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(639-1052) 
 
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Die höchst unterschiedliche Einstellung der Wesen zu ihrer Umgebung enthüllt ein mentales Wachstum, das durch die Vorschriften und Ideale des Welterlösers und der Propheten weitergeformt wird  902. Es ist, wie bekannt, höchst unterschiedlich, was jeder Mensch seinem Nächsten oder seiner Umgebung gegenüber übers Herz bringen kann. Manche bringen es fertig, sich an anderen Menschen zu rächen, sie zu verstümmeln und zu ermorden oder auf andere Weise für ihre Umgebung zum Nachteil oder zur Unannehmlichkeit zu werden, während andere es wiederum überhaupt nicht übers Herz bringen, für einen Menschen oder ein Tier auch nur zur allerkleinsten Unannehmlichkeit zu werden, die es nicht ertragen können, dass andere in irgendeinem Bereich einem Leiden ausgesetzt sind, die vielmehr in jeder Situation vollkommen davon beseelt sind, die Leiden, Sorgen und Mühen anderer Wesen zu lindern, ja, die es nicht einmal fertigbringen, Blumen zu pflücken, weil sie darin eine gewisse Form der Verstümmelung des Organismus der Pflanze selbst sehen. Dass hinter diesen höchst unterschiedlichen Einstellungen der Erdenmenschen zu ihren Mitwesen und dem übrigen Leben in ihrer Umgebung eine Fähigkeit stehen muss, darf wohl als allgemeine Tatsache vorausgesetzt werden. Dass diese unterschiedlichen Einstellungen jeweils, entsprechend ihrer Natur, in eine fortlaufende Skala einzuteilen sind, die von einer kleineren zu einer immer größeren Repräsentation dessen ansteigt, was man anderen Wesen an Unannehmlichkeiten oder Leiden zuzufügen übers Herz bringt, gehört ja auch unerschütterlich zu dem, was unmöglich zu entkräften ist. Unsere ganze Beurteilung des Vollkommenheitsgrades der Mitwesen basiert auf eben dieser Skala. Je stärker die Wesen jene Grade repräsentieren, die sich in Rache, Verfolgung, Mord und Verstümmelung anderen Wesen gegenüber äußern, desto mehr bezeichnen wir diese Wesen als primitiv oder inhuman, während das Gegenteil für die Wesen zutrifft, die die Grade auf der anderen Seite der Skala repräsentieren. Je stärker die Wesen jene Grade oder Stufen auf der Skala repräsentieren, auf denen man nur Humanität entfalten kann und es nicht fertigbringt, anderen Wesen Kummer und Sorgen zu bereiten, und daher in größerem oder kleinerem Ausmaß die Leiden lieber selbst auf sich nehmen will, desto stärker begreifen oder bezeichnen wir diese Wesen als entwickelte Wesen. Ja, sind es nicht gerade solche Stufen auf der Skala, die der gesamten Kulturschöpfung der Menschheit zugrunde liegen? Sind es nicht diese Stufen, die in den fortgeschrittenen Religionen als Ideale dargestellt werden? Sind es nicht diese Stufen, die durch Christus, Buddha und einige andere der höchsten und von der Autorität der Jahrtausende bestätigten Menschenführer manifestiert werden? Und ist es nicht gerade die Manifestation dieser Stufen, die vom "Feuer der Hölle" befreit?
      Wenn aber die fortgeschrittensten Religionen und ihre großen Stifter oder Welterlöser, die selbst diese humanen oder liebevollen Stufen repräsentieren, nur leben, um all ihren weniger vollkommenen Mitwesen diese Stufen als deren "Erlösung" aus dem "Feuer der Hölle", als Befreiung von Sorgen und Leiden aufzuzeigen, tragen diese Wesen hier also dazu bei zu bestätigen oder zu bekräftigen, dass all diese Stufen der Ausdruck für ein Wachstum sind, in dem sich die Erdenmenschen befinden. Wäre das nicht so, so wären diese Anweisungen oder Vorschriften der Welterlöser oder Propheten ja vollkommen sinnlos und damit völlig abnorm. Es können nur Toren sein, die es wagen, jene Worte der Wesen zu verneinen, die in Jahrtausenden nicht wegdiskutiert werden konnten, sondern vielmehr für den entwickelten Forscher zur Tatsache und Wissenschaft wurden.


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