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(639-1052) 
 
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Was die "Vergebung der Sünden" dem gläubigen Menschen gibt  861. Was bekamen nun diese Wesen? Wurde die Gottheit wirklich besänftigt? Bekamen die Wesen wirklich die "Vergebung der Sünden", wurden sie von der "ewigen Verdammnis" "erlöst"? Nein, absolut nicht. Eine Gottheit, die ewig kulminierende Liebe ist, kann nicht "besänftigt" werden, "Sünden", die niemals begangen werden können, können nicht "vergeben" werden, und aus einer "ewigen Verdammnis", die niemals existiert hat, kann man nicht "erlöst" werden, man kann nicht aus Situationen "befreit" werden, in denen man nicht ist. Aber was war es dann, was die Welterlösung diesen Menschen durch Jesu Wort gab? Sie gab ihnen das einzige, was sie brauchten, nämlich – "Frieden". Sie entfernte all den vorläufigen Unfrieden oder die vorläufige Unruhe aus ihrem Bewusstsein und ließ sie in einem gestärkten Vertrauensverhältnis zur Gottheit oder Vorsehung zurück. Mehr kann die Welterlösung einem Wesen nicht geben, und mehr kann einem Wesen niemals von außen oder von einem anderen Wesen zuteil werden. Und ist es nicht genau dasselbe Geschenk, das die Welterlösung gleichgesinnten unglücklichen Wesen heute gibt? Was kann der stille "Rechtgläubige" heute anderes vom "Tisch des Herrn" bekommen als eine Stärkung in seinem Gottesverhältnis und einen hierauf beruhenden Frieden in seinem Gemüt? Eine Entbindung von den Wirkungen seiner Handlungen kann in Wirklichkeit absolut kein Wesen erreichen, denn diese Wirkungen sind das ewige Fundament des Lebens selbst, ja sie sind die eigentliche Auslösung kulminierender Liebe. Ohne diese Wirkungen gibt es keine Weisheit, keine Erfahrung und damit keinen Willen, kein Leben. Die "Vergebung der Sünden" in Form einer Entbindung von diesen Wirkungen zu gewähren, wäre also dasselbe, als ob man den Wesen ein entsprechendes Quantum an Liebeserleben wegnehmen würde, es wäre so, als ob man die Wesen einem absoluten Fluch, einer absoluten Finsternis aussetzen würde, ja eine wirkliche "ewige Verdammnis" wäre das unumgängliche Resultat. Und eine solche Manifestation kann weder der Welterlöser und noch viel weniger die Gottheit manifestieren. Nichts und niemand in der Welt, nicht einmal die ewige Gottheit, kann daher ein Begehren, das in einem Gebet um die "Vergebung der Sünden" zum Ausdruck kommt, in absolutem Sinne erfüllen, ohne dadurch ein liebloses Wesen zu werden. Und wir sehen denn auch, dass die "erlösten" Wesen oder diejenigen, denen die "Sünden vergeben" sind, denselben Krankheiten, denselben Gebrechen, denselben Widerwärtigkeiten ausgesetzt sind wie die Wesen, die nicht zum Abendmahl oder zur Kommunion gehen oder die nicht die "Vergebung der Sünden" erhalten haben. Aber es kann nicht geleugnet werden, dass die wirklich gläubigen, die Sakramente entgegennehmenden Wesen ihre Leiden auf eine ganz andere und bessere Weise ertragen können als die "Ungläubigen" oder Gottesleugner. Sie können mitten im Leiden einen stillen Frieden in ihrem Gemüt finden und glücklich sein, ja sie können sogar mit Freude sterben, wenn die Zeit gekommen ist.


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