(639-1052) 
 
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Die Begriffe "Frauenhasser" und "Männerhasser". Wenn das Individuum erkennen muss, "dass es nicht so ist wie die anderen"  857. In diesem Stadium kommt es auch vor, dass das Individuum, wie schon erwähnt, zuweilen glaubt, es könne sich durch eine Heirat "retten". Aber das ist natürlich nicht möglich. Die periodische Rückkehr des "unnormalen" Zustands lässt sich nicht anhalten. Sie ist ein ebenso unerschütterliches Glied im Spiralkreislauf wie die Reinkarnation selbst. Allmählich kommt es denn auch zu immer kleineren Abständen zwischen den "abnormen" Perioden, bis sie schließlich einen ununterbrochenen oder permanenten Zustand darstellen. Das Individuum muss dann den ganzen geschlechtsreifen Teil seines Lebens hindurch mit einer zunehmenden oder wachsenden sympathischen Einstellung den Wesen des eigenen Geschlechts gegenüber leben. Diese wachsende Sympathie kann jedoch so stark werden, dass dies in allzu großem Ausmaß über das normale Gleichgewichtsgefühl des Individuums dem anderen Geschlecht gegenüber hinausgeht. Es kann hier eine Zeit lang so viel von seiner Sympathiefähigkeit verlieren, dass es dem anderen Geschlecht gegenüber nicht einmal soviel Rücksicht nehmen kann, wie es normal ist. Diese übertriebene Sympathie für das eigene Geschlecht und diese mangelhafte Sympathie für das andere Geschlecht sind es, die den Begriffen "Frauenhasser" und "Männerhasser" zugrunde liegen.
      Selbst wenn ein solches Wesen das andere Geschlecht nicht gerade hasst, wird es natürlich hier im Anfangsstadium seiner sexuellen Verwandlung in bestimmten Situationen nicht umhin können, einen gewissen Unwillen gegen die Wesen des anderen Geschlechts zu empfinden. Diese Wesen sind in seinem Leben ständig die Rivalen. Es sind diese Wesen, die immer wieder in sein Verhältnis eingreifen und den "geliebten" Freund oder Kamerad als Verlobten oder Ehepartner heimführen. Und durch die hierdurch entstandene unglückliche Liebe oder Eifersucht entdeckt das Wesen, "dass es nicht wie die anderen ist". Dass es, wie schon erwähnt, seine Gefühle nicht gut ausbrechen lassen kann, da es vermeiden muss, seine "Abnormität" zu verraten und sich dadurch zu kompromittieren, macht die Sache nicht besser. Zuerst muss es ein allzu gewaltiges Sympathiegefühl für den Freund bekämpfen und dieses Gefühl auf einem so niedrigen Niveau halten, dass der Freund den "abnormen" Zustand nicht "entdecken" kann, und dann, wenn der Freund oder Kamerad verlobt ist, muss es mit aller Kraft darum kämpfen, seine Trauer und Eifersucht hierüber so sehr zu unterdrücken, dass der Freund auch hier den "abnormen" Zustand nicht entdeckt. Dass ein solcher unterdrückter unglücklicher Zustand für das Individuum nicht haltbar ist, ist natürlich klar. Früher oder später muss es aufgeben. Es geht dem Wesen immer mehr auf, dass es "homosexuell" ist oder jener mentalen Sphäre angehört, die mit dem Begriff "Homosexualität" bezeichnet wird.


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