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(639-1052) 
 
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Die Atmosphäre der Humanität beginnt, den Planeten so stark zu beeinflussen, dass sie am Ende Krieg, Unfrieden und Leiden von der Erdoberfläche, aus ihrer Sphäre und ihrem Gebiet verschwinden lassen wird  916. Nein, der große Schöpfungsprozess verschafft dem, der sich gegen die Nächstenliebe stellt, keinen Rückenwind mehr. Derjenige, der hier vorläufig mit heiler Haut durchschlüpfen will, muss eine fabelhafte Fähigkeit besitzen, sein Vorgehen als "Nächstenliebe" tarnen zu können, als "Verteidigung der Humanität" oder als "Notwehr für sich selbst". Und ist es nicht, wie wir schon vielfach erwähnt haben, genau diese Tarnung, unter der man heute – bewusst oder unbewusst – die blutige Atmosphäre des Krieges über die Erde hinweg rasen lässt? Welche der kriegführenden Staaten lehren nicht Humanität, d.h. die Bewahrung der Kultur, ihre Verteidigung und Notwehr, als absolute Grundlage für ihre Teilnahme an dem blutigen Tanz? Nein, die Helden der Gegenwart können nur mit Lorbeeren bekränzt werden, wenn sie das Schwert im Namen der Humanität geschwungen haben. Anderenfalls gehen sie ins Zuchthaus, ernten Strafe, Entehrung und Entwürdigung. Keiner kommt mehr nach "Walhall", wenn er nur um des Kampfes willen gekämpft hat, wenn er getötet hat, weil es ein Sport war zu töten, oder wenn er gemordet hat, weil es eine Lust war zu morden. Das wahre Ziel des großen Verwandlungsprozesses der Menschen dieses Planeten taucht immer mehr als leuchtende Atmosphäre hinter all der scheinbaren Dunkelheit auf. Sie wird wie frische Seeluft in der Nähe des Ozeans spürbar. Und der Ozean ist das "Himmelreich". Dieses Reich ist kulminierende Humanität. Der große Verwandlungsprozess hat den Planeten so weit vom Feuerstadium weg und zum animalischen Lebensstadium hin gebracht, dass die Humanität jetzt im Lauf des Planeten selbst, in seinem Tag- und Nachtrhythmus, in seinem Winter- und Sommerrhythmus, in seinem Saat- und Ernterhythmus erkannt werden kann. Sie kann im Spiel der Natur erkannt werden, ja sie ist offenkundig in den Strahlen der Sonne, in den klaren Perlen der Tautropfen, im Ertrag des Ackerbodens, genauso wie sie in den Wolken leuchtet und das innerste Verlangen in der Brust jedes Menschen ist, seine Sehnsucht und sein Glück ist. Über die Kontinente und Meere der Erde hinweg, über und unter, vor und hinter den Verstümmelungen und dem Todesröcheln der Schlachtfelder funkelt und strahlt die schöpferische Atmosphäre des göttlichen Weltplans so stark mit strahlender Humanität, dass der Kanonendonner, die Explosionen und Feuerbrünste, die Schreie und Schmerzen des Krieges allmählich von der Oberfläche der Erde verschwinden wie die klammen Nebel der Nacht vor der beginnenden Morgenröte eines neuen Tages weichen.


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