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(639-1052) 
 
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Nicht die "Vergebung der Sünden" war das Intellektuellste oder Zentralste an Jesu Mission, sondern vielmehr seine Weisheitsverkündigung  868. Jesus sprach zwar nicht sehr viel über das "ewige Leben", umso mehr sprach er jedoch über alles, was sich günstig auf das Verhältnis des Wesens zu diesem ewigen Dasein auswirken kann. Basiert nicht seine ganze Weisheit ausschließlich hierauf? Wenn von seinem hochintellektuellen Wesen und seinen hochintellektuellen Reden eine Flut von strahlenden Sätzen ausströmt wie z.B. "Steck dein Schwert in die Scheide; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen" – "Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!" – "Was der Mensch sät, wird er ernten" – "Er wird jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen" – "Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die andere hin" – "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" sowie viele weitere Weisheitsworte und er gleichzeitig verheißt, dass all die, die an ihn "glauben", d.h. all die, die an diese seine kosmischen Aussagen oder Anweisungen glauben, ein "ewiges Leben" erhalten werden, so wird es hier zur leuchtenden Tatsache, dass nicht die "Vergebung der Sünden" das Hochintellektuellste oder Zentralste an seiner Mission war, sondern vielmehr die Vorbereitung auf die beginnende Erschaffung der Veredlung der Menschen, eine Veredlung, die unmöglich durch die "Vergebung der Sünden" vor sich gehen kann, bei der ja das Wesen überhaupt nicht verändert wird, sondern nach jeder Vergebung von neuem beginnen kann zu "sündigen". Dass ein Reich mit solchen Bürgern nicht mit jenem Reich identisch sein kann, das gemäß Christus "nicht von dieser Welt ist", sollte wohl auch selbstverständlich sein. Ein Reich, in dem man "sündigen" kann, die "Vergebung der Sünden" erhält und wieder "sündigen" kann, weicht ja nicht von dem ab, in dem sich der Erdenmensch befindet. Es ist kein Wunder, dass Jesus erklärt, dass "niemand hineinkommen kann, ohne das Hochzeitsgewand anzuhaben". Und wo es zugleich selbstverständlich wird, dass er zu Nikodemus sagt, ohne dass jemand von neuem aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in dieses Reich kommen. "Von neuem aus Wasser geboren zu werden" ist ja dasselbe wie in einem neuen physischen Körper geboren zu werden, und "von neuem aus Geist geboren zu werden" ist dementsprechend dasselbe wie eine ganz neue Mentalität zu bekommen. Der Erdenmensch kann also nur durch die Reinkarnation Zugang zu diesem vollkommenen Reich bekommen. Nur durch die Wiedergeburt, nur durch mehrere Leben kann jener Prozess zu Ende geführt werden, der Gottes Schöpfung des Menschen in seinem Abbild ausmacht, d.h. die totale Verwandlung oder Umformung des Erdenmenschen vom "Tier" zu dem vollkommenen "Gottesmenschen", der von Natur aus, durch seine organische Struktur, nicht anders kann, als allem und jedem in seiner Umgebung mit ebenso großem Respekt und ebenso großer Liebe zu begegnen wie sich selbst. Und genau dieser Prozess ist es, der für uns durch die Erscheinung zur Tatsache wird, die wir überall erleben und als "Entwicklung" bezeichnen.


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