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(639-1052) 
 
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Das "Schicksal" ist das gesamte Erleben von "Hölle" und "Himmel". "Hölle" als Kulmination des Zusammenbruchs des Lebenserlebens  954. Um das oben Gesagte zu verstehen, muss man sich erst einmal klarmachen, worauf das eigentliche Spiel, das "Schicksal" heißt, abzielt. Was ist denn das "Schicksal" und wie wird es vom "Zuschauerraum" der Lebensbühne aus erlebt, der ja dasselbe ist wie das "Tagesbewusstsein"? Das "Lebensschauspiel" – das "Schicksal" – stellt in Wirklichkeit nichts anderes als eine Offenbarung aller Grade von "Unbehagen" wie auch aller Grade von "Behagen" für den "Zuschauer" dar oder mit anderen Worten: es ist die Erschaffung oder Aufführung der "Ansicht" oder des Erlebens sowohl der "Hölle" als auch des "Himmels" vor dem Gottessohn.
      Aber wozu diese Aufführung? Ja, ohne sie könnte kein Lebenserleben stattfinden. Ein beliebiges Erlebnis oder Detail in einem Erlebnis kann nur dadurch wahrgenommen oder gespürt werden, dass es mit einer schwächeren oder stärkeren Energieentfaltung oder Wirkung im Vergleich zur Energieentfaltung oder Wirkung seiner Umgebung identisch ist. Eine solche Identität könnte aber überhaupt kein Erlebnis oder Detail eines Erlebnisses beinhalten, wenn das Lebenserleben oder "Schicksal" nicht die Erschaffung eben dieses stärkeren oder schwächeren Auftretens all dieser Dinge im Verhältnis zueinander wäre, oder mit anderen Worten: wenn das Generalprinzip des "Schicksals" nicht die "Erschaffung von Kontrasten" wäre. Das "Schicksalsspiel" ist daher in seiner Aufführung eine gradweise ansteigende Steigerung hin zur Kulmination von "Hölle", wo das Individuum vom "Zuschauerraum" seiner Lebensbühne – vom "Tagesbewusstsein" – aus Zugang zur realistischsten Ansicht dessen bekommt, wie sich das Leben gestaltet, wenn seine Entfaltung auf totalem Unwissen über die Lebensgesetze basiert und daher notwendigerweise zur Kulmination von Übertretungen der Lebensgesetze werden muss. Aber damit wird diese Kulmination eine Kulmination des Zusammenbruchs des Lebenserlebens, eine Kulmination des Chaos, denn wenn die Gesetze und Bedingungen, auf denen die Vollkommenheit des Lebenserlebens basiert, nicht erfüllt werden, kann sie unmöglich existieren. Ein Ding kann ja nicht existieren außer eben dadurch, dass es die Erfüllung der für seine Existenz erforderlichen Bedingungen ist. Werden sie nicht erfüllt, so kommt es zum Untergang oder Zusammenbruch der Dinge. Wenn es sich um den Zusammenbruch des Lebenserlebens und die hierdurch ausgelöste Disharmonie, das hierdurch ausgelöste Leiden handelt, bezeichnen wir dies als "Hölle".


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