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(639-1052) 
 
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Parteilichkeit als Ursache der Verdrehung des Berichts vom Sündenfall  977. Wie wir hier gesehen haben, ist die Wirklichkeit, die hinter der Geschichte vom "Sündenfall" steht, strahlendes Licht. Der "Sündenfall" ist eine verdrehte Erzählung von der Technik der Wirklichkeit, mit der die Gottheit und damit die Lebewesen die Unsterblichkeit ihres Lebens oder die ewige Existenz ihres Bewusstseins fördern. Diese Verdrehung der Erzählung von der Technik der Unsterblichkeit selbst liegt also daran, dass der Urheber dieser Erzählung von der Finsternis vollkommen gesättigt ist, wodurch er für den Kontrast der Finsternis – das Licht – parteiisch geworden ist. Aber ein Bericht oder eine Analyse, die parteiisch ist, kann weder der Wahrheit noch der Gerechtigkeit entsprechen. Denn Parteilichkeit ist ein verstecktes Gewicht in der Waagschale der Gerechtigkeit. Sie kaschiert den Gleichgewichts- oder Schwerpunkt der Waagschalen zugunsten der Wünsche desjenigen, der wiegt. Dieser Gleichgewichtspunkt bringt also nicht das zum Ausdruck, was die Sache in Wirklichkeit "wiegt", sondern welches "Gewicht" der Sache sich derjenige wünscht, der wiegt. Das Gewicht ist falsch. Und ein falsches Gewicht oder ein falsches Maß ist Unwahrheit und kann deshalb nicht gerecht sein. Dass die Lebewesen daher unfreie Wesen sind, dass sie in dem Umfang durch die Fesseln der Unwahrheit gebunden sind, in dem sie "parteiisch" sind, wird hier somit zur offensichtlichen, unerschütterlichen Tatsache. Man muss daher in besonderem Maße überlieferte Berichte daraufhin untersuchen, von welcher Art sie denn sind, bevor man sie akzeptiert, denn in dem Umfang, in dem ihre Urheber bezüglich des Berichtsthemas parteiisch waren, in dem Umfang wird ihr Bericht zugunsten dieser Parteilichkeit und auf Kosten der absoluten Wahrhaftigkeit oder des absoluten Gerechtigkeitswertes des Berichtes verschleiert oder unwahr sein.
      Da die Erdenmenschen nun in besonderem Maße im Begriff sind, von der ersten Phase des Lichtes – also dem Teil des Lichtes, den sie einmal als das höchste Begehren angesehen haben und nach dem sie kolossal gehungert haben – gesättigt zu werden, hungern sie eben nach der letzten Phase des Lichtes und sind deshalb parteiisch für diese letzte Phase. Sie sind folglich in entsprechendem Maße außerstande, bezüglich des mentalen Lichtes unparteiisch zu urteilen. Ihre Parteilichkeit ist ein mehr oder weniger großes unsichtbares oder verstecktes Gewicht auf ihrer Gerechtigkeitswaage. Sie übertreiben und schmücken alles zugunsten derjenigen Phase des Lichtes aus, die sie jetzt begehren, und sie unterschätzen und beschmutzen in entsprechendem Maße alles, was die Phase des Lichtes betrifft, von der sie gesättigt sind und von der sie deshalb am liebsten befreit werden wollen. Dass solche Wesen durch diese ihre parteiische Einstellung mehr oder weniger mit der wirklichen Wahrheit kollidieren, wird hier als selbstverständlich sichtbar. Die "wirkliche Wahrheit" kann deshalb unmöglich gefunden oder erlebt werden, bevor das Wesen nicht allem und allen gegenüber vollkommen unparteiisch geworden ist. Erst dann kann es gerecht sein und damit hundertprozentig liebevoll gegenüber wem oder was auch immer.


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