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(639-1052) 
 
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Der mentale Hunger und die mentale Sättigung im Wesen enthüllen, dass seine Mentalität unmöglich angefangen haben kann und genauso unmöglich in einem einzigen Erdenleben ihre Bahn abschließen kann  903. Aber wie sollte im Übrigen eine solche Skala ansteigender Stufen entstehen, wenn es kein Wachstum gäbe? Und zu welchem Nutzen sollten all die Erfahrungen sein, mit denen Menschen allmählich durch Rückenwind und Gegenwind bereichert werden? Ist es für einen normal begabten Menschen nicht gerade eine Tatsache, dass die Wesen mental gesehen wachsen können? Wozu sonst all der Schulunterricht, wozu all die Millionen Bücher, die auf der ganzen Welt gedruckt werden? Ja, ist es nicht so, dass sich jeder Erdenmensch mit seinen Erlebnissen und Erfahrungen buchstäblich im Unterricht und damit geradezu von der Wiege bis zur Bahre im Wachstum befindet? Und füllt nicht jeder Erdenmensch mit seinem vorübergehenden Standard ein ansonsten fehlendes Zwischenglied zwischen denjenigen mentalen Stufen aus, die über seinem Standard liegen, und denen, die darunter liegen? Und hat er nicht geradezu eine gewisse Abstoßung in sich gegen die tiefer liegenden Stufen und gleichzeitig eine gewisse Sehnsucht danach, die darüber liegenden Stufen repräsentieren zu können? Warum ist es nicht umgekehrt? Warum gibt es überhaupt Sehnsucht und Abstoßung? Wenn das derzeitige physische Leben des Wesens das absolut einzige ist, das es erlebt hat, kann es doch mit den darunter liegenden Stufen niemals irgendetwas zu tun gehabt haben. Aber wie kann es dann eine angeborene Abstoßung gegen etwas haben, das es nie erlebt hat? Es ist eine Tatsache, dass wir uns zu all dem, was wir nicht erlebt haben und nicht in uns als ausgelebte Erfahrung besitzen, unweigerlich hingezogen fühlen. Strebten die Menschen nicht nach den Polen, bis sie entdeckt und überwunden waren? Streben die Forscher nicht jeden Tag hinein in meilenweite unbekannte Terrains auf der Erdoberfläche, hinaus auf Ozeane, hinauf auf Bergspitzen und hinein in das Innere der Erde? Sitzen nicht Tausende von Forschern in Laboratorien hinter Mikroskopen unermüdlich in den Mikrokosmos starrend, um auf Feldern, die sie nicht kennen, die Befriedigung ihres Wissensdurstes zu finden? Und kommt nicht dasselbe hinter den großen Teleskopen der Observatorien zur Geltung? Starren hier nicht Tausende von Augen hinaus in die großen Mysterien des Makrokosmos, um dort unbekannte Abenteuer zu erleben? Befindet sich dieses Hinausstarren nicht in seiner stärksten Kraftentfaltung oder Kulmination auf den Feldern, auf denen man etwas "Neues" erwartet, und hat es sich nicht dort, wo man sich schon bis zum Überdruss "wie zu Hause fühlt" oder alles in- und auswendig kennt, entspannt oder ganz aufgehört? Glaubt man, dass es heutzutage einen weit entwickelten normalen Kulturmenschen gibt, der Buschmann oder Pygmäe werden will, um nicht zu sagen Affe oder eine andere primitive Manifestationsform im Verhältnis zu seinem eigenen derzeitigen Lebensstandard? Streben nicht alle ständig vorwärts zu etwas Höherem, etwas Vollkommenerem? Wir streben also nicht nach dem im Verhältnis zu unserer derzeitigen Stufe weniger Vollkommenen. Treffen wir also hier nicht die beiden großen tragenden Prinzipien des Lebens, Hunger und Sättigung, an? Zeigt diese Abstoßung der Wesen gegen die im Verhältnis zu ihrem derzeitigen Standard primitiven Stufen nicht eine Sättigung an? Und ist die unermüdliche und energische Anziehung Feldern oder Erscheinungen gegenüber, die wir nicht kennen, kein entsprechender Hunger? Die uns innewohnenden beiden großen Prinzipien sind also in großem Ausmaß ein Beweis dafür, dass wir einem Wachstum unterworfen sind, dessen Anfang oder Ende absolut nicht in unserem derzeitigen Leben liegen. Wir enthüllen durch unsere Abstoßung gegen die unter uns liegenden mentalen Stufen, dass wir von diesen Stufen gesättigt sind, so wie die uns innewohnende unerschütterliche Anziehung in Richtung darüber liegender Stufen einen uns innewohnenden Hunger nach diesen Stufen enthüllt. Und sind es nicht genau diese unsere Sättigung und unser Hunger, die uns innerhalb der gesamten Wachstumsskala auf unserer speziellen Stufe, in unserem speziellen Bereich festhalten oder uns dort platzieren? Glaubt man nicht, dass dieses den Lebewesen innewohnende Streben nach dem Vollkommeneren sowie die Abstoßung gegen das weniger Vollkommene – die bewirken, dass sich das Wesen unausweichlich im Wachstum befinden muss – ein Teil eines der speziellen Pläne der Weltordnung im Hinblick auf das Lebewesen sind? Wenn das Wesen nur ein einziges physisches Erdenleben lebt, wem nützt dann dieser in diesem Wesen niedergelegte Wachstumsdrang? Es fühlt sich hingezogen zu höheren und vollkommeneren Lebensformen, es hungert nach Wissen und der Lösung des Lebensmysteriums. Und durch Welterlöser, Propheten und Weise bekommt es eine Flut von Anweisungen, was es tun soll, um selig zu werden, d.h. das Ziel seiner Sehnsüchte zu erreichen. Aber die Einhaltung dieser Anweisungen ist so umfassend und beschwerlich, dass diese Einhaltung oder Erfüllung in einem so kurzen Zeitraum wie dem, den ein Erdenleben repräsentiert, völlig unmöglich ist. Ja, ist es nicht so, dass starke Schmerzen und Leiden bei Millionen von Wesen dieses "eine" Leben, das sie haben, sogar noch verkürzen? Der begehrte vollkommene Zustand oder die Erfüllung der schönen Ideale ist also für Myriaden von Wesen unmöglich.


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