Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(639-1052) 
 
Erweiterte Suche
   

 

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn liefert ein untrügliches Kennzeichen dafür, wer der "verlorene Sohn" ist  969. Der "verlorene Sohn" wurde somit zu einem Wesen, das "zusammen mit den Schweinen fraß". Das Gleichnis bringt also diesen Zustand als die eigentliche Kulmination und damit als "Wendepunkt" in der Abwesenheit des Sohnes vom Vaterhaus und in der Disharmonie mit dem Vater zum Ausdruck. Der "verlorene Sohn" an seinem "Wendepunkt" ist somit als ein Wesen anzusehen, das "mit den Schweinen zusammen frisst", das aber abgrundtief unglücklich über diesen seinen Zustand ist. Das heißt wiederum, dass der "verlorene Sohn" an seinem "Wendepunkt" ein "Tier" ist, das über seinen "tierischen" Zustand unglücklich ist. Da der Erdenmensch, wie wir schon aufgezeigt haben, eben ein Wesen ist, das "mit den Schweinen zusammen frisst", das sich aber diese Kostgemeinschaft oder nahe Organismusverwandtschaft am liebsten nicht eingestehen möchte, ja sogar versucht, diesen Umstand vollkommen zu verleugnen, haben wir in diesem Wesen den wirklich "verlorenen Sohn" vor uns. Eine Verleugnung des eigenen Zustands beruht hauptsächlich entweder auf Bescheidenheit oder auf Stolz. Entweder will man sich seinen Zustand nicht eingestehen, weil man meint, dass er zu vornehm im Verhältnis zu dem oder den Wesen ist, mit denen man sich gerne in Harmonie oder Kontakt befinden würde, und versucht deshalb bescheiden durch die Verleugnung den Standesunterschied so zu verstecken, dass er kein Hindernis für eine Kameradschaft oder für Harmonie mit diesen Wesen ist, oder aber man verleugnet seinen Zustand, weil man meint, dass er zu einfach im Verhältnis zu dem oder den Wesen ist, denen man gerne ebenbürtig sein möchte. Man schämt sich geradezu seiner selbst. Der biblische Bericht sagt deutlich genug, dass es der letztgenannte Zustand war, der den "verlorenen Sohn" belastete. Dieser Bericht hat uns somit ein untrügliches Kennzeichen dieses Wesens geliefert, das sogar so präzise oder korrekt ist, dass wir geradezu – nicht nur die Art von Wesen, zu denen der "verlorene Sohn" gehört, sondern auch – die speziellen Individuen innerhalb dieser Art identifizieren können, die direkt identisch mit dem "verlorenen Sohn" des göttlichen Berichts sind. Das Gleichnis sagt uns also nicht nur, dass der "verlorene Sohn" zu der Art von Lebewesen gehört, die wir Erdenmenschen nennen, sondern auch welcher Typus von Individuen innerhalb dieser Art die Hauptperson in dem unsterblichen Bericht ist. Gemäß diesem Bericht ist der "verlorene Sohn" also ein Erdenmensch, der sich seiner selbst schämt. Das heißt wiederum, er ist ein Erdenmensch, der unzufrieden mit seiner Natur, seinen Gewohnheiten und Neigungen ist, ein Wesen, das es als erniedrigend empfindet, "zusammen mit den Schweinen zu fressen", also ein Wesen, das sich eine weit "höhere Nahrung" wünscht und eine weit vollkommenere Daseinsform als die "tierische".


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.