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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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(639-1052) 
 
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Warum die "Gläubigen" meinen, dass die "Taufe" und nicht die Wiedergeburt oder Reinkarnation das Gesprächsthema zwischen Jesus und Nikodemus war  865. Es ist richtig, dass man innerhalb der Kreise der stark "Gläubigen" lehrt, dass es die "Taufe" ist, über die Jesus hier spricht. Und wie sollte es diesen Wesen auch möglich sein, zu irgendeiner anderen Auffassung zu gelangen? Diese Wesen gehören ja gerade zu denen, denen der Welterlöser ausschließlich mit Hilfe der Formel der Sakramente "Deine Sünden sind dir vergeben" Frieden im Gemüt geben kann. Diese Wesen haben überhaupt noch nicht begonnen, im Hinblick auf die höchsten Mysterien ihre Intelligenz zu gebrauchen, vielmehr sind sie hier ausschließlich "Gläubige", was Propheten, heilige Bücher, Kirchen und Priester betrifft, und sie sind damit vollkommen glücklich. Sie haben überhaupt noch nicht jenen Zweifel im Sinn, der Nikodemus veranlasste, Jesus aufzusuchen. Sie brauchen überhaupt keine Erklärungen zur Reinkarnation oder Wiedergeburt, ja solche Erklärungen würden sie fast verwirren. Ihre mentale Besorgnis kann ausschließlich durch Vorstellungen von einem vermeintlichen "Zorn" ausgelöst werden, den sie durch ebenso vermeintliche "Sünden" bei Gott ausgelöst haben. Und das einzige, was sie brauchen oder woran ihnen gelegen ist, ist allein die "Verzeihung" oder "Vergebung der Sünden" durch die Gottheit, nur die kann den "Gläubigen" glücklich machen, kann ihm Frieden in seinem Gemüt geben. Wie sollte für diese Wesen irgendeine andere Erscheinung gleichgestellt sein mit einem solchen Erlebnis, wie es das Empfinden ist, dass die "Gottheit ihnen ihre Sünden vergibt"? Wird denn für diese Wesen nicht alles andere kolossal gleichgültig verglichen mit der "Gnade", die ihnen ihrer Meinung nach widerfahren ist? Dass für sie die Sakramente Taufe und Abendmahl zum absolut Zentralen in Jesu Manifestation werden, ist hier eine unerschütterliche Selbstverständlichkeit.


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