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(639-1052) 
 
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Lebenssubstanz Nr. 45 – Der "Sündenfall" oder das Welterlösungsprinzip in seiner ersten Phase  972. Die Lust, "Materienexperte" zu werden, ist also in Wirklichkeit der Urtrieb oder das "Fernweh" in der Brust des "verlorenen Sohnes", das ihn dazu brachte, sich nach dem genauen Kontrast zu diesem Dasein oder Bewusstseinszustand zu sehnen, und genau dasselbe Begehren nach diesem Kontrast stand hinter der "Verführung" "Evas" durch die "Schlange" und der "Verführung" "Adams" durch "Eva". In all diesen Situationen war es das Begehren danach, "Wirkungen" zu sehen, die genau das Gegenteil dessen ausmachten, was sonst die normalen Wirkungen des "Garten Edens" oder des vollkommenen Lebens waren. Das Leben, das das normale Leben des Gartens war, wurde also von all dem bestimmt, was logisch war, von all dem, was Harmonie bedeutete, von all dem, was gesundes Wohlbehagen war und damit direkt Glück auslöste. Ein solches Leben konnten die Bewohner des Gartens – die "Schlange" sowie "Adam" und "Eva", die ja alle identisch mit dem "verlorenen Sohn" sind – im Überfluss genießen. Aber dieser Genuss war nicht bedingungslos. Er wurde durch ganz bestimmte Gesetze getragen oder aufrechterhalten. Diese Gesetze kannten "Adam" und "Eva" wie auch der "verlorene Sohn" nicht. Diese Wesen hatten schon so lange im Licht gelebt, dass die Erfüllung der Gesetze des Lichtes oder des vollkommenen Lebens zu selbstverständlichen, natürlichen Automatfunktionen geworden waren, genauso wie bei den animalischen physischen Wesen Lungen- und Herzfunktionen selbstverständliche Automatfunktionen sind. Licht und Glück für sich selbst und für die Umgebung zu schaffen, war nicht mehr in besonderem Maße ein wacher, tagesbewusster Willensakt, sondern vielmehr eine ganz unbewusste organische Funktionsauslösung. Und die reine tagesbewusstseinsmäßige Willensfunktion blieb daher allmählich ohne Nahrung. Aber ein lebendiger funktionierender Wille ist ja dasselbe wie ein Begehren oder ein Hunger. Und die Wesen des Lichtes in Gestalt von "Adam", "Eva" und dem "verlorenen Sohn" waren somit Wesen, die begonnen hatten, ein Begehren zu bekommen, das durch die Einhaltung normaler Lebensgesetze in irgendeiner Form nicht befriedigt werden konnte. Diese Einhaltung war, wie schon erwähnt, kein Willensakt, sondern eine Überbewusstseinsfunktion, die irgendeinen Einsatz von Spekulation, Gedanken oder Willen nicht mehr erforderte. Sie erforderte also keinen Einsatz der Tagesbewusstseinsfunktion mehr. Aber wenn das Leben oder die Existenz keinen Einsatz der Tagesbewusstseinsfunktion mehr erforderte, dann war sie ja ohne Nahrung. Sie war also vollkommen ohne "A-Wissen" oder Erleben. Und dieser Mangel an Nahrung wurde somit zum vorbereiteten Boden für den "Sündenfall". Mit dessen Hilfe wurde eine Tür zu einer Sphäre geöffnet, in der das hungernde Tagesbewusstsein in verschwenderischem Ausmaß gesättigt werden konnte. Hier gab es unzählige Erscheinungen, die sowohl die Phantasie als auch die Intelligenz in Schwingungen versetzen konnten und die Leben in das vom Licht übersättigte und sterbende Tagesbewusstsein bringen konnten. Diese Erscheinungen mussten ausnahmslos alle von einer zum Licht oder zur Vollkommenheit konträren Natur sein. Aber eine Natur, die konträr zum Licht, zur Harmonie und Vollkommenheit ist, kann ja nur der Finsternis, d.h. der Disharmonie und Unvollkommenheit zuzuordnen sein. Diese konträre Natur wurde also zu einem bestimmten Zeitpunkt zur einzigen existierenden Nahrung für den mentalen Hunger des im Licht lebenden Gottessohnes. Sie war die erlösende Kühle, der erfrischende morgendliche Tau oder der wachstumsfördernde Sommerregen auf der von Seligkeit oder mentalem Sonnenschein und mentaler Trockenheit zu verwelken drohenden gottessohnlichen Pflanze. Wir treffen also hier in dieser konträren Natur oder im "Sündenfall" ein das permanente Aufrechterhalten des Lebens und der Mentalität des Gottessohnes oder ein seine Passage durch den Kreislauf förderndes und damit "erlösendes" Prinzip an. Dieses "erlösende" Prinzip ist nichts Geringeres als das "Welterlösungsprinzip" selbst in seiner ersten Phase. Wir wollen daher diese Phase als "Lebenssubstanz Nr. 45" bezeichnen.


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