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(639-1052) 
 
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Weshalb die Wiedergeburt oder Reinkarnation eine Bedingung für das Bestehen des Lebens ist  925. Aber wozu geschieht diese drastische Abtrennung, dieses plötzliche Aufheben der Verbindung zwischen dem Makrowesen und den Organwesen? Gibt es keine bessere Lösung für die physischen Wesen als dieser sogenannte "Tod"? Die Antwort hierauf ist ein mit der ganzen Machtfülle der Natur vorgebrachtes Nein! Eine bessere Lösung existiert nicht. Wenn die Organwesen von der Zusammenarbeit mit dem Makrowesen müde sind und dieses Wesen normalerweise in derselben Weise müde ist von der Zusammenarbeit mit den Organwesen, kann es ja keine bessere und vollkommenere Lösung geben als eben diese Aufhebung der Verbindung zwischen den beiden Partnern. Was würde es nützen, wenn die Verbindung nicht aufgehoben würde? Welchen Segen sollte das bringen, wenn die beiden "müden" Partner untrennbar miteinander vereint wären? Würde das nicht das Gegenteil von Leben und Arbeit bedeuten und damit das Gegenteil von Bewusstseinsbereicherung oder Erfahrungsbildung? Würden die beiden Partner nicht in einer Art hilfloser Untätigkeit entschlummern? Ihr fortwährendes Leben müsste eine totale Ohnmacht sein. Aber wozu ein solcher Zustand, wenn das Leben das Problem auf eine für die Partner weit glücklichere und vollkommenere Weise beheben kann? Wozu das Lebenserleben durch einen zwanghaften ohnmächtigen Zustand abschalten, wenn die Möglichkeiten für eine ewige, fortwährende, ununterbrochene voll wirksame Lebensentfaltung vorhanden sind?
      Wie wir schon erwähnt haben, repräsentiert die Organspirale einen "jüngeren" Kreislauf als die Spirale des Makrowesens. Als Folge durchlaufen die Organwesen ihren Spiralkreislauf etwas schneller als das Makrowesen. Das heißt wiederum, dass ein Organwesen die verschiedenen Reiche oder Abschnitte seiner Spirale gewissermaßen schneller passiert als das Makrowesen in dessen Spirale die Reiche oder Abschnitte passiert. Organwesen und Makrowesen können daher auf die Dauer nicht zusammenbleiben. Wenn sie überhaupt in Kontakt kommen und gemeinsam durch ein einzelnes Erdenleben gehen können, so liegt das nur an dem Umstand, dass die Verbindung ganz präzise zu einem Zeitpunkt beginnt, an dem sich die Organwesen in ihrer Spirale in einem speziell berechneten oder angepassten Stadium vor dem Stadium befinden, das analog zu dem ist, in dem sich das Makrowesen in seiner Spirale befindet. Nachdem die Verbindung begonnen hat, gelangen die Organwesen immer mehr auf genau die Stufe in ihrer Spirale, die analog zu jener Stufe in der Spirale des Makrowesens ist, auf der sich dieses gerade befindet, um sie anschließend vollkommen zu passieren. In dem Zeitraum, in dem die Organwesen die zur Stufe des Makrowesens analoge Stufe in ihrer eigenen Spirale passieren, kulminiert die Beziehung zwischen dem Makrowesen und den Organwesen. Die Zusammenarbeit befindet sich hier in ihrem höchsten und vollkommensten Stadium. Bevor dieser Zeitpunkt gekommen ist, nimmt die Zusammenarbeit an Stärke und Vollkommenheit zu. Diese Zunahme an Lebensentfaltung ist das, was wir "Wachstum" nennen. Dieses Wachstum beginnt mit der Embryobildung und liegt dem Wachstum des Makrowesens während der Kindheit über die Jugend bis zum Erwachsenenalter zugrunde. Dieses letztgenannte Bewusstseinsstadium bezeichnet also den kulminierenden Schnittpunkt in der Verbindung zwischen dem Makrowesen und den Organwesen. Aber die Organwesen setzen weiterhin ihre Passage durch ihre Spirale in einem schnelleren Tempo fort und passieren