Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| "Der, der erlebt" und "das, was erlebt wird" als "fester Punkt" beziehungsweise als "Bewegung" und wie die Wesen beides auffassen |
994. Das Erleben des Lebens kann also seiner innersten Analyse nach niemals irgendetwas anderes sein als eben diese Dreieinigkeit der Bewegung: die Berührung von "Bewegung 1" mit "Bewegung 2", wodurch "Bewegung 3" entsteht.
Diese Dreieinigkeit der Bewegung ist das absolut einzige, was der Wahrnehmung zugänglich ist.
Und diese Zugänglichkeit wäre total unmöglich, wenn das unendliche, ewige "Etwas, das ist" eben nicht existierte.
Wie wir hier gesehen haben, bleibt dieses "Etwas, das ist" also vollkommen unberührt von "Bewegung" oder Wahrnehmung.
Wenn dies nicht so wäre, müsste es selbst "Bewegung" sein und nicht der "feste Punkt", und jede Form der Wahrnehmung wäre total unmöglich, oder aber man müsste davon ausgehen, dass "Bewegung" "Bewegung" erleben könnte.
Wenn es nichts anderes als "Bewegung" gäbe, müsste jede Eisenbahnlokomotive oder jede andere Kraftmaschine ihren eigenen Start, ihre Fahrt und ihr Anhalten erleben können.
Ist die Annahme einer solchen Überlegung nicht ein krasser Widerspruch zu jeder Form von Intellektualität?
Da es eine Tatsache ist, dass die "Bewegung" erlebt wird, muss es "Etwas" geben, das eben "erlebt". Und damit wird es zu einer ebenso unerschütterlichen Tatsache, dass das Erleben zwei Dinge enthüllt, nämlich: "den, der erlebt" und "das, was erlebt wird". "Der, der erlebt" ist der "feste Punkt". Und "das, was erlebt wird" ist die "Bewegung". Wie wir aber gerade gesehen haben, kann die kosmische Analyse des Erlebens nur die sein, dass "Bewegung 1" "Bewegung 2" berührt, wodurch "Bewegung 3" entsteht. Ob wir diese "Bewegungen" als ein Aufbauen oder Abbauen auffassen, als Mord, Töten, Verstümmeln, als Glück oder Unglück oder als irgendeine andere Erscheinung, ändert nichts an der kosmischen Analyse einer "Bewegung" und damit einer Handlung. Sie ist und bleibt nichts als die genannte Dreieinigkeit der Bewegung: die Berührung von "Bewegung 1" mit "Bewegung 2", wodurch "Bewegung 3" entsteht. Was geschieht, findet ausschließlich in der "Bewegung" statt – nicht im "festen Punkt". Das wirklich "lebende Etwas" im Wesen ist ewig unveränderlich. Es ist richtig, dass man in der gängigen Alltagssprache die Dinge in dieser Weise auffasst und glaubt, dass es das "lebende Etwas" selbst ist, das von dem Ereignis berührt wird, es ist jedoch gerade diese von der Wirklichkeit abweichende Auffassung, die uns die noch rein materialistische Wahrnehmungsfähigkeit der Wesen zeigt. Sie sehen überhaupt nicht den kosmischen Inhalt der Worte oder Sätze und kommen damit zu einer hundertprozentig materialistischen Auffassung von der Wirklichkeit oder zu einem entsprechend unwahren Bild dieser Wirklichkeit. |
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