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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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(639-1052) 
 
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Die "geistige Hölle" ist vollkommen nutzlos  892. Wie wir hier gesehen haben, haben wir in den irdischen Leiden einen Rivalen zur nicht-physischen "Hölle" gefunden. Soll nun eine solche "Hölle" einen Nutzen haben? Die Antwort muss hier unbedingt "Ja" lauten. Der entwickelte Forscher wird niemals und in keinem Fall im Universum etwas zu sehen bekommen können, das vollkommen nutzlos ist. Wenn ein Ding existieren könnte, das nutzlos ist, wäre es unmöglich, dass "Alles sehr gut sein könnte", was wir aber doch im "Livets Bog" in den zwölf Grundfaziten des Lebensmysteriums für den wirklich intellektuellen Leser längst als Tatsache dokumentiert haben. Ein Ding, das nutzlos ist und gemäß der zwölf Grundfazite auch nicht schädlich sein kann, kann nur dasselbe sein, wie etwas vollkommen Wirkungsloses. Aber damit wäre es gleich Null oder "Nichts", womit dessen Existenz vollkommen unmöglich wäre. Folglich muss die "ewige Hölle" entweder nützlich sein oder überhaupt nicht existieren.
      Was die genannte "Hölle" betrifft, so wird sie als die Auslösung der "ewigen Verdammnis" dargestellt, d.h. eine Einverleibung des Individuums in kulminierende Folter, Leiden oder Qual, aus der das Wesen, wie schon erwähnt, niemals in aller Ewigkeit befreit werden kann. Welchen nützlichen Zweck bringt dieser kolossale Leidensprozess hervor? Wenn das betreffende Wesen aus diesem furchtbaren Zustand nicht befreit werden kann, so kann es ja auch niemals selbst irgendeinen Gewinn aus diesem seinem Zustand erzielen. Es kann nicht verändert werden, es kann nicht vollkommen werden. Es kann niemals die Erfahrung ausnutzen, die ihm ein solcher Leidenszustand unweigerlich bringen muss. Da die weitere Entwicklung des Wesens hier also durch dieses Leiden nicht geändert wird, wird dieser Leidenszustand damit als vollkommen nutzlos sichtbar.


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