Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(639-1052) 
 
Erweiterte Suche
   

 

Wenn man die Reinkarnation verneint, beteiligt man sich immer noch daran, den Welterlöser zu kreuzigen  870. Hoffenden Menschen zu sagen, dass der Weg zum vollkommenen Glück nur über die Erfüllung von Vorschriften führt, für deren Erfüllung sie weder Organe noch Fähigkeiten noch Talente haben, kann bei einem Individuum unmöglich irgendwelche Freude am Dasein auslösen oder es dazu stimulieren, mit dem Training oder Üben zur Einhaltung dieser Vorschriften zu beginnen. Und so würden sich, wie gesagt, diese Vorschriften zugunsten des tötenden Prinzips anstelle des Prinzips der "Allliebe" auswirken. Ob es jemanden gibt, der glaubt, dass es dies war, was der Welterlöser mit seiner Weisheit beabsichtigte? – Sicher nicht. Dafür ist sein Zeugnis der Allliebe allzu innig, zu machtvoll und zu sehr mit der Entwicklung oder dem Leben selbst in Kontakt. Wenn man jedoch die Reinkarnation verneint, dann beteiligt man sich daran, die Kreuzigung des Welterlösers bis zum heutigen Tage fortzuführen, dann beteiligt man sich daran, seine wahre welterlösende Weisheit zu verzerren oder wegzudiskutieren. Ohne Entwicklung wäre diese Weisheit absolut ohne Wert. Ohne dass man "von neuem geboren" wird und sich durch dieses neue Leben weiterentwickeln kann, weiter Erfahrungen machen und zu immer mehr Kenntnissen gelangen kann, wiedergutmachen kann, was man verbrochen hat, kann man unmöglich das "ernten", was man "gesät" hat. Gottes Reich "zu sehen" wie auch "in es hineinzukommen", wäre also ohne Wiedergeburt, wie es eben Jesus selbst Nikodemus gegenüber verkündigt hat, absolut unmöglich. Dass es nicht durch bloße "Gnade" und die "Vergebung der Sünden" erreicht werden kann, als vollkommenes Wesen in "Gottes Reich" eingegliedert zu werden, war also für den Welterlöser eine offenkundige Tatsache. Anderenfalls wäre er ausschließlich mit dieser "Vergebung der Sünden" beschäftigt gewesen. Er hätte absolut keinen logischen Grund gehabt, all die Zeit, Energie und Kraft zu opfern, um für seine Jünger und all die anderen Weisheitssuchenden Vorschriften, Gleichnisse und Ideale zu manifestieren oder um seine Reden an das Volk zu halten. Ja, wozu denn all diese Entfaltung, wenn sie nur eine Offenbarung von Vorschriften gewesen wäre, die überhaupt kein Erdenmensch erfüllen könnte, und "Gnade" und "Vergebung der Sünden" das Entscheidende wäre? Nein – wie wir hier gesehen haben, war sich der Welterlöser vollkommen dessen bewusst, dass die Ideale nicht in einem einzigen Erdenleben erfüllt werden können, sondern dass diese Erfüllung vielmehr allmählich durch mehrere Leben hindurch zur Wirklichkeit für jedes einzelne Wesen als Frucht seines eigenen Begehrens, Trainings, Willens und seiner Erfahrungen werden wird. Diese Begegnung des Wesens mit der höchsten Frucht seiner früheren Leben ist das, was er als die Heimkehr des "verlorenen Sohnes" oder als Begegnung mit dem Vater bezeichnet. Hier hat der Gottessohn seine Fehler kennengelernt und ist dadurch zur richtigen Erkenntnis seines Vaters und zur richtigen Einstellung zu ihm gekommen, kann sein eigenes Leben, seine ewige Identität als Sohn Gottes sehen. Hier ist er der Herr des Stoffes und damit zum Herrn über Leben und Tod geworden. Hier "sündigt" er nicht mehr (begeht keine Fehler mehr), sondern handelt vollkommen, ist geschlechtlich unparteiisch und damit "allliebend".


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.