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(639-1052) 
 
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Parteilichkeit verursacht eine fehlerhafte Perspektive  982. "Parteilichkeit" bedeutet also in Wirklichkeit, dass man zu stark von der Erfüllung seiner Wünsche angezogen wird. Diese zu starke Anziehung hin zur Befriedigung eines Begehrens liegt wiederum an der Überbewertung des Objekts eines Begehrens. Da ein Ding aber nicht überbewertet werden kann, ohne dass diese Überbewertung zugleich eine entsprechende Unterbewertung des Gegensatzes oder Kontrastes zu diesem Objekt verursacht, macht also die Parteilichkeit jede Form einer wahrheitsgetreuen Analysierung der beiden Kontraste unmöglich. Die Auffassung oder das Bild, das das Individuum dadurch von diesen beiden Kontrasten bekommt, wird fehlerhaft. Die Details des einen Kontrastes werden aufgrund der Überbewertung zu groß, und gleichzeitig werden die Details des anderen Kontrastes zu klein im Verhältnis zur wirklichen oder absoluten Position des Individuums als Zentrum im Erleben. Mit anderen Worten: die Auffassung oder das Bild ist eine fehlerhafte "Perspektive".


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