Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(639-1052) 
 
Erweiterte Suche
   

 

Die "geistige Hölle" und die irdischen Leiden  891. Was ist nun das "Feuer der Hölle"? Wir wissen bereits, dass die "Hölle" eine Erscheinung ist, die sich jenseits des derzeitigen physischen Lebens befindet. Sie war ja der Aufenthaltsort für alle, die das große Gebot der Nächstenliebe nicht erfüllten, oder für die sogenannten "Bösen". Jetzt, da wir wissen, dass die "Auferstehung" oder das "Himmelreich", das die Heimat der sogenannten "Guten" ist, im weiterführenden physischen Dasein des Individuums nach dem "Himmel" oder dem nicht-physischen oder "geistigen" Zustand existiert, den das Individuum nach dem Ende seines derzeitigen Erdenlebens, dem sogenannten "Tod", durchleben muss, ist es nicht schwer zu verstehen, dass die "Hölle" ebenfalls in den weitergehenden physischen Existenzen jenseits dieses "geistigen" Daseins nach dem Ende des derzeitigen physischen Lebens liegt. Wo sollte sie sonst sein? Wenn die "Hölle" ausschließlich ein nicht-physisches oder "geistiges" Dasein wäre, was wäre dann mit all den Kriegen, dem Grauen und der Verstümmelung, der Trauer, den Krankheiten und dem Elend, die wir auf der physischen Ebene zu sehen bekommen? Ist nicht hier das "Heulen und Zähneknirschen"? Kann eine solche Erscheinung auf einer geistigen Ebene stärker oder kulminierender manifestiert werden als auf der physischen? Wie viele Menschen sind im Laufe der Zeit auf der physischen Ebene nicht schon verbrannt, teils durch Unglücke, teils durch Fanatismus und Aberglauben? Und ist nicht auch eine beträchtliche Anzahl von Wesen durch Lepra oder andere unheimliche Krankheiten geradezu Stück für Stück verkommen? Was denkt man darüber, in Organismen zu leben, die von Geschlechtskrankheiten, Krebs und Tuberkulose befallen sind, gar nicht zu reden von Krankheiten, die ganz langsam nach und nach einem blutjungen Menschen die Gewalt über Füße und Arme entziehen, um ihn schließlich unausweichlich einem allzu frühen Tod zuzuführen, und die ihn in diesem seinem langen Todesprozess zwingen, sich mit Hilfe anderer Wesen nach deren Gutdünken füttern und pflegen zu lassen? Was denkt man über Tausende von Wesen, die verhungert oder erfroren sind, oder über die Wesen, die zu Sklaven seelisch und geistig unterminierender Laster geworden sind, die deren Organismen zu Wracks und deren Dasein zu einem jahrelangen Todesprozess machen? Ist diese Flut von Leiden, für die wir hier Beispiele angeführt haben, nicht insgesamt ein nagendes oder verzehrendes Feuer in der Seele und im Körper des Erdenmenschen? Kann dieses Feuer im "Himmel" oder in einer nicht-physischen "Hölle" schlimmer sein? – Nun, hier wird das Feuer als "ewig" dargestellt, d.h. dass das Individuum dazu verdammt ist, niemals aus diesem Feuer befreit oder erlöst werden zu können, während die Wesen im irdischen Leidenszustand in einem ständig wachsenden Maße dazu gebracht werden, es zu bekämpfen.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.