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(639-1052) 
 
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Die Kunst, ein glückliches Schicksal zu schaffen  899. Aber, wie wir durch die kosmischen Analysen des "Livets Bog" erkannt haben, sind Gottes Wege für den entwickelten Forscher nicht unerforschlich, was auch genauso durch die ewigen Fazite, die der Welterlöser gelehrt hat, bestätigt wird. Die "Hölle" ist eine Realität, die existiert, aber sie kann niemals ewig sein, genauso wenig wie sie an sich Ausdruck für eine von der Gottheit ausgelöste oder geschaffene Rache oder Strafe sein kann. Und so wie auch das "Himmelreich" kein rein geistiges Reich ist, sondern aus den späteren physischen Leben der Wesen bestehen wird, wenn sie vollkommener und frei von den tierischen, tötenden Traditionen geworden sind, von denen sie im Augenblick so stark geprägt sind, genauso ist auch die "Hölle" keine reine geistige Erscheinung, sondern besteht aus all den Wirkungen, die entstehen, wenn das Individuum auf unvollkommene Weise mit Materien und Stoffen jongliert. Da das Jonglieren des Individuums mit Stoffen dasselbe ist wie seine ganze Lebens- und Wesensart, seine Befriedigung von Begehren, basiert jede Befriedigung von Begehren ausschließlich auf der Berührung des Individuums mit Materien oder der Auslösung von Ursache und Wirkung. Selbst der allerfeinste und schwache Seufzer eines Individuums ist eine Berührung mit Materien, ist eine Auslösung von Kräften, die wieder zur Ursache neuer Wirkungen wird. Diese Wirkungen sind das Schicksal des Individuums. Kein Wesen kann also existieren oder da sein, ohne durch diese seine Existenz ein Schicksal zu formen. Ob dieses Schicksal hell oder dunkel wird, ob es glücklich oder unglücklich wird, ist also davon abhängig, welche Art von Ursachen und Wirkungen das Individuum mit seinen Begehren verursacht. Wenn es nur von Begehren beseelt ist, deren Befriedigung die Auslösung von Kräften oder Energien erfordert, die für das Individuum nur nützlich sein können, wird dessen Schicksal auch nur ein direktes Erleben dieser nützlichen Wirkungen sein können, während es demgegenüber, wenn sein Begehren solcher Natur ist, dass dessen Befriedigung Auslösungen von Kräften oder Energieformen erfordert, die in höchstem Maße unbehaglich oder schädlich sind, ja nur in diesen schädlichen Wirkungen leben können wird. Hierdurch wird der biblische Spruch "Was der Mensch sät, wird er ernten" zur wissenschaftlichen Tatsache. Das Individuum ist also selbst die tiefste Ursache seines Schicksals. Es steht ihm vollkommen frei, sein Schicksal ganz genau so zu erschaffen, wie es das will. Wenn es daher ein Schicksal erleben muss, mit dem es in höchstem Maße unzufrieden ist, ein Schicksal voller Sorgen und Leiden, so liegt das ausschließlich an dem Umstand, dass es Energien ausgelöst oder Kräfte in Bewegung gesetzt hat, die zwar sein vorübergehendes Begehren befriedigt haben, die aber gleichzeitig zur auslösenden Ursache der Wirkungen wurden, die heute sein Schicksal unglücklich machen. Begehren zu befriedigen, was ja dasselbe wie das Erleben des Lebens ist, kann also gefährlich sein, genauso kann es auch ungefährlich oder angenehm sein. Ein unglückliches Schicksal besteht aus den Wirkungen der Befriedigung gefährlicher Begehren, während ein glückliches Schicksal aus den Wirkungen der Befriedigung ungefährlicher Begehren besteht. Die Kunst, ein glückliches oder vollkommenes Schicksal zu erschaffen, besteht also ausschließlich darin, nur ungefährliche Begehren zu befriedigen.


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