damit allmählich in ihrer Spirale die Stufen, die analog zur Stufe des Makrowesens in dessen Spirale sind oder die den Schnittpunkt der Verbindung dieser beiden Wesen darstellen. Danach wird der Kontakt in ihrer Verbindung oder Zusammenarbeit immer schwächer. Diese zunehmende Schwächung ist das, was wir, wie schon erwähnt, in Gestalt des "Greisenalters" erleben. Dieses fortschreitende "Greisenalter" beruht also auf dem Umstand, dass die Organwesen in ihrer Spirale am Makrowesen vorbeigezogen sind und sich auf Stufen befinden, die nicht mehr ganz analog zur Stufe des Makrowesens in dessen Spirale sind. Dass dies in der Verbindung oder Zusammenarbeit zu Divergenzen führen muss, ist eine Selbstverständlichkeit. Indem die Organwesen in ihrer Spirale gerade die Stufen passieren, die analog zur Stufe des Makrowesens in dessen Spirale sind, nähern sie sich ja dem nächsten Reich ihrer Spirale und werden immer mehr von dessen Lebensprinzipien geprägt. Da das Makrowesen, dessen Passage in seiner Spirale in einem langsameren Tempo vor sich geht, hier nicht folgen kann, werden die Organwesen und das Makrowesen immer mehr das jeweils eigene Reich oder den jeweils eigenen Abschnitt in den Spiralen repräsentieren. Wenn der Erdenmensch also altert, bedeutet das, dass seine Organe in ihrer Spirale die Stufen passiert haben, die analog zur Stufe des Erdenmenschen in seiner Spirale sind. Dies bedeutet wiederum, dass die Organwesen in Richtung des "wahren Menschenreiches" weiter fortgeschritten sind als der Erdenmensch. Sie werden dadurch immer ungeeigneter, für den Erdenmenschen Organfunktionen darzustellen oder auszulösen, und zugleich werden sie dementsprechend immer geeigneter, Organfunktionen für einen "wahren Menschen" auszulösen. Dass sie folglich nicht auf Dauer für das Makrowesen oder den Erdenmenschen, an den sie im Augenblick gebunden sind, die idealen Organe bleiben können, wird also hier zur Tatsache. Wenn aber ihre Verbindung mit diesem Erdenmenschen nicht abgebrochen werden könnte, wäre der Erdenmensch oder das Makrowesen gezwungen, Organe zu haben, die allmählich völlig unbrauchbar wären, und die Organwesen selbst wären gezwungenermaßen in einem Makrowesen gefangen, in dem es für sie auch keine Bedingungen mehr für eine vollkommene und angemessene Lebensentfaltung gäbe.
      Dass dieser Abbruch also eine absolute Bedingung für das Bestehen des Lebens ist, sowohl für die Organwesen als auch für das Makrowesen, wird somit als unerschütterliche Wirklichkeit sichtbar. Dieser Abbruch ist also dasselbe wie der Prozess, den wir "Tod" nennen. Durch den "Tod" wird das Makrowesen in die Lage versetzt, seine Organwesen auszutauschen, und diese Wesen bekommen die Möglichkeit, das Makrowesen zu wechseln, wenn die gegenseitigen zweckmäßigen Bedingungen und Vorteile hierfür vorliegen. Dass die Wesen sich während dieses Auswechselns nicht direkt physisch manifestieren können, ist eine Selbstverständlichkeit, da diese Manifestationsform von den Organwesen getragen wird. Die Wesen müssen also in dieser Periode in einem "nicht-physischen" Zustand auftreten, was ja dasselbe ist wie der sogenannte "geistige" Zustand. In diesem geistigen Zustand wird das Tagesbewusstsein von einem entsprechenden geistigen Organismus getragen, der aus geistigen Organen und Materien besteht. Das ewige Leben des Individuums gestaltet sich dabei als ein zwischen physischem und geistigem Dasein wechselndes Auftreten. Dieses zwischen physischer und geistiger Materie wechselnde Auftreten des Individuums ist das, was wir "Reinkarnation" oder "Wiedergeburt" nennen.


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