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(639-1052) 
 
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Gedankeninvalidität als Ursache für die Verleugnung des "freien Willens" des Individuums  956. Wenn sich das Individuum Dinge wünscht, die das Begehren nach einem Ausradieren repräsentieren, ist dieser Wunsch abnorm und kann nur aufgrund dieses oder jenes Fehlers in den Gedankenorganen entstanden sein, wodurch der fertige Wunsch das Produkt einer Gedankeninvalidität ist. Da aber Gedanken dasselbe sind wie Vorstellungen, sind Gedanken, die Produkte von Gedankeninvalidität und damit defekt sind, dasselbe wie "falsche Vorstellungen". Zu solchen "falschen Vorstellungen" gehört eine Verleugnung des "freien Willens" des Wesen, die darauf beruht, dass es z.B. nicht mit seinem Willen und Wort den Untergang seines eigenen Organismus bezwingen bzw. den Organismus für diesen Untergang unzugänglich machen kann, der für gewöhnlich vom Erdenmenschen als Tod bezeichnet wird. Dass das Wesen solche oder ähnliche Wünsche nicht befriedigen kann, hebt nicht den zuvor aufgezeigten totalen "freien Willen" auf, den das Ich seiner tiefsten Analyse nach besitzt. Denn diese Wünsche sind ein Attentat, das auf Dinge gerichtet ist, die Attentaten gegenüber völlig immun sind, nämlich das ewige "Etwas" selbst oder das Ich. Da dieses "Etwas" kein Stoff, keine Materie ist, ist es auch nicht den Gesetzen der Materie unterworfen, so wie es auch nicht zu dem gehört, was erschaffen oder zunichte gemacht werden kann, und so kann es auch nicht den Gesetzen der "erschaffenen" Dinge unterworfen sein. Es ist das "erschaffende Prinzip" selbst, ist der "Schöpfer" selbst. Aber der "Schöpfer" kann sich nicht selbst zerstören – nur das, was er erschaffen hat, kann er wieder auflösen, zerstören oder verwandeln. Da Schöpfung ausschließlich eine Verwandlung der Materie sein kann, ist somit jeder Wunsch, der in Wirklichkeit auf die Verwandlung von etwas abzielt, das keine Materie ist, z.B. das "göttliche Etwas" oder das Ich, ein Irrtum.
      Der Gedanke oder der Wille ist hier also auf etwas eingestellt, das kein Material für seine Manifestation sein kann. Hier ist nichts zu verwandeln oder zu verändern. Und somit kann das Wesen seinen Willen nicht zufriedengestellt bekommen und empfindet ihn infolgedessen als "gebunden" und sich selbst als machtlos und es erlebt die hiermit verbundene "Enttäuschung". Diese "Enttäuschung" ist also die Reaktion auf die Gedankeninvalidität. Sie ist deren Schmerz oder Unbehagen. Es ist diese abnorme Empfindung, die unweigerlich durch die Wirkungen einer abnormen Vorstellung hervorgerufen werden muss.


